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Gyronde

Hochalpen / Frankreich

Abschnitt:

Les Vigneaux - Slalomstrecke Argentiere

Länge u. Schwierigkeit:

6 km WW II-III

DKV-km:

km 21,8 - km 25,8 u. km 26 - km 28

Befahrbarkeit:

bis Mitte Juli, evtl. auch ganzjährig

Landschaftsbewertung:

2+ (4)

Ein landschaftlich schöner kleiner Fluss mit nur mäßigen Schwierigkeiten.

Die Gyronde liegt in den französischen Hochalpen, ca. 170 Kilometer südöstlich von Grenoble. Wer im Sommer die Gyronde paddelt, wird in der Regel auch die Durance, die Guil, die Guisane und zumeist auch die südlich gelegene Ubaye befahren. Von Deutschland wird die Durance-Region entweder über Grenoble oder auch über Turin angefahren.

Die beiden Quellflüsse der Gyronde, der Gletscherfluss Gyr und der Gebirgsfluss Onde, entspringen im bis zu 4100 m hohen `Massif des Ecrins´ westlich der Stadt Briancon. Beim Dorf Vallouise bilden beide die Gyronde. Nach 10 Kilometern mündet die Gyronde dann am nördlichen Ortsrand von Argentiere in die Durance.

Der Wasserstand und damit die Möglichkeit einer Befahrung der Gyronde, der Durance und der anderen Durancezuflüsse kann im Internet bei http://brianconfesteve.free.fr/nivodo.html abgefragt werden. Die Wasserstände werden hier während der Saison jedoch nur unregelmäßig in ein- bis zweiwöchigen Abständen aktualisiert.

Neben dem Campingplatz `Camping Municipal Le Rabioux´, an der bekannten Spielstelle Rabioux, ca. 2 km nordöstlich von Chateauroux, gibt es im Durancetal und den benachbarten Tälern eine Vielzahl von weiteren Campingplätzen. Direkt an der Gyronde gibt es einen an der Einstiegstelle im Wald gelegenen, einfachen Campingplatz.

Ab dem Zusammenfluss bei Vallouise ist die Gyronde auf den ersten Kilometern zunächst nicht lohnenswert, evtl. sogar teilweise aufgrund eines gefährlichen Wehres wegen einer Wasserableitung unfahrbar. Erst 6-7 Kilometer unterhalb von Vallouise befindet sich unterhalb eines langen, sehr schwierigen Kataraktes die übliche Einstiegstelle.

Die untere der beiden üblichen Einstiegstellen liegt an einer kleinen Brücke ca. 200 m oberhalb des Campingplatzes von `Les Vaudois´ südöstlich des Dorfes Les Vigneaux. Dieser Campingplatz wird erreicht, indem man von Argentiere kommend 1 Kilometer hinter dem winzigen Dorf Le Batier an einem Hinweisschild auf den Campingplatz von der Straße D 994 nach links abbiegt. Nach 300 m auf einem unbefestigten Weg wird ein Parkplatz (> N 44° 49' 05'', E 06° 33' 05'') im schönen Kiefernwald in der Nähe des Flusses erreicht. Von hier sind die Kajaks 200 m auf einem Waldweg flussaufwärts bis zu einer kleinen Brücke zutragen.

Nach einer englischen Quelle soll sich eine weitere Einstiegstelle unterhalb des Dorfes Les Vigneaux befinden. Hier soll man von der flussaufwärts des Dorfes liegenden Straßenbrücke der D 994 kommend den ersten Fahrweg (gegenüber steht eine Garage) zum Fluss wählen und dieser einige hundert Meter flussabwärts folgen. Hinsichtlich der Lage der Einstiegstelle ist hier unbedingt zu beachten, dass die Gyronde bei einem zu frühen Einstieg noch erhebliche Schwierigkeiten bietet (WW V). Im weiteren Verlauf lassen die Schwierigkeiten jedoch schnell nach.

Nach Fahrtbeginn an der kleinen Brücke 200 m oberhalb des Campingplatzes `Les Vaudois´ bietet der Fluss ein schmales Flussbett und leichte bis mäßig-schwere Verblockung (s. Bild unten).

Das zunächst noch verhältnismäßig gute Gefälle lässt langsam und gleichmäßig auf den nächsten Kilometern nach. Parallel dazu wird auch das Flussbett etwas breiter und die Strömungsgeschwindigkeit etwas geringer. Die Schwierigkeiten gehen vom Einstieg bis vor der Slalomstrecke von Argentiere von WW III bzw. II-III auf WW II zurück. Landschaftlich verläuft der Fluss bis zum Ortsanfang von Argentiere durch ein sehr schönes Waldtal.

2 Kilometer nach Fahrtbeginn folgt ein teilweise zerfallendes Wehr (s. Bild unten).

Bei sommerlichen Niedrigwasserständen ist das Wehr gut über einen Durchlass in der Mitte mit einer nachfolgenden 1 m hohen Stufe und Walze zu befahren. Bei höheren Wasserständen wird der Rücklauf wesentlich stärker. Dann sollte das Wehr über das linke Ufer umtragen, bei mittleren Wasserständen zumindest vor einer evtl. Befahrung besichtigt werden.

Danach wieder Fahrt in schöner Umgebung (s. Bild unten).

Nach weiteren 2 Kilometern bringt ein Zufluss zur Linken etwas an Zuschusswasser. Danach nimmt die bisherige landschaftliche Schönheit der Strecke deutlich ab. Die wildwassertechnischen Schwierigkeiten sind nur noch gering (WW II). Befestigte Ufer begleiten nun teilweise die Fahrt. Der Fluss fließt durch die bebauten Gebiete von Argentiere. In Argentiere mündet die Gyronde in die Durance.

In der Regel wird die Fahrt bis zur Slalomstrecke südlich von Argentiere fortgesetzt (s. Bild unten).

Auf dieser großzügig angelegten, 300 m langen und je nach Wasserstand zumeist wuchtigen Wildwasserstrecke (WW III) können zwischen den Felsen noch eine Vielzahl von Übungsstellen absolviert werden. Ganz am Ende der Strecke kann die Fahrt am rechten Ufer gut an einer seichten Stelle beendet werden.

Von hier sind die Kajaks zu einem Parkplatz hinter den Gebäuden der Information und den Sanitäranlagen zu tragen. Natürlich können die Kajaks auch noch einmal zum Beginn der Slalomstrecke hoch getragen werden. Wer zuvor die Gyronde befahren hat braucht anscheinend keine Gebühr für die Nutzung dieser Strecke bezahlen.

Der Parkplatz (> N 44° 46' 45'', E 06° 33' 32'') an der Slalomstrecke wird über die Straßenbrücke über der Durance südlich der Slalomstrecke erreicht. Nach der Brücke nicht scharf rechts abbiegen, da dieser Weg am Campingplatz endet, sondern den dahinter liegenden kleinen Fahrweg an den Bahngleisen entlangfahren und dann nach 200 m rechts abbiegen.

Hinweis: Alle Fotos und Infos basieren auf den 21. Juli 2005. Der Flussabschnitt hatte an diesem Tag einen sehr niedrigen Wasserstand. Alles war durchgehend befahrbar. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

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