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kajaktour.de . |
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Hochalpen / Frankreich |
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Der Guil gehört zu den Wildwasserklassikern
in Südfrankreich. Von leichten bis sehr schweren Abschnitten ist hier alles vorzufinden.
Beeindruckend sind hier die großen Schluchten. Die wichtigsten Abschnitte der
Guil sind zumeist auch noch im Hochsommer bei niedrigen Wasserständen befahrbar.
Im späten Frühjahr führt der Guil oft Hochwasser. Hier fließt der Guil überwiegend in einem breiten Tal in einem offenen Geröllbett. Zwischendurch bietet der Guil aber auch eine etwas schwerere Klamm. Im Hochsommer kann auf diesem Abschnitt der Wasserstand evtl. nicht mehr ausreichend sein. Der Abschnitt endet vor einer schwierigen Klamm, dem `Burggraben´, direkt unterhalb der hochgelegenen Burg von Chateau-Queyras (s. Bild unten). |
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Der verhältnismäßig kurze, enge und tief eingeschnittene `Burggraben´ (s. Bild rechts; hier direkt nach dem Ende des eigentlichen `Burggrabens´) und die nachfolgende etwas offenere `Schutzengelschlucht´ bedeuten schweres, je nach Wasserstand sogar sehr schweres Wildwasser. Ein Zugang und eine Besichtigung dieser beiden Abschnitte ist nur an wenigen Stellen möglich. |
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Nach den so genannten `Guiltreppen´ folgt
der sehr häufig befahrene `Mittlere Guil´. Hier fließt der Guil durch
eine mal enger mal weiter werdende Schlucht mit interessantem Wildwasser. Zum Ende
folgt noch der so genannte `Schlitz´. Spätestens vor dem nachfolgenden kleinen
Stausee von Mont du Roy endet diese wildwassertechnisch interessante aber teilweise
auch schwere Strecke. Der Wasserstand und damit die Möglichkeit einer Befahrung der Guil, der Durance und der anderen Durancezuflüsse kann im Internet bei http://brianconfesteve.free.fr/nivodo.html abgefragt werden. Die Wasserstände werden hier während der Saison jedoch nur unregelmäßig in ein- bis zweiwöchigen Abständen aktualisiert. Die zum Guiltal nächstgelegenen Campingplätze befinden sich bei Guillestre (4x). Ein einfacher Platz soll sich östlich von Chateau-Queyras befinde. Im Durancetal gibt es darüber hinaus eine Vielzahl von weiteren Campingplätzen. |
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Eine mäßig-schwere Wildwassertour in einem alpinen Hochtal. Wer vom Ort Guillestre das Tal der Guil auf der schluchtenreichen Straße D 902 / D 947 flussaufwärts fährt, erreicht nach 18 Kilometern das Dorf Chateau-Queyras. Hier befindet sich die Ausstiegstelle für den Abschnitt der `Oberen Guil´. Diese liegt direkt unterhalb der hoch auf einem Hügel stehenden Burg von Chateau-Queyras vor einer kleinen Straßenbrücke. Unten am Fluss existiert ein großer Parkplatz für die Besucher der Burg und für Wanderer sowie eine Raftstation. Zum Parkplatz gelangt man, indem man am Ende des Dorfes scharf rechts abbiegt und eine steilere Straße zum Fluss hinunter fährt (> N 44° 45' 22'', E 06° 47' 36''). Da nach der vorgenannten Brücke der wildwassertechnisch sehr schwere `Burggraben´ folgt und die Böschung vor der Brücke teilweise sehr steil und zugewachsen ist, sollte die beste Ausstiegstelle vor der Fahrt zur Einstiegstelle kurz ausgeguckt werden. Anschließend geht es dann auf der D 947 noch 11 Kilometer weiter bis zum Dorf Abries. Dieses liegt immerhin schon auf ca. 1600 m Höhe. Bei einem ausreichenden Wasserstand kann hier an den Resten einer alten Brücke die Wildwassertour begonnen werden. Diese ehemalige Brücke kann über einen Weg am oberen Ende des Ortes erreicht werden (> N 44° 47' 29'', E 06° 55' 39''). Da direkt danach ein wasserreicher Bach von Rechts in der Guil mündet, verdoppelt sich ab dem Zufluss zumeist die Wassermenge der Guil. Auf den ersten Kilometern fließt der Guil in einem offenen Geröllbett durch ein breites Hochtal. Hier und auch auf den späteren Strecken, auf denen der Guil durch offene Geröllbetten fließt, finden sich immer wieder leichte Verblockung und einzelne Schwälle. 2 Kilometer nach dem Start folgt eine nicht ungefährliche Röhrenbrücke, die kurz umtragen werden muss. Sollte im Sommer eine Befahrung der Oberen Guil
ab Abries aufgrund einer zu geringen Wassermenge nicht mehr möglich sein, kann
man natürlich auch noch weiter flussabwärts, z.B. an einer Straßenbrücke
1 Kilometer oberhalb des Ortsendes von Aiguilles, die Fahrt beginnen. Hierzu wegen
den steilen Böschungen über die Brücke auf die linke Flussseite wechseln
und hier die Tour starten (> N 44° 47' 15'', E 06° 53' 03''). |
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Im Dorf Aiguelles befindet sich ein zerfallendes breites und niedriges Wehr, welches je nach Wasserstand evtl. über den linken Rand kurz umtragen werden muss. Am Ende des Dorfes wurden aus Hochwasserschutzgründen teilweise auch künstliche Dämme aus dem Geröll des Flussbettes aufgeschoben. Leider wirken diese Dämme sehr unnatürlich und damit landschaftlich etwas deplatziert. Nach Aiguelles fließt der Guil zunächst wieder in einem offenen Geröllbett in einem breiten Tal (s. Bild unten; kurz vor der folgenden Klamm). |
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2,5 Kilometern nach dem unteren Dorfende von Aiguelles wird das sowohl landschaftlich und auch wildwassertechnisch interessanteste Stück des Oberen Guils erreicht. Es kündigt sich durch eine alte steinerne Brücke an (s. Bild unten). Der Flussraum verengt sich, die Berge treten von beiden Seiten näher an den Fluss heran und bilden auf einem kurzen Stück eine kleine Klamm. Die Verblockung und das Gefälle nehmen deutlich zu (s. beide Bilder unten). Die Schwierigkeiten dieses Stückes liegen bei mittleren Wasserständen bei WW III+ (… bei sommerlichen Niedrigwasserständen etwas geringer). |
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Nach einem Kilometer öffnet sich der Flussraum wieder. Die Schwierigkeiten lassen etwas nach. Nach einigen Flussbiegungen taucht in der Ferne, ganz am Ende des Tals, auf einem Hügel die Burg von Chateau-Queyras auf (s. Bild unten) - ein eindrucksvolles Landschaftsbild! |
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Etwas vor der vor dem Hügel gelegenen Straßenbrücke muss dann am rechten Ufer die Wildwassertour beendet werden. Wer Lust hat, kann sich vor der Rückfahrt zu Fuß noch kurz den eindrucksvollen `Burggraben´ unterhalb der Burg ansehen. Die oben genannte Straßenbrücke führt auf die linke Flussseite. Von hier bis zur nächsten relativ nah gelegenen Straßenbrücke hat man teilweise einen interessanten Blick in die tief unten liegende, nur wenige Meter breite Klamm mit Schwierigkeiten von WW IV (V-). Natürlich ist auch ein Besuch der Burg lohnenswert. Hinweis: Alle Fotos und Infos basieren auf den 19. Juli 2005. Der Flussabschnitt hatte an diesem Tag einen sehr niedrigen Wasserstand und war erst 4 Kilometer unterhalb von Abries bis auf das Wehr in Aiguelles durchgehend befahrbar. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände. |
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Dieser 9 Kilometer wildwassertechnisch sehr interessante und auch landschaftlich beeindruckende Abschnitt führt durch die Schlucht `Combe du Queyras´. Im Juni 2000 hat eine große Flut den Flussabschnitt in vielen Teilen vollständig verändert. Die im DKV-Führer Südfrankreich (Fassung von 1999) enthaltene Beschreibung ist daher nicht mehr aktuell! Die Ausstiegstelle für diesen Abschnitt befindet sich ca. 6 Kilometer oberhalb vom Ort Guillestre. Auf der kurvenreichen Fahrt von Guillestre flussaufwärts durch eine imposante Schlucht wird nach 5,5 Kilometern ein kleiner Stausee erreicht. Kurz danach quert die Straße D 902 den Guil. Etwas oberhalb der Brücke steht zwischen dem Straßenrand und dem Fluss ein Schotterstreifen zum Parken (> N 44° 40' 55'', E 06° 41' 51'' = nur ungefähre Lage) zur Verfügung. Hier kann später die Wildwassertour beendet werden. Aufgrund der teilweise sehr steilen Böschung und damit später die Ausstiegstelle nicht verpasst wird sollte die Ausstiegstelle vor der Weiterfahrt zur Einstiegstelle kurz erkundet werden. Angeblich soll sich hier die Ausstiegstelle auch durch eine Tafel über dem Fluss markiert sein. Danach geht es die D 902 weiter flussaufwärts. Nach ca. 2,5 Kilometern wird ein 100 m langer Straßentunnel erreicht. Direkt davor zweigt eine kleine `Straße´ rechts ab. Hierbei handelt es sich um die alte nicht mehr in Betrieb befindliche Talstraße. Die Straße endet nach 80 Metern. Im Verlauf der `Straße´ können die Fahrzeuge abgestellt werden (> N 44° 41' 56'', E 06° 42' 37''). 50 Meter oberhalb des Endes der Straße befindet sich der so genannte `Schlitz´ (WW V; s. vorletztes Bild auf dieser Seite). Diese Stelle sollte schon auf der Anfahrt hinsichtlich einer möglichen Befahrung oder hinsichtlich der möglichen Ausstiegstelle für eine Umtragung erkundet werden. Bei niedrigen Wasserständen beenden gelegentlich einige Kajakfahrer später bereits hier die Wildwassertour. Auf der Weiterfahrt zur Einstiegstelle flussaufwärts quert die D 902 nach 5-6 Kilometern wieder den Guil. Die Straße verläuft nun am linken Ufer der nun steiler werdenden Guil. Ca. 1 Kilometer oberhalb der Brücke liegt die übliche Einstiegstelle der `Mittleren Guil´. Hier befinden sich auch die bekannten und auffälligen `Guiltreppen´ (s. übernächstes Bild). Direkt auf der Flussseite und auf der dem Fluss gegenüberliegenden Seite der Straße stehen jeweils eine kleine Schotterfläche zum Parken zur Verfügung (> N 44° 43' 39'', E 06° 45' 51'' = nur ungefähre Lage). |
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. Je nach Können des Paddlers kann der Einstieg entweder ca. 100 m oberhalb oder ca. 40 m unterhalb der `Guiltreppen´ erfolgen. Um zum Flussniveau zu gelangen steht teilweise ein Trampelpfad zur Verfügung, teilweise ist auch wenig `Klettern´ notwendig (s. Bild rechts). |
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Wer die steilen `Guiltreppen´ und den darüber liegenden hohen Abfall noch befahren möchte und oben einsteigt, den erwarten bei mittleren Wasserstand für dieses kurze Stück Schwierigkeiten von WW IV-V. Vorsicht! Die am Ende der `Guiltreppen´ am rechten Rand befindlichen `Schleierfälle´ sind unterspült, die Strömung zieht teilweise zu den Fällen (s. Bild oben). Die Schwierigkeiten des nachfolgenden bis zu 9 Kilometer langen Wildwasserabschnittes liegen bei mittleren Wasserständen bei WW III und IV (… bei sommerlichen Niedrigwasserständen natürlich etwas geringer). Auf dem ersten Kilometer fließt der Guil durch eine mächtige Schlucht mit teilweise fast senkrechten Wänden (s. vorvorheriges Bild). Nur die Straße D 902 begleitet hier oberhalb der Böschung den Fluss. Hier findet man mit starker Verblockung und einige etwas unübersichtlichen, wuchtige Abfällen das schwerste längere Stück der `Mittleren Guil´ vor. Ein Abfall folgt dem nächsten .... (s. Bild unten). |
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. Nach der Straßenbrücke lassen die Schwierigkeiten etwas nach (s. Bild rechts). Wer sich den ersten schwereren Teil noch nicht zutraut, kann auch direkt unterhalb der Brücke die Wildwassertour beginnen. Die steile Schlucht wird nachfolgend nun durch ein V-förmiges Waldtal ersetzt.. |
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1 Kilometer nach der Straßenbrücke nehmen die Schwierigkeiten mit etwas stärkerer Verblockung auf 3 Kilometer wieder etwas zu. Alles ist aber deutlich weniger steil als wie auf dem ersten Kilometer des `Mittleren Guils´ (s. Bild oben). Hiernach muss dann an einem gewaltigen Bergrutsch auf der linken Seite die Fahrt auf 100-150 Meter unterbrochen werden. Die Geröllmassen haben hier das Wasser des Flusses teilweise in den rechts liegenden Auenwald abgelenkt (s. Bild unten). Da der Auenwald aufgrund der eng stehenden Bäume nicht befahrbar ist, muss dieser Bereich über den breiten Fuß des hier flachen Geröllhangs umtragen werden. |
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Bei einem entsprechenden Wasserstand, nach Erkundung und je nach Situation (die sich immer wieder ändert!) wurde der Geröllblockstreifen zwischen dem Ufer und dem Wald in den vergangenen Jahren vereinzelnd auch schon befahren (WW V?). Danach nimmt der Schluchtcharakter wieder etwas zu. |
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. 1 Kilometer nach dem Bergrutsch muss dann rechtzeitig vor dem `Schlitz´ (s. Bild rechts; je nach Wasserstand WW V) angelandet werden. Obwohl direkt vor dem `Schlitz´ noch eines
der wenigen Kehrwasser zur Verfügung steht, steigen die meisten Paddler sicherheitshalber
bereits ca. 50 m vorher am rechten Ufer aus. |
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Am rechten Ufer können die Kajaks gut bis hinter den `Schlitz´ getragen werden. Wer den `Schlitz´ nicht fährt, kann die Wildwassertour kurz danach wieder fortsetzen. |
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. Die restlichen 2,5 Kilometer sind offener und haben ein etwas geringeres Gefälle als die bisherigen Kilometer (s. Bild rechts). Erst einige hundert Meter vor dem Ausstieg warten überraschend noch zwei etwas größere Abfälle auf den Paddler. |
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Rechtzeitig vor der nachfolgenden Straßenbrücke, an der die Straße D 902 wieder auf die linke Flussseite wechselt und dem nachfolgenden Stausee, ist dann die Wildwassertour am rechten Ufer zu beenden. Eine Befahrung des Stausees ist ab der Straßenbrücke verboten. Hinweis: Alle Fotos und Infos basieren auf den 23. Juli 2005. Der Flussabschnitt hatte an diesem Tag einen niedrigen Wasserstand. Der Abschnitt wurde lediglich bis zum `Schlitz´ befahren. Alles war bis auf den Bereich des Bergrutsches durchgehend befahrbar. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände. |
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