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Guisane

Hochalpen / Frankreich

Beliebter Gletscherfluss mit einem etwas leichteren Abschnitt in einem weitem Tal und einem schwereren Abschnitt in einer schönen Waldschlucht.

Die Guisane liegt in den französischen Hochalpen, ca. 150 Kilometer südöstlich von Grenoble. Wer im Sommer die Guisane paddelt, wird in der Regel auch die Durance, die Guil, die Gyronde und zumeist auch die südlich gelegene Ubaye befahren. Von Deutschland wird die Durance-Region entweder über Grenoble oder auch über Turin angefahren.

Die Durance wird im Wesentlichen von der Guisane gespeist, die wiederum über eine Quelle in 2060 m Höhe bzw. von bis zu 3660 m hohen Gletschern des Massif des Ecrins mit reichlich Wasser versorgt wird. Nach 36 Kilometern mündet die Guisane in der Stadt Briancon in die zumeist weniger Wasser führende Durance.

Der Wasserstand und damit die Möglichkeit einer Befahrung der Guisanne, der Durance und der anderen Durancezuflüsse kann im Internet bei www.bfk05.com abgefragt werden. Die Wasserstände werden hier während der Saison jedoch nur unregelmäßig in ein- bis zweiwöchigen, manchmal auch nur größeren Abständen aktualisiert.

Neben dem Campingplatz `Camping Municipal Le Rabioux´, an der bekannten Spielstelle Rabioux, ca. 2 km nordöstlich von Chateauroux, gibt es im Durancetal und den benachbarten Tälern eine Vielzahl von weiteren Campingplätzen. Direkt an der Guisane in Chantemerle liegt der `Camping Serre-Chevalier´.

Abschnitt:

Le Casset - Chantemerle

Länge und Schwierigkeit:

10 km WW II-III(+)

DKV-km:

km 20 - km 30

Befahrbarkeit:

zumeist ganzjährig

am Besten Mai u. Juni

Landschaftsbewertung:

2-(3)

Die Einstiegstelle für den leichteren Abschnitt der Guisane liegt in der Nähe des Dorfes Le Casset.

Von Briancon der N 91 bis einige hundert Meter nordwestlich dem Ort Le Monetier-les-Bains folgen. Hier zweigt eine auffällig gradlinig verlaufende Straße durch das weite Tal links nach Le Casset ab. 100 m vor dem Dorf Le Casset führt ein kleiner Fahrweg zu Parkmöglichkeiten (> N 44° 59' 05'', E 06° 29' 05'') in einen Wald. Von hier können die Kajaks die wenige Meter zur Guisane getragen werden.

Schon bald nach Fahrtbeginn öffnet sich der Wald und die Guisane fliesst durch ein offeneres Tal. Zeitweise bieten hier mäßig-schwere Blockstrecken und einige schöne Kehrwasser, Wellen und Walzen etwas Abwechslung (s. Bild unten).

Später fließt die Guisane dann auf 1 km Länge zwischen breitere Kiesbänke (s. Bild unten).

Am Ende dieser Kiesbänke, noch rechtzeitig vor der folgenden Einengung, sollte an der linken Kiesbank angelegt werden und der nachfolgende 200 m lange Katarakt (WW III+) vom linken Ufer erkundet werden (s. Bild unten). Dieser Katarakt folgt etwa 4 Kilometer nach Fahrtbeginn. Ein Trampelpfad führt an der linken Böschung zwischen dem Fluss und der oben liegenden Straße längs.

Das schwerste Stück des Kataraktes befindet sich bereits auf den ersten 50 Metern (s. Bild unten).

Danach nimmt die Verblockung wohl ab, die Strömungsgeschwindigkeit bleibt aber sehr hoch (s. Bild oben). Lediglich 2-3 kleine Kehrwasser bieten auf diesem Stück eine kurze Ruhepause und die Möglichkeit die nachfolgende optimale Fahrroute zu erkunen. Wer hier am Anfang des Kataraktes bereits schwimmt wird meistensdurchschwimmen. Bei höheren Wasserständen kann der Katarakt WW IV erreichen. Das ganze Stück kann ggf. auch über den Trampelpfad am linken Ufer umtragen werden.

Danach wird es langsam wieder etwas leichter (s. Bild unten). In Abständen unterbrechen auf den nächsten Kilometern einige etwas schwierigere Stellen die Fahrt.

Nach 1,5 Kilometern wird eine niedrige Stufe erreicht (s. Bild unten), die gut zu befahren ist und evtl. nur bei höheren Wasserständen stärker rückläufig werden kann.

3 Kilometer nach dem Katarakt wird der Ort Villeneuve durchfahren. Hier quert der Fluss zweimal die N 91. Einige Cafes und Restaurants liegen hier mit ihren Gärten - leider etwas erhöht - direkt am Fluss. Danach geht es noch einmal auf ein Kilometer duch ein schönes Waldstück.

Kurz vor dem Ort Chantemerle befindet sich bei einer Raftstation die übliche Ausstiegstelle für den leichteren Abschnitt der Guisane. Da sich 300 m unterhalb der Ausstiegstelle ein gefährliches Wehr befindet, sollten die Kehrwasser der Ausstiegstelle vor der Fahrt mit dem PKW zur Einstiegstelle genau erkundet werden.

Die kleine Raftstation befindet sich direkt am nordwestlichen Ortseingang von Chantemerle. Hier zweigt eine Straße auffällig spitz von der N 91 ab. Am Anfang der Straße liegt das Gelände der Raftstation, dahinter Parkmöglichkeiten (> N 44° 56' 10'', E 06° 35' 01'') für Kajakfahrer und andere. Bitte nicht auf dem Gelände der Raftstation Parken und die Kajaks zügig durch das Gelände dieser Anlage tragen.

Hinweis: Alle Infos sind von der letzten Befahrung am 04. August 2010. Die Infos und die Fotos sind von Mathias Dieckmann. Das erste Foto ist auch von diesem Tag, alle anderen vom 18. und 22. Juli 2005. Alle Fotos zeigen den Abschnittt bei einem niedrigen Wasserstand. Alles war durchgehend befahrbar. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

Abschnitt:

Waldschlucht

Chantemerle - Briancon

Länge und Schwierigkeit:

6 km WW IV(+)

DKV-km:

km 30 - km 36

Befahrbarkeit:

ganzjährig

am Besten Juni u. Juli

Landschaftsbewertung:

2

Eine herrliche Wildwassertour durch die Waldschlucht vor Briancon!

Nach dem leichteren Abschnitt auf der oberen Guisane folgt ab Chantemerle der schwere Abschnitt, die Waldschlucht. Eigentlich handelt es sich hierbei weniger um eine Schlucht, als um ein tiefer eingeschnittenes Waldtal. Erst kurz vor Briancon entwickelt sich das schmale Flusstal zu einer kleinen Schlucht. Dennoch verläuft hier die Guisane auf zumindest 2,5 Kilometer weit abseits der Straßen. Nur ein Wanderweg begleitet am linken Ufer diesen landschaftlich und insbesondere wildwassertechnisch interessanten Abschnitt.

Leider wird die Fahrt in Chantemerle und in Briancon durch drei Wehre bzw. künstliche Einbauten beeinträchtigt. Unter Berücksichtigung dieser Stellen wird üblicherweise auch die Wahl der Ein- und Ausstiegstelle getroffen.

Wer an der Raftstation am oberen Ende von Chantemerle die Fahrt beginnt oder fortsetzt der hat zunächst einen künstlichen Abfall und nachfolgend ein Wehr zu überwinden. Der Abfall folgt bereits nach 300 Metern und wird mit Schildern rechtzeitig angekündigt. Es handelt sich hierbei um einen mit scharfkantigen Beton- und Felsblöcken versehende, steile Gefällbremse. Der Abfall befindet sich am Ende einer Straßenbrücke und sollte vor einer evtl. Befahrung zuvor besichtigt werden. Von manchen Kajakfahrern wird der Abfall befahren, von anderen von einem Kehrwasser direkt vor der Brücke über das rechte Ufer auf 50 m umtragen. Im Juli 2005 befand sich hier eine große, eingezäunte Brückenbaustelle. Eine Besichtigung des Abfalls war zu dieser Zeit so gut wie nicht möglich.

Wer hier erst die Befahrung beginnen will, findet die Brücke in Chantemerle ungefähr auf der Höhe der großen Seilbahn. Am rechten Ufer (> N 44° 55' 56'', E 06° 35' 12''), etwas unterhalb der Brücke, führt ein Trampelpfad zum Fluss.

Mit Fortsetzung der Fahrt folgt schönes, mäßig-schwer verblocktes Wildwasser um WW III. Nach 1,5 Kilometern folgt dann ein hohes, steckgefährliches Schrägwehr (s. Bild unten).

Die Lage wird rechtzeitig an entsprechenden Beschilderungen und an einem Schott am linken Ufer erkannt. Dieses Wehr wird über das rechte Ufer auf 100 m umtragen. Wer erst hier die Wildwassertour beginnen will, erreicht die Einstiegstelle über den Ort St. Chaffrey. Vom Ort aus unter der N 91 hindurch zur Brücke am Fluss und dann 300 m am anderen Flusufer flussaufwärts fahren (> N 44° 55' 33'', E 06° 35' 50'').

Nach dem Schrägwehr bleiben die Schwierigkeiten zunächst noch bei WW III. Ab der nächsten kleinen Straßenbrücke beginnt dann die eigentliche Waldschlucht und die Schwierigkeiten nehmen deutlich zu.

Aufgrund des kontinuierlich guten Gefälles bietet der Fluss nun eine durchgehend schnelle Strömung, eine stärkere bis starke Verblockung, immer wieder Abfälle von bis zu ein Meter Höhe, dahinter liegende wuchtige Walzen und nur wenige, kleinere Kehrwasser. Die Schwierigkeiten liegen bei mittleren Wasserständen bei (wuchtigen) WW IV(+). Baumhindernisse sind nie auszuschließen. Das besondere an diesem Abschnitt ist die fast gleichmäßig hohe Intensität der Schwierigkeiten. Ruhepausen bietet dieser 2,5 Kilometer lange Abschnitt kaum.

Auch bei sommerlichen Niedrigwasserständen ist dieser Abschnitt sehr lohnenswert. Die Schwierigkeiten liegen dann nur noch bei WW III-IV (s. Bilder oben und unten), bieten aber auch dann eine durchgehende wenn auch verminderte Intensität. Die Felsblöcke sind dann leicht aber für eine Befahrung zumeist ausreichend überronnen. Die Walzen sind dann gut zu befahren.

Nachdem nach 2,5 Kilometern Waldschlucht wieder eine Brücke unterfahren wurde, lassen die Schwierigkeiten nach (WW III-II). Nach 500 m folgt die nächste Brücke.

Nach einem weiteren Kilometer wird schließlich die Straßenbrücke der Nationalstraße N 91 unterfahren. Direkt danach wird an einem alten niedrigen Wehr ein Teil des Wassers am rechten Ufer über einen offenen Kanal abgeleitet. Zumeist wird die Fahrt hier am Wehr beendet. Die Kajaks können über die Kanalmauer ans rechte Ufer, die Böschung hoch zu einer kleinen Straße getragen werden. Hier stehen ausreichende Parkmöglichkeiten (>
N 44° 53' 53'', E 06° 37' 45'') zur Verfügung. Die kleine Straße zweigt zwischen der auffälligen Seilbahn von Briancon und der vorgenannten Straßenbrücke von der N 91 in Richtung Fluss ab.

Hinweis: Alle Fotos und Infos basieren auf den 22. Juli 2005. Der Flussabschnitt hatte an diesem Tag einen guten niedrigen Wasserstand. Abgesehen von den Wehren war alles durchgehend befahrbar. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

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