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Vorderrhein

Graubünden / Schweiz

Einer der Klassiker in den Alpen mit einer imposanten Kalksteinschlucht!

Der Vorderrhein ist einer der landschaftlich interessantesten Flüsse der Schweiz. Er entspringt in 3000 m hohen Bergen in der Nähe des Gotthardtunnels. Einige Kilometer unterhalb der Stadt Ilanz bis kurz vor Reichenau durchbricht der Fluss die große Flimser-Schlucht. Das besondere an dieser Schlucht sind die riesigen Bergsturzzonen, bei denen das typische weiße Kalkgestein freigelegt wurde (s. Bild unten). In Reichenau verbündet sich der Vorderrhein mit dem von Süden hinzufließenden Hinterrhein zum Rhein.

Die nachfolgend beschriebenen Abschnitte der ganzjährig befahrbaren Flimser-Schlucht liegen ca. 80 km südlich vom Bodensee, 10 km westlich der Stadt Chur. Aus Deutschland sind diese Abschnitte am schnellsten über Zürich und die Autobahn N 3 oder über Bregenz und die Autobahn N 13 zu erreichen.

Der Wildwasserfahrer wird sich evtl. eher auf die erste Hälfte der Flimser-Schlucht, d.h. auf den Abchnitt von Ilanz bis Versam, konzentrieren, der sportliche Wanderfahrer dagegen nur auf die zweite Hälfte, d.h. auf den Abschnitt von Versam bis Reichenau. Aber auch beim ersten Abschnitt lassen sich die schwersten Stellen meistens etwas Umfahren. Landschaftlich lohnend sind beide Abschnitte gleichermaßen! Abgesehen von einem Wanderweg (der wohl im Frühsommer 2011durchgehend fertiggestellt sein dürfte) und der gelegentlich immer wieder aus Tunneln auftauchenden Eisenbahn verläuft der Vorderrhein nach einigen Kilometern hinter Ilanz bis Reichenau völlig einsam. Aber auch der nicht ganz so populäre Oberlauf des Vorderrheins, z.B. zwischen Compadials und Tavanasa, bietet im Frühsommer sehr interessantes, lohnenswertes Wildwasser.

Da die Bahnstrecke zwischen Ilanz und Reichenau immer parallel zum Fluss verläuft, ist das Umsetzen mit der Bahn empfehlenswert. Zwischen Versam und Ilanz ist dieses sogar sehr gut mit Kajaks möglich.

Der aktuelle Wasserstand und damit die Möglichkeit einer Befahrung der Flimser-Schlucht kann aktuell über das Internet bei www.bwg.admin.ch unter der Pegelstation `Vorderrhein-Ilanz´ abgefragt werden. Nach kajak.at bedeuten dabei folgende Wassermengen folgende Wasserstände: NW: 25 cbm, MW: 50 cbm, HW: 80 cbm. An den Wochenenden wird oft etwas weniger Wasser abgegeben als werktags. Für den Oberlauf von Compadials bis Tavanasa existiert leider kein Pegel.

In der Vorderrhein-Region existieren eine Vielzahl von Campingplätzen: `Camping Trun´, `Camping Flims´, `Camping Trin-Mulin´ (östl. Flims), `Camping Carrera´ (westl. Versam) sowie im Hinterrheintal bei Thusis `Camping Via Mala´.

Abschnitt:

Oberer Vorderrhein

Compadials - Tavanasa

Länge und Schwierigkeit:

9,3 km WW II-III (III+, IV)

DKV-km:

km 22,5 - km 31,8

Befahrbarkeit:

bis Juli

Landschaftsbewertung:

2

Nicht so bekannt wie die Flimser-Schlucht und auch nicht so häufig fahrbar ist dieser Abschnitt des oberen Vorderrheins. Er bietet zumeist bis zum Anfang des Sommers sehr interessantes Wildwasser im mittleren Schwierigkeitsbereich.

Der Einstieg wird wie folgt erreicht: Zunächst fährt man auf der Straße Nr. 19 bis zum Dorf Somvix (Sumvitg). Hier zweigt am westlichen Ende des Dorfes eine Straße zum tief unten im Tal gelegenen Dorf Compadials ab. Dieser Straße bis hinter dem Dorf folgen. Hier quert die Straße den Fluss. Eine gute Einstiegstelle befindet sich am rechten Ufer ca. 100 m flussaufwärts in der Nähe eines einzeln stehenden Gebäudes (> N 46° 43' 18'', E 08° 54' 49'').

Ab hier bis zum Campingplatz von Trun folgen in regelmäßigen Abständen leicht bis mäßig-schwer verblockte Schwallstrecken (s. Bild unten) mit vielen Kehrwässern in einem offenen Flussbett. Bei normalen Wasserständen bietet dieser Abschnitt sehr viele schöne Übungs- und Spielstellen für Paddler, die sich im mittleren Schwierigkeitsbereich zu Hause fühlen.

Nach 3 Kilometer durchfließt der Vorderrhein vorübergehend zwischen breiten Kiesbänken (s. Bild unten).

Danach folgt wieder herrliches Wildwasser. Hier einer der gefällstärksten Schwälle (s. Bild unten).

An einer Flussteilung sollte lieber der linke Arm und nicht der rechte in der Außenkurve liegende Arm gewählt werden, da das Wasser des rechten Armes gefällstark und verblockt, aber auch etwas steckgefährlich beim Zusammentreffen mit dem linken Arm hinunterstürzt (s. Bild unten; am linken Bildrand).

Auf längeren Strecken immer wieder schöne, übersichtlich Verblockung.

Der übliche Ausstieg bei Trun befindet sich direkt vor, ggf. auch noch nach der Blockwurfstufe (s. Bild unten) am Truner Campingplatz (> N 46° 44' 28'', E 08° 59' 40''). Diese Blockwurfstufe war früher extrem steckgefährlich, nach Hochwasserereignissen hat sich dieses inzwischen geändert. Zumindest bei bis zu mittleren Wasserständen kann die Stufe ganz links auf der sehr schmalen Stromzunge befahren werden (WW IV).

Insbesondere bei mehr als mittleren Wasserstand sollte die Stelle unbedingt vor der Befahrung angesehen werden. Außerdem kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich diese Stufe nach dem nächsten Hochwasser nicht wieder verändert.

Wer auf dem Campingplatz seinen Standort hat, beendet hier (DKV-km 29,5) nach 7 Kilometern zumeist die Tour. Man kann aber auch noch 2,3 Kilometer dranhängen und erst am Kraftwerk von Tavanesa die Tour beenden.

Bald nach der Stufe verläuft der Vorderrhein auf fast einem Kilometer durch ein großes Kiesbett mit dem entsprechend niedrigen Schwierigkeiten. Dann kurz vor der Straßenbrücke der Talstraße nehmen die Schwierigkeiten mit mäßig-schwerer Verblockung, teilweise auch einem Schwall mit kleinen Stufen vorübergehend zu (bis WW III+; s. Bild unten).

Nach einer Erholungspause folgt dann zum Ende des Abschnittes ein langer, stärker verblockter Schwall (WW IV; s. Bild unten).

Der Ausstieg befindet sich dann im Bereich des Rückstau des großen unfahrbaren Wehres von Tavanasa (> N 46° 44' 59'', E 09° 02' 14''). Hier kann am linken Ufer an einer kleinen Treppe oder auch schon einige Meter davor die Fahrt beendet werden.

Um die oberhalb liegende Parkmöglichkeiten zu erreichen ist das Kraftwerksgelände zu befahren. Dieses ist nicht abgesperrt. Auch Wanderer, Radfahrer queren das Gelände. Von der Hauptzufahrt auf der Talstraße das ganze Gelände flussabwärts durchfahren und hierbei noch über eine der beiden Brücken die Flussseite zu wechseln.

Hinweis: Alle Infos zu diesen Flussabschnitt basieren auf den 31. Juli 2010. Die Fotos bis einschließlich der Stufe bei Trun sind vom 25. Juni 2009. Am Tag dieser Fotos hatte der Flussabschnitt einen nicht ganz mittleren Wasserstand. Die letzten beiden Fotos sind vom 31. Juli 2010. Am Tag dieser Fotos hatte der Flussabschnitt einen Wasserstand, der zwischen niedrig und mittel lag. Alles war durchgehend befahrbar. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände. Infos und Fotos von Mathias Dieckmann.

Abschnitt:

Flimser Schlucht - 1. Hälfte

Ilanz - Versam

Länge und Schwierigkeit:

10 km WW II-III

DKV-km:

km 46,5 - km 56,5

Befahrbarkeit:

ganzjährig

Landschaftsbewertung:

2-1

Der Einstieg für die Flimser-Schlucht kann in der Nähe des Bahnhofes (> N 46° 46' 31'', E 09° 12' 32'') von Ilanz erfolgen. Hier sind jedoch Parkgebühren zu bezahlen oder die Paddeltour ist mit einer Bahnfahrt zu kombinieren. Wer hier den Bahnhofsparkplatz flussbwärts fährt und dann dem kleinen Fahrweg zum Fluss folgt, kann an einem Rafteinstieg die Kajaks direkt am Vorderrhein abladen (> N 46° 46' 35'', E 09° 12' 34'').

Eine weitere Einstiegstelle befindet sich am östlichen Ortsrand von Ilanz in Richtung Versam an der Straßenbrücke (> N 46° 46' 27.5'', E 09° 12' 40.0'') über dem Fluss Glenner. Hier an der Straßeneinmündung stehen jedoch nur sehr wenige Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Beim Abstellen der Fahrzeuge im Einmündungsbereich der kleinen nach Süden abzweigenden Straße sollte daran gedacht werden, dass hier häufig LKW´s abbiegen. Weitere Fahrzeuge können auf einem privat aussehenden Parkplatz südöstlich der Einmündung hinter einer Halle abgestellt werden. Die einfachste Einstiegstelle befindet sich auf der westlichen Seite der Glennerbrücke, einige Meter flussabwärts. Hier werden auch die Rafts von Raftunternehmen zu Wasser gelassen.

Nach 150 Meter auf dem schmalen Glenner mit schneller Strömung und leichter Verblockung wird der breite Vorderrhein mit seinem offenen Charakter und seinem am Anfang noch breiten Kiesbänken erreicht.

Bei mittleren Wasserständen kündigt er sich hier an der Einmündung des Glenners schon mit hohen Wellen an. Auch auf den folgenden Kilometern befinden sich immer wieder Passagen mit hohen und wuchtigen Wellen aber auch längere ruhigere Fließabschnitte.

Auf den ersten Kilometern strömt der Vorderrhein noch durch ein sehr breites Tal. Eigentlich gibt es in der Flimser-Schlucht kaum Verblockung. Einige wenige große Felsblöcke können fast immer in größeren Abständen umfahren werden. Die hohen Wellen sind jedoch nicht zu unterschätzen. Die gelegentlich hier in den Schwällen befindlichen kräftigen Walzen und Löcher können bei ein wenig Aufmerksamkeit zumeist immer oder zumindest über nicht ganz so kräftige Walzen umfahren werden.

Nach 1,5 Kilometern sollte man sich auf der Höhe eines Kieswerkes vorsichtig an einen ehemaligen breiten Blockwurf herantasten (s. Bild unten; Foto von August 2006; hier bestand der Blockwurf in der Mitte schon nicht mehr vollständig).

Dieser Blockwurf war im Juni 2009 inzwischen komplett durchbrochen. Bis auf den Rändern bestehen hier momentan nur zwei kurz hintereinander folgende kräftige Schwälle (s. Bild oben) mit teilweise höheren Wellen. Üblicherweise wird hier zuvor angelandet und die Situation und die mögliche Fahrroute erkundet. Auch da sich die Situation jederzeit wieder ändern kann, evtl. der Blockwurf auch wieder angelegt wird.

Aktuelle Info hierzu von Benjamin Nuber: Der genannte Blockwurf 1,5 Kilometer nach dem Einstieg existiert wieder! Wir sind am 30.06.2012 zweimal die Schlucht gefahren. Einmal bei ca. 80 m³ und einmal bei 100 m³. Bei beiden Wasserständen teilte sich der Fluss vor dem Blockwurf in einen rechten, einen linken und einen mittleren Arm. Dazwischen war eine Kiesbank. Vor dem mittleren Arm war das Wasser allerdings sehr flach. Rechts zieht die Strömung auf eine offene Stelle im Blockwurf, die aber aussieht, als ob sie nur schwierig und/oder gefährlich zu befahren ist. Es waren mehrere Paddler anwesend und wir haben keinen gesehen, der die rechte Durchfahrt gewählt hat. Links existierte eine schmale leichtere Durchfahrt. Vor einer Befahrung auf jeden Fall vorher anlegen (am besten an der Kiesbank in der Mitte) und besichtigen.

Im weiteren Verlauf der Fahrt liegen vereinzelnd große Felsblöcke in der Strömung, einige kräftige Schwälle (s. Bild unten) mit leichter Verblockung bilden höhere Wellen.

Der Vorderrhein fließt nun durch ein langsam enger werdendes Waldtal. 2,5 Kilometer nach dem Blockwurf werden die Ufer steiler und rücken näher an das Flussbett heran. Es beginnt die eigentliche Flimser-Schlucht. Im weiteren Verlauf tauchen die ersten beeindruckenden fast weißen Felswände aus Kalkgestein auf (s. Bilder unten).

5 Kilometer nach dem Blockwurf heißt es dann aber unbedingt aufpassen und rechtzeitig anlanden.

Von Weitem wird eine Talaufweitung mit einer riesigen Kiesbank sichtbar. Evtl. liegt diese Kiesbank etwas versteckt hinter Kiesaufschüttungen und Felsblöcken, die der Uferbefestigung dienen. Der Fluss macht davor eine Linkskurve. Hier sollte unbedingt am rechten Ufer, unmittelbar vor der Linkskurve bzw. vor Beginn der Kiesbank, angelandet werden und die nachfolgenden rund 300 Meter erkundet werden. Im Juni 2009 existierten hier am Ufer nur sehr kleine Kehrwasser an den hier befindlichen großen Felsblöcken. Vorsicht bei größeren Gruppen.

Wichtiger Hinweis: Nach einer Info von Felix Hönig vom 14.09.2010 hat sich inzwischen die Situation am nachfolgenden sogenannten `Schwarzen Loch´ wieder total verändert:

Der Carreratobel hat so viel Geröll und Schlamm in den Vorderrhein gespült, dass der Stromzug jetzt wieder auf der linken Seite läuft. 20m vor dem schwarzen Loch teilt sich der Strom, der Hauptstrom geht rechts am `Schwarzen Loch´ vorbei, der linke Teil zieht voll auf das `Schwarze Loch´ zu. Die Stelle ist ein leichter IIIer - sollte aber unbedingt vorher angesehen werden, momentan ändert sich sehr viel.

Nachfolgend die im Juni 2009 erstellte, aber inzwischen überholte Beschreibung des nachfolgenden Teilstückes:

Früher folgte hier unmittelbar nach der Linkskurve eine wuchtige Gefällstrecke, die am Ende direkt in dem berüchtigten `Schwarzen Loch´, einer stark angeströmten und teilweise unterspülten riesigen Felswand, endete. Inzwischen hat sich die Situation hier vollkommen geändert. Das `Schwarze Loch´ stellt momentan keine Gefahr dar, da zwischen diesem und dem Fluss eine breite Kiesbank liegt (s. Bild unten; bei Niedrigwasser).

Dennoch kann sich die Situation nach jedem Hochwasser wieder ändern. Deshalb die sollte Situation vor einer Befahrung diese Bereiches immer vorher erkundet werden! Siehe auch Hinweis zur Situation von September 2010 weiter unten.

Überholte Situation von Juni 2009 (bei mittleren Wasserstand): Am Anfang der Linkskurve teilt sich der Fluss in zwei Arme. Das Hauptwasser nimmt mit einem Schwall den rechten Arm (s. Bild unten; bei mittleren Wasserstand, wie auch bei den nächsten drei Bildern).

Dieser rechte Arm teilt sich nach ca. 150 m erneut, diesesmal in drei Arme. Die Rafter befahren hier i.d.R. den mittleren Arm (s. Bild unten).

Dort, wo dieser Arm nach einem leicht verblockten Schwall in einer scharfen Rechtskurve wieder mit den beiden vormaligen linken Armen zusammmenfliesst, befinden sich kurz hintereinander zwei sehr kräftige Walzen und schwierig zu befahrende Verschneidungen (s. Bild unten).

Einfacher ist es den rechten Arm zu wählen, der wohl einen sehr kräftigen Schwall aufweist (WW IV-; s. Bild unten), deren höhere Wellen aber am linken Rand etwas umfahren werden können.

Nach weiteren 3 Kilometern wird am rechten Ufer die erste mögliche Ausstiegstelle beim Bahnhof von Versam erreicht. Durch Schilder über dem Fluss wird dieses angekündigt.

Wichtiger Hinweis: Am 20.06.2002 ist beim Bahnhof von Versam ein riesiger Teil der Felswand losgebrochen und hat die Stromschnelle von Versam wesentlich verändert. Bis auf weiteres ist ein ca. 200 m langer Flussabschnitt, einschließlich die bisher übliche Anlegestelle offiziell gesperrt. Wer an der bisher üblichen Anlegestelle ausbooten oder hier weiterfahren will, sollte die Gefahrentafeln am Fluss beachten und oberhalb aussteigen bzw. den gekennzeichneten ca. 200 m langen Abschnitt des Vorderrheins umtragen. Da hier weitere große Abbrüche möglich sind, sollte man sich nicht länger als nötig im Gefahrenbereich aufhalten. Die Anlege- und Umtragestelle ist weithin sichbar mit zwei großen Schildern mitten über dem Fluss gekennzeichnet. Viele erfahrene Paddler befahren aber inzwischen diesen Abschnitt vorsichtig am rechten Flussrand wieder.

Alle Infos zu diesen Flussabschnitt basieren auf die letzte Befahrung am 26. Juni 2009. An diesem Tag war alles durchgehend befahrbar. Die Fotos wurden in verschiedenen Jahren, zumeist aber, wie die vier letzten, von der Situation beim `Scharzen Loch´, bei mittleren Wasserständen am 26. Juni 2009 aufgenommen. Der o.g. Pegel zeigte dabei um 50 cbm/sec an.

Alle Infos und Fotos (mit einer Ausnahme), einschließlich Titelfoto, von Mathias Dieckmann. Das Foto Nr. 6, vom `Schwarzen Loch´, ist von Holger Fischer.

Abschnitt:

Flimser Schlucht - 2. Hälfte

Versam - Reichenau

Länge und Schwierigkeit:

9,8 km WW II-I

DKV-km:

km 56,5 - km 66,3

Befahrbarkeit:

ganzjährig

Landschaftsbewertung:

1

Wer erst bei Versam einsteigt, hat die größten wildwassertechnischen Schwierigkeiten hinter sich, aber den zweiten Teil der imposanten Schlucht noch vor sich.

Der Bahnhof von Versam wird mit dem PKW erreicht, indem man am westlichen Rand der kleinen Ortschaft Versam in einer Kurve von der Hauptstraße abbiegt und der kleinen Straße zum ausgeschilderten Bahnhof (> N 46° 48' 26.0'', E 09° 18' 41.0'') weit unten im Tal folgt. Hier befindet sich auch die bekannte Kanuschule Versam, ein Kanu-Shop und ein empfehlenswerter Biergarten.

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Insgesamt ist dieser Abschnitt noch schöner als der Abschnitt oberhalb von Versam, da er noch länger an den hohen beeindruckenden Kalkfelsen vorbeiführt.

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Aber auch hier gibt es, zumindest am Anfang, noch den einen oder anderen Schwall mit höheren Wellen. Später nehmen die Fließstrecken immer mehr überhand.

Vor einzelnen an- und unterspülten Felswänden in den Außenkurven sollte ein wenig aufgepasst werden.

Das schwierigste auf diesem Abschnitt sind einzelne großen Verschneidungen und teilweise auch einzelne Pilze mit dem entsprechenden Kabbelwasser, das das Navigieren mit dem Kajak sehr erschwert und manchmal unberechenbar macht. Den Verschneidungen kann man oft nicht ausweichen. Auch für sportlich ambitionierte Wanderpaddler sind diese einzelnen Stellen nicht immer einfach zu befahren.

Aufgrund der Breite des Flusses ist für mögliche Schwimmer nicht so schnell möglich, das rettende Ufer zu erreichen. Das Bergen von Canadiern wird daher nicht so einfach.

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Die wildwassertechnischen Schwierigkeiten liegen zunächst noch bei bis zu WW II, gehen aber im weiteren Verlauf des Abschnittes auf bis zu WW I zurück.

Auf den letzten Kilometern treten die Schluchtwände aus Kalkgestein zurück. Der Vorderrhein fließt wieder durch ein engeres Waldtal.

50 vor einer schon von Weitem sichtbaren Straßenbrücke muß dann leider die Tour an der rechten langen Kiesbank beendet werden. Oberhalb befindet sich das weiträumige Gelände und das Gebäude eines Raftunternehmens. Kurz nach der Straßenbrücke fließt von rechts der Hinterrhein zum Vorderrhein hinzu.

Das Raftunternehmen (> N 46° 49' 29.0'', E 09° 24' 22.0'') bzw. die vorgenannte Straßenbrücke über den Vorderrhein ist am Schnellsten von der Schnellstraße Nr. 19 zu erreichen, in dem man auf der Höhe von Tamins entsprechend der Beschilderung nach Reichenau abbiegt. Kurz darauf wird dann auch schon die Brücke über den Vorderrhein überfahren.

Der Bahnhof Reichenau befindet sich übrigens einige hundert Meter östlich und ist schnell über zwei hintereinander folgende Straßenbrücken fußläufig erreichbar.

Alle Infos zu diesen Flussabschnitt basieren auf die letzte Befahrung am 26. Juni 2009. An diesem Tag war alles durchgehend befahrbar. Die Fotos wurden in verschiedenen Jahren und sowohl bei niedrigen als auch bei mittleren Wasserständen aufgenommen.

Alle Infos und Fotos von Mathias Dieckmann.

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