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Soca

Julische Alpen / Slowenien

Meldung vom 23. Juli 2011: An der Soca u. ihren Nebenflüssen sind 3-5 Kraftwerke geplant! Näheres und Hintergründe zu den Kraftwerks- und Staudammplänen an der wunderschönen Soca (Slowenien), hier, hier sowie hier.

Ein Paradies für Paddler! Kristallklares, türkisfarbenes Wasser, schneeweiße Felsen, üppiges Grün in vielen Farbnuancen, sehenswerte Klammen und ein wunderschönes Gebirgspanorama. Der bekannteste und beliebteste Wildwasserfluss in den Alpen!

Die Soca, im Italienischen auch Isonzo genannt, liegt im äußersten Nordwesten Sloweniens. Bezeichnend für die bis zu 2860m hohen Berge der Julischen Alpen ist das wildzerklüftete weiße Karstgestein. Im Laufe der Jahrtausenden sind in dem weichen Gestein riesige unterirdische Höhlen und im Verlauf des Flusses viele kleine Klammen entstanden.

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Entgegen anderen Regionen der Alpen ist hier der Flussraum und weitestgehend auch die Landschaft noch natürlich und unverbaut geblieben.

Gerade über die Feiertage und den Ferien zieht die Soca viele Wildwasserpaddler, sowohl Anfänger als auch Experten aus ganz Europa an. Jeder der einmal hier war, wird unermüdlich immer und immer wiederkommen!

Zentrum aller Wildwasseraktivitäten an der Soca ist der kleine Ort Bovec. Dieser ist von Deutschland/Österreich am schnellsten über das österreichische Villach, das italienische Tarvisio (Autobahnabfahrt Tarvisio-Nord), der Straße Nr. 54 und anschließend über den Predil-Pass (Passo del Predil) zu erreichen. Achtung: Ab Tarvisio nicht auf der Straße 54 in Richtung Kranjska Gora (Slowenien) fahren, sondern immer in Richtung Predil-Pass halten.

Übersicht zu den einzelnen Abschnitten der Soca

DKV-Kilometer

Abschnitts-
bezeichnung

Einstiegstelle / Ausstiegstelle

Länge

Schwierigkeit

neu

(alt)

06,0

(k.A.)

Obere Soca
(Befahrung verboten!)

E Str.-Brücke unterhalb Trenta

7,7 km

WW II u. II-III (IV+, VI)

13,7

(13,7)

A vor 2. Klamm

15,5

(k.A.)

2. - 3. Klamm

E nach 2. Klamm

5,5 km

WW II-III (IV, III+, IV)

21,0

(k.A.)

Hausstrecke

E nach 3. Klamm

1,5 km

WW II (III)

22,5

(21,0)

Koritnica - Cezsoca

A/E Mündung Koritnica

2,5 km

WW II (III)

25,0

(23,5)

Hausfrauenstrecke

A/E Str.-Brücke
Cezsoca

5,0 km

WW I-II

30,0

(29,0)

Log Cezsoški - Srpenica I

A/E Str.-Brücke Log Cezsoški

3,0 km

WW I-II

33,0

(32,0)

Srpenica I - Kieswerk

E vor Srpenica (S I)

2,5 km

WW I-III

35,5

(34,0)

Friedhofstrecke

E nach Srpenica
(S II), Kieswerk

2,8 km

WW III (+)

38,3

(34,5)

Slalomstrecke

A/E Ortsanfang Trnovo

0,7 km

WW IV

39,0

(35,0)

Große Schlucht

A Ortsende Trnovo

2,0 km

WW IV-V

41,0

(k.A.)

Abseilstrecke

E Blaue Lagune

4,2 km

WW III-IV

45,2

(k,A.)

Kobarid - Tolmin

A/E bei Kobarid

12,8 km

WW I

58,0

(54,0)

A bei Str.-Brücke Tolmin

Nach den geltenen Befahrungsregeln (Stand 2008) ist eine Befahrung der Soca erst ab der 2. Klamm und die hinzufließenden Koritnica erst ab der Festung Kluze in der Zeit vom 15. März bis 31.Oktober sowie nur zwischen 9 und 18 Uhr gestattet. Die Befahrungsregeln gelten bis zum Ort Tolmin. Es sind ausschließlich die auf den Tafeln vor Ort dargestellten offiziellen Ein- bzw. Ausstiegstellen (s. Übersicht oben) zu benutzen. Die Zuflüsse Boka, Ucja, Tolminka und Idrijca sind ganzjährig gesperrt.

Seit Sommer 2000 werden an der Soca und der Koritnica Gebühren für die Befahrung erhoben. Die Gebühren sollen u.a. für die Instandhaltung der Treppenstufen und der Parkplätze an den Ein- und Ausstiegstellen verwendet werden. Die entsprechenden Tickets können zum Beispiel als Tageskarte für 1,67 Euro oder als Wochenkarte für 7,09 Euro (Stand 2008) in der Touristikinformation von Bovec (täglich bis 17 Uhr geöffnet), aber auch an einigen weiteren Stellen im Socatal gekauft werden. Bei evtl. Kontrollen an den Ein- und Ausstiegstellen sind diese vorzuzeigen.

Der wichtigste Pegel der Soca befindet sich an der Straßenbrücke nach Log Cezsoški beim dortigen Ein-/Ausstieg. Dieser Pegel ist auch über das Internet, zum Beispiel über http://4-paddlers.com unter `Flussinfo > Online Pegel > Slowenien > Soca > Brücke Zaga´ (müsste hier eigentlich Brücke Log Cezsoški heißen) oder auch über eine slowenische Pegelseite abrufbar. Danach bedeuten:

ab 170 cm

Hochwasser

120 cm

Mittelwasser

70 cm

Niedrigwasser

Anmerkung: Diese Angaben gelten nur für die mittleren und unteren Abschnitte der Soca. Der Abschnitt oberhalb der 3. Socaklamm ist zumeist erst ab einem Pegel von mindestens 100 cm befahrbar. Für die Abschnitte von der 3. Klamm bis Log Cezsoški sind zumeist mindestens 90 cm erforderlich.

Die inzwischen vier Campingplätze (> N 46° 19' 50.5'', E 13° 34' 25.0'') an der Mündung der Koritnica, ca. 2 km südöstlich von Bovec, bieten sich als idealer Standort für die Befahrung der Soca und der kleinen Koritnica an. Falls nur die unteren Abschnitte der Soca befahren werden sollen, z.B. im Hochsommer, ist vielleicht auch einer der beiden Campingplatz nordöstlich von Kobarid, beidseitig der Abseilstrecke der Soca, interessant. Wenn möglich, sollte man die Soca und die Koritnica über die Pfingsttage und in den Sommerferien von Bayern und NRW meiden.

Soca-Karte

Abschnitt:

Obere Soca - Befahrung verboten!

Str.-Brücke unterhalb Trenta - 2. Klamm

Länge u. Schwierigkeit:

7,7 km WW II u. II-III (IV+, VI)

DKV-km:

km 6 - km 13,7 (DKV alt: k. A. - km 13,7)

Befahrbarkeit:

meist bis Mitte Juni

Landschaftsbewertung:

1

Achtung! Ab Sommer 2000 war dieser Abschnitt der Soca für eine Befahrung vorübergehend wieder freigegeben. Leider ist dieser Abschnitt seit 2004 wieder gesperrt. Wer hier dann erwischt wird, muss mit einer Strafe von ca. 125 Euro rechnen. Das ganzjährige Fahrverbot oberhalb der zweiten Klamm erfolgte zum Schutz des Nationalparks und der Fischfauna.

Nachfolgend wird dieser Abschnitt dennoch kurz beschrieben. Vielleicht wird er ja irgendwann einmal dieser Abschnitt doch wieder für eine Befahrung freigegeben.

Der Einstieg zu dieser sehr lohnenswerten Tour erfolgt an der Straßenbrücke ca. 1,5 Kilometer unterhalb von Trenta bzw. Na Logu. Am rechten Ufer befindet sich hier ein großer Parkplatz. Die Kajaks müssen von hier eine kleine Uferbefestigung zum Fluss hinuntergereicht werden.

Die Fahrt beginnt zunächst leicht mit kleinen Schwällen und leichter Verblockung (siehe Bild unten; WW II).

Nach ungefähr 2 Kilometern folgt dann auf 300 m das schwerste Stück der Oberen Soca, eine s-förmige Passage mit schwerer und etwas unübersichtlicher Verblockung (WW IV-IV+). Riesige Felsblöcke versperren die Sicht (s. nachfolgende 3 Bilder).

Aufgrund der schmalen Durchfahrten zwischen den großen Felsblöcken ist hier präzises Fahren erforderlich.

Je nach Wasserstand und Fahrkönnen ist evtl. eine Erkundung der Durchfahrt durch dieses Labyrinth erforderlich. Eine gute Aussicht hat man dabei von einer Hängebrücke, die sich am Ende dieses Labyrinthes befindet. Am besten, man sieht sich diese Passage schon auf der Anfahrt zur Einstiegstelle an.

Danach wieder leichtes Wildwasser mit vereinzelnd auch mäßig-schwerer Verblockung (s. Bild unten) in wunderschöner Landschaft (WW II u. II-III).

Ungefähr etwas mehr als 3 Kilometer hinter dem vorgenannten schweren Abschnitt folgt dann der Eingang zur `1. Socaklamm´ (s. Bild unten). Die Klamm taucht etwas unvermittelt am Wasserhorizont auf, ist aber bei ein wenig Aufmerksamkeit gut zu erkennen. Es handelt sich hierbei um einen niedrigen, etwas gewundenen Felskanal, der in der Regel unfahrbar ist. Bei einem höheren und optimalen Wasserstand kann sie evtl. auch schon mal fahrbar werden, bedeutet dann aber mindestens WW V!

Die Klamm wird am linken Ufer über einen Pfad, der hinter einer querenden Straße in einen Weg übergeht, ca. 200 m bis auf Höhe eines Wohnhauses bzw. eines Zuflusses, der kleinen Vrsnica, umtragen (s. Bild unten, der Einstieg). Danach wieder wie zuvor Wildwasser II u. II-III.

Ungefähr 2 Kilometer nach der `1. Socaklamm´ sollte dann beim Auftauchen einer langen Betonstützmauer am rechten Ufer einer großen Linkskurve des Flusses die Fahrt noch vor der Stützmauer am rechten Ufer beendet werden. Die Boote können dort über die Straße zu einem Lagerplatz getragen werden.

Nach dieser Betonmauer wird der Ausstieg immer schwieriger. Alsbald beginnt dann auch die `2. Socaklamm´, deren Eingang unfahrbar ist.

Da zur Fortsetzung der Fahrt auf der Oberen Soca die Klamm mindestens auf 800 m weit Umtragen werden muss, ist es zumeist sinnvoller dieses Stück mit dem Auto zu umsetzen oder den nachfolgenden Abschnitt erst an einem der nächsten Tage zu befahren.

Abschnitt:

2. Klamm - 3. Klamm

Länge und Schwierigkeit:

5,5 km WW II-III (IV, III+, IV)

DKV-km:

km 15,5 - km 21 (DKV alt: k. A.)

Befahrbarkeit:

meist bis Juli

Landschaftsbewertung:

1

Der übliche Einstieg für eine Wildwassertour auf der oberen Soca erfolgt direkt unterhalb der nicht fahrbaren `2. Socaklamm´. Der Ausgang der Klamm wird erreicht, indem man mit dem Auto von Bovec die Soca flussaufwärts bis Podklanec fährt und direkt hinter der kleinen Ansiedlung rechts ins Lepena-Tal abzweigt. Ungefähr zweihundert Meter nach dem Überqueren der Soca wurde ein Parkplatz (> N 46° 20' 07.0'', E 13° 38' 44.5'') für Paddler angelegt.

An der Kiesbank unterhalb der Böschung kann die Wildwassertour bequem gestartet werden (s. Bild unten).

Wer schon am Anfang etwas Adrenalin benötigt, kann sein Kajak vom oberen Ende des Parkplatzes auch noch 50 -100 m hochtragen und sich mit einem Felsenstart vom Ende der Klamm in den darunter liegenden Gumpen stürzen.

Bei niedrigen Wasserständen ist die Strömung im unteren Teil der Klamm so gering, dass man es nicht versäumen sollte, soweit wie möglich noch flussaufwärts in die sehenswerte `2. Socaklamm´ hineinzufahren.

Nach zunächst 2 Kilometern eher beschaulicher Fahrt (WW I-II; s. Bild oben) taucht eine stark verblockte, teilweise etwas unübersichtliche Passage auf, der `Festungskatarakt´ (bei Mittelwasser WW IV).

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Kurz nach Beginn befindet sich eine etwas schwierig anzufahrende Engstelle, der `Schlitz´ (s. Bild rechts, Bildmittelpunkt; hier bei Niedrigwasser).

Am linken Ufer führt übrigens ein schmaler Pfad zu einem ehemaligen Bunker aus den beiden Weltkriegen empor (Taschenlampe mitnehmen!), daher wird der Katarakt gelegentlich auch als `Bunkerschwall´ bezeichnet - auch wenn das Wort Schwall etwas irreführend ist.

Gerade mit längeren Kajaks ist es nicht so einfach den hier befindlichen `Schlitz´ zu durchfahren. Unmittelbar vor dieser Engstelle ist der Fluss - evtl. über ein rechts liegendes Kehrwasser - von rechts nach links zu queren. Nach einer scharfen und schnellen Rechtsdrehung des Kajaks folgt dann die sehr enge Durchfahrt von links nach rechts. Direkt nach der Durchfahrt befindet sich zusätzlich ein Abfall (s. Bild unten; bei Mittelwasser). Bei einer halbwegs guten technischen Fahrweise dürfte die Stelle aber kein Problem darstellen.

Danach geht die Passage mit der stärkerer Verblockung zunächst noch kurz weiter (s. Bild unten; bei Mittelwasser). Ein weiterer Abfall kann so grad vom Kajak und Kehrwasser übersehen werden.

Danach wird die Soca wieder etwas offener. Einzelne Schwälle und mäßig-schwere Blockpassagen wechseln sich nun ab (WW II-III). Gelegentlich finden sich hier auch ein kleine Syphone, die aber alle bei ein wenig Aufmerksamkeit immer gut Umfahren werden können.

Später, nachdem sich der Fluss der linken Bergflanke genähert hat und beim Auftauchen eines hellgelben Felsabbruches, sollte die Fahrt zunächst kurz am rechten Ufer unterbrochen und die folgende Situation besichtigt werden. Es folgt der `Felssturzkatarakt´ (WW III+; s. Bild unten; Foto von Juli 2006). Die scharfkantigen Steine, eine etwas steckgefährliche Stufe am Anfang und eine stark angeströmte Felsplatte am rechten Ende sind hier nicht zu unterschätzen.

Gegebenfalls kann die Stelle etwas mühsam über die Felsen am rechten Ufer umtragen werden.

Nach einiger Zeit schönen Wildwassers taucht dann nach einer langen Geraden mit einer Kiesbank zur Linken relativ überraschend die 200 m lange `3. Socaklamm´ (WW IV) auf. Das Wasser fällt am Eingang von rechts nach links einen schwierig zu fahrenden Abfall hinunter (s. Bild unten). Zuvor gibt es kaum Kehrwasser.

An der langgezogenen Kiesbank am linken Ufer, ca. 50-20 m vor dem Abfall, sollte ausgestiegen und die Klamm vor einer evtl. Befahrung auf jeden Fall besichtigt werden. Dieses kann über einen kleinen Pfad am linken Ufer, über den auch die Klamm umtragen werden kann, und einer Hängebrücke, die die Klamm in der Mitte überspannt, erfolgen. Um nach dem Umtragen einen direkten Zugang zum Fluss zu erlangen, d.h. ohne Klippenstart, muss auf den letzten Metern der Umtragung etwas am Hang geklettert werden.

Der Schwierigkeiten des Eingangsabfalls sind dadurch gekennzeichnet, dass die linke Hälfte der Strömung direkt auf einen überstehenden Fels (Felsnase) zieht, die rechte Hälfte der Strömung auf einen nur knapp überspülten Stein (s. Bild oben; bei Mittelwasser). Bei höheren Wasserständen wird die Einfahrt etwas leichter. Dann reduziert sich die Höhe des Eingangsabfalls und der überspülte Stein wird gut überfahrbar. Auf der anderen Seite wird dann aber der zweite Teil der Klamm, die `Bobbahn´, schwieriger.

In der nach dem Eingangsabfall folgenden ersten Hälfte der Klamm sind die Schwierigkeiten eher gering. Bei Niedrigwasser (s. Bild oben) kann ein Schwimmer am Ende sogar das Boot ausleeren und wieder besteigen. Bei Mittelwasser und Hochwasser ist dieses nicht möglich! Aufgrund der steilen Felswände ist ein Fahrtabbruch hier und in der gesamten Klamm auch nicht machbar.

Nach der ersten Hälfte der Klamm folgt die 100 m lange, tief eingekerbte und windungsreiche `Bobbahn´ mit starkem Presswasser und schräg stehenden Walzen (s. Bild unten; bei Mittelwasser).

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Hier sollte besser nicht geschwommen werden, da dieser Klammteil etliche Meter tief ist, viele Auskolkungen unter Wasser hat, das Oberflächenwasser der Bobbahn an einigen Stellen abgesaugt wird und erst etliche Meter weiter flussabwärts wieder an die Oberfläche gelangt.

Darüberhinaus sind unter Wasser auch Verholzungen nicht auszuschließen.

Aufgrund dieser Gefahr wird die `3. Socaklamm´ von vielen Kajakfahrern, auch erfahrenen Paddlern, grundsätzlich nicht mehr befahren.

Nach dem Ende der Klamm beruhigt sich vorübergehend das Wasser in dem nun wieder breiteren Flussbett. Nach dem Umtragen kann am linken Ufer wieder eingesetzt oder einige Meter vorher mit einem Klippenstart die Tour wieder fortgesetzt werden (s. Bild unten).

Hinweis: Alle Infos und Fotos zu diesem Abschnitt (bis auf die beiden mit Niedrigwasser gekennzeichneten Fotos) basieren auf den 15. Juni 2008. Der Abschnitt hatte an diesem Tag einen mittleren Wasserstand. Der Pegel in Zaga/Log Cezsoški zeigte 100 cm. Auf diesem Abschnitt war alles durchgehend befahrbar.

Abschnitt:

Hausstrecke

3. Klamm - Mündung Koritnica

Länge und Schwierigkeit:

1,5 km WW II (III)

DKV-km:

km 21 - km 22,5 (DKV alt: k. A. - km 21)

Befahrbarkeit:

meist ganzjährig

Landschaftsbewertung:

1

Wenn der Abschnitt oberhalb der `3. Socaklamm´ aufgrund zu niedriger Wasserstände nicht fahrbar ist, kann die Wildwassertour auch direkt unterhalb der `3. Socaklamm´ begonnen werden. Die Einstiegstelle wird von einem kleinen Parkplatz (> N 46° 20' 01.0'', E 13° 35' 27.5'') neben einer auffälligen alten hölzernen Materialseilbahnstation über einen stellenweise steilen Pfad erreicht. Dieser Pfad führt am rechten Flussufer zum Ausgang der Klamm (s. Bild unten).

Dieses Holzbauwerk liegt an der Straße ins obere Socatal und wird 2 Kilometer nach der Koritnica-Brücke bzw. kurz hinter dem Ort Kal-Koritnica erreicht.

Wenn man vom kleinen Parkplatz an der Straße noch 100 m flussaufwärts und danach dem Trampelpfad den Hang hinunter folgt, kann man die Hängebrücke über der Mitte der `3. Socaklamm´ erreichen und hat noch vor Fahrtbeginn noch einen interessanten Blick in die schöne Klamm.

Die 1,5 Kilometer lange Strecke bis zur Koritnica-Mündung ist ideal zum Spielen und Trainieren, WW II (III). Ruhigere Strömungsabschnitte werden immer wieder von übersichtlichen, nicht allzu schweren Schwällen unterbrochen (s. beide Bilder unten; bei leicht erhöhtem Mittelwasser).

Einzig der sogenannte `Frauenschlucker´, ein breiter dunkler Felsblock auf der rechten Flusshälfte, erfordert ein wenig mehr Aufmerksamkeit, da das Wasser der Soca hier genau auf die Wand zuströmt und die äußere Ecke der Wand etwas unterspült ist. In der Innenkurve steht aber ein großes Kehrwasser zur Verfügung.

Nach einigen Schwällen und leichten Verblockungen folgt dann viel zu schnell die Mündung der Koritnica, eine mögliche Ausstiegstelle. Hier ist zunächst noch die stärkere Strömung der einmündenen Koritnica zu queren, um die auf der anderen Flussseite liegende Kiesbank zu erreichen. Wer dieses hier bei höheren Wasserständen nicht schafft, kann die Tour notfalls auch noch nach den Felsen am rechten Ufer, 50 m weiter flussabwärts, beenden.

Hinweis: Alle Infos und Fotos zu diesem Abschnitt basieren auf den 15. Juni 2008. Der Abschnitt hatte an diesem Tag einen leicht erhöhten mittleren Wasserstand. Der Pegel in Zaga/Log Cezsoški zeigte 100 cm. Auf diesem Abschnitt war alles durchgehend befahrbar.

Abschnitt:

Mündung Koritnica - Str.-Brücke Cezsoca

Länge und Schwierigkeit:

2,5 km WW II (III)

DKV-km:

km 22,5 - km 25 (DKV alt: km 21 - km 23,5)

Befahrbarkeit:

meist ganzjährig

Landschaftsbewertung:

1-2

An und in der Nähe der Koritnica-Mündung (> N 46° 19' 49.0'', E 13° 34' 31.0'') liegen vier Campingplätze. Wer sein Standquartier auf einen der oberen Campingplätze hat, muss die Kajaks über eine steile, schmale Straße des Campingplatzes Kowacz zur Mündung der Koritnica hinuntertragen. Vom Camping Liza kann man alternativ auch am oberen oder unteren Ende des Platzes die Fahrt auf der Koritnica beginnen und dann noch ein paar hundert Meter auf der Koritnica mitnehmen.

Aufgrund der Lage, der Anzahl und der Größe der Campingplätze ist über die Feiertage und den Ferien hier an der Mündung der Koritnica und auf den folgenden 200 m (s. Bild unten; bei gutem Niedrigwasser) der Andrang der Anfänger am größten. Tausende von Kajakfahrern haben hier in den kleinen Stufen, Wellen und Walzen in der Vergangenheit ihre ersten Wildwasser- und unfreiwilligen Schwimmübungen absolviert.

Auch der erste nachfolgende Kilometer ist landschaftlich wunderschön (WW II). In einer kleinen Flussausbuchtung am linken Ufer rieseln kleine Schleierwasserfälle über das Moos der steilen Felswand. Dann wird der Flussraum schnell breiter (s. Bild unten; bei einem Wasserstand zwischen Mittel- u. angehendem Hochwasser).

Nach einer Rechtskurve folgt ein breiter, langer, leicht bis mäßig-schwer verblockter Schwall (s. Bild unten, der Anfang des Schwalls; bei einem Wasserstand zwischen Mittel- u. angehendem Hochwasser). Zum Ende des wieder schmaler werdenden Schwalls endet dieser mit hohen wuchtigen Wellen (insgesamt WW III).

Die verbleibenden 500 m bis zur linksufrigen Ausstiegsstelle an der Brücke von Cezsoca bieten dann keine Schwierigkeiten mehr.

Hinweis: Alle Infos zu diesem Abschnitt sowie das mittlere und das letzte Foto basieren auf den 18. u. 19. Juni 2008. Der Abschnitt hatte an diesen beiden Tagen leichtes Hochwasser (Zaga/Log Cezsoški: 154 cm) und einen Wasserstand zwischen Mittel- und angehendes Hochwasser (Zaga/Log Cezsoški: 133 cm). Auf diesem Abschnitt war alles durchgehend befahrbar. Das erste Foto ist aus früheren Jahren und stellt einen eher niedrigen Wasserstand dar.

Abschnitt:

Hausfrauenstrecke

Str.-Brücke Cezsoca - Str.-Brücke Log Cezsoški

Länge und Schwierigkeit:

5 km WW I-II

DKV-km:

km 25 - km 30 km (DKV alt: km 23,5 - km 29)

Befahrbarkeit:

meist ganzjährig

Landschaftsbewertung:

1-2

Die beliebte Einsteigerstrecke und ein Muss für alle Kajakschulen mit Anfängern am ersten Tag ist der Abschnitt zwischen der Brücke von Cezsoca und der Brücke von Log Cezsoški. Ein sportlicher Wanderflussabschnitt mit einzelnen leichten Kiesbankschwällen. Alles ist gut vom Kajak oder auch evtl. Canadier erkennbar.

Von den Campingplätzen an der Koritnica-Mündung wird diese Brücke erreicht, indem man zunächst in Richtung Bovec, dann aber noch 100 m vor Erreichen der Umgehungsstraße nach links in Richtung Cezsoca abbiegt. Die Einstiegstelle liegt am linken Ufer direkt an einem großen Parkplatz (> N 46° 19' 28.0'', E 13° 33' 11.5'') unmittelbar hinter der Brücke. Etwas weiter an der Straße befindet sich übrigens der Kanuschop von Prijon.

Der Fluss verläuft auf diesem Abschnitt die ganze Zeit in einem sehr breiten Tal und Flussbett (s. Bild unten). Unvergessen bleibt das unbeschreibliche Panorama auf die umliegenden Berge! Auch wenn das Wasser zum Schwimmen sehr einladend aussieht, die Farbe fast schon kitschig wirkt, die Wassertemperatur liegt hier im Mai-Juni bei nur 8-9 Grad Celsius.

Kurz vor der Ausstiegstelle sollte rechts vom Fluss in der Ferne der eindrucksvolle Boka-Wasserfall (s. Bild unten) nicht übersehen werden.

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Ausgestiegen wird unter der Brücke von Log Cezsoški am rechten Ufer (s. Bild oben, Blick von der Brücke flussaufwärts; hier bei Niedrigwasser).

Bei mittleren und höheren Wasserständen befindet sich übrigens direkt vor der Ausstiegstelle im linken Drittel des Flusses noch ein wuchtiger Schwall mit hohen Wellen (WW III). Dieser kann aber gut auf der rechten Hälfte des Flusses umfahren werden.

Von der großen Kiesbank vor und unter der Brücke führt ein Weg zum oben an der Talstraße liegenden großen Parkplatz (s. Hinweis unten unter Achtung).

Wer vor Ort einen Blick auf den für die Soca maßgeblichen Pegel werfen möchte, findet die Pegelanlage am linken Ufer direkt neben der Brücke.

Hinweis: Alle Infos und die ersten beiden Fotos zu diesem Abschnitt basieren auf den 18. u. 19. Juni 2008. Der Abschnitt hatte an diesen Tagen leichtes Hochwasser (Zaga/Log Cezsoški: 154 cm) bzw. einen Wasserstand zwischen Mittel- und angehendes Hochwasser (Zaga/Log Cezsoški: 133 cm). Auf diesem Abschnitt war alles durchgehend befahrbar. Das letzte Foto wurde bei Niedrigwasser aufgenommen.

Abschnitt:

Str.-Brücke Log Cezsoški - Srpenica I (vor Srpenica)

Länge u. Schwierigkeit:

3 km WW I-II

DKV-km neu:

km 30 - km 33 (DKV alt: km 29 - km 32)

Befahrbarkeit:

meist ganzjährig

Landschaftsbewertung:

2

Die Brücke von Log Cezsoški liegt etwa 5 Kilometer südwestlich von Bovec in Richtung Kobarid kurz hinter der Brücke, die über das zumeist nur wenig Wasser führende Flussbett des Boka-Wasserfalls führt. Kurz vor der Brücke von Zaga liegt links ein großer Parkplatz (> N 46° 18' 57.0'', E 13° 29' 39.5''), von dem ein kurzer Weg zum Fluss hinunter führt.

Wie auf dem Abschnitt vor der Bücke von Log Cezsoški fließt die Soca hier in einem breiten Flussbett ohne besondere Schwierigkeiten (WW I-II).

In der Regel dient dieser 3 Kilometer lange Abschnitt nur dem Einfahren, bevor nach der nachfolgenden Einstiegstelle Srpenica I die Schwierigkeiten ganz allmählich größer werden.

Abschnitt:

Srpenica I (vor Srpenica) - Srpenica II (Kieswerk)

Länge u. Schwierigkeit:

2,5 km WW I-III

DKV-km neu:

km 33 - km 35,5 (DKV alt: km 32 - km 34)

Befahrbarkeit:

meist ganzjährig

Landschaftsbewertung:

2+

Der übliche Parkplatz (> N 46° 17' 44.5'', E 13° 29' 34.0'') für diese Einstiegstelle liegt 500 m westlich des Dorfes Srpenica direkt an der Talstraße Bovec - Kobarid. Von hier kann man zum Abladen der Kajaks noch einige hundert Meter über einen kleinen Fahrweg bis zum Fluss fahren. Die PKW´s müssen danach aber wieder zum Parkplatz zurückgebracht werden.

Nach Fahrtbeginn verengt sich langsam das Tal und die Verblockung nimmt langsam zu (WW I-III).

Wer hier am Anfang der Großen Socaschlucht schon überfordert ist, sollte besser am nachfolgenen alten `Kieswerk´ (Srpenica II) die Tour beenden und das Boot etwas schweißtreibend zur Straße hochtragen. Diese Ausstiegstelle ist gekennzeichnet durch eine scharfe Linkskurve, die am Ende der Kurve unmittelbar in ein stark verblocktes Gefällstück übergeht. In der rechten Außenkurve gibt es aber einen sehr großen ruhigen Gumpen, an dem sich der Ausstieg befindet. Oft wird hier auch Pause gemacht. Von hier führt ein über 400 m langer Weg zum oben an der Straße liegenden Parkplatz.

Dieser Parkplatz (> N 46° 17' 00.5'', E 13° 31' 22.0'') liegt, von Bovec kommend, ca. 2 Kilometer hinter dem Dorf Srpenica bzw. 500 m hinter einer großen auffälligen Fabrik. Ein weiterer Parkplatz liegt auf der anderen Straßenseite, ca. 50 m weiter in Richtung Kobarid.

Abschnitt:

Friedhofstrecke

Srpenica II (Kieswerk) - Ortsanfang Trnovo

Länge u. Schwierigkeit:

2,8 km WW III (+)

DKV-km neu:

km 35,5 - km 38,3 (DKV alt: km 34 - km 34,5)

Befahrbarkeit:

meist ganzjährig

Landschaftsbewertung:

1-2

Ab dem großen Gumpen beim Kieswerk (Srpenica II) beginnt das Kernstück der Unteren Soca, die beliebte `Friedhofsstrecke´, eine fast 3 Kilometer lange, stark verblockte, teilweise auch wuchtige, mit schönen Kehrwässern und Gumpen, Walzen sowie Surfwellen versehene Wildwasserstrecke. Auf einige unterspülte Felsen ist ein wenig aufzupassen.

Die Schwierigkeiten liegen durchgehend um WW III. Die schwierigste Stücke und Passagen (siehe z. B. Bild unten) können notfalls vor der Befahrung auch vom Ufer aus besichtigt werden. Eigentlich ist dieses aber nicht erforderlich, da auch diese wenigen Stellen vom Kehrwasser zumindest so grade eben, d.h. mit langem Hals, überschaut werden können.

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Die `Friedhofstrecke´ der Soca ist eine der interessantesten Wildwasserstrecken Europas!

Obwohl die `Friedhofsstrecke´ eigentlich recht kurz ist, kann man sich auf diesem Stück durchaus 4-5 Stunden aufhalten, denn es gibt Spielstellen satt!

Wenn an den Wochenenden bei schönem Wetter zum Ende des Abschnittes die Zahl der Sonnenbadenden auf den vielen Felsen langsam immer mehr werden, wird am rechten Ufer die übliche Ausstiegsstelle vor einer Rechtskurve und vor einer großen und relativ breiten Hängebrücke erreicht. 100 m vor der Hängebrücke führt ein Weg zu dem großen Raftparkplatz mit Imbissmöglickeit bei Trnovo hinauf.

An die Hängebrücke sollte nicht zu nah herangefahren werden, da die bald stärker werdende Strömung einen sonst in die nachfolgende Slalomstrecke hineinzieht.

Vorsicht: Ca. 400-500 Meter vor der Ausstiegstelle befindet sich seit Frühsommer 2004 ein neuer, sehr gefährlicher Syphon mitten in der Hauptströmung! Der Syphon kann rechts und links umfahren werden.

Hier noch ein 6-minütiger Film vom Spätsommer 2010 von diesem Abschnitt.

Abschnitt:

Slalomstrecke

Ortsanfang Trnovo - Ortsende Trnovo

Länge u. Schwierigkeit:

0,7 km WW IV

DKV-km neu:

km 38,3 - km 39 (DKV alt: km 34,5 - km 35)

Befahrbarkeit:

meist ganzjährig

Landschaftsbewertung:

1-2

Im Vergleich zur `Friedhofsstrecke´ ist die Slalomstrecke noch einen Schwierigkeitsgrad schwerer. Eine Stufe und kräftige Walze reiht sich an die andere. Dennoch sind die Abstände bei niedrigen oder nicht zu hohen mittleren Wasserständen zumeist so groß, dass immer noch so grad Zeit für eine Beurteilung der nächsten Stelle bleibt.

Die gesamte Strecke lässt sich sehr gut zuvor über einen kleinen Weg am rechten Ufer aus besichtigen. Dieses ist auch anzuraten, da dann zugleich die schwersten Passagen besichtigt und die Ausstiegstelle erkundet werden kann.

Um zum Einstieg bzw. zum großen Raftparkplatz von Trnovo zu gelangen, fährt man von Zaga kommend unmittelbar am Ortsanfang von der Hauptstraße links ab auf eine kleine geteerte Straße, die nach einigen hundert Metern auf dem Raftparkplatz (> N 46° 17' 03.0'', E 13° 32' 55.5'') endet. Kurz vor der breiten Hängebrücke führt links ein Weg hinunter zum Fluss. Nach rechts führt der Weg zur Slalomstrecke hinunter und an dieser bis zum Ende längs.

Auf der Slalomstrecke werden regelmäßig nationale und internationale Wildwasserwettbewerbe ausgetragen.

Blick von der Hängebrücke auf den zunächst noch nicht ganz so schwierigen Beginn der Slalomstrecke (Bild oben).

Im weiteren Verlauf werden dann die Walzen wuchtiger. Die Abstände ziwschen den Stufen und das Gefälle werden stärker (s. beide Bilder unten).

Der Ausstieg am Ende der Slalomstreckeam 600 m nach der Hängebrücke sollte auf keinen Fall verpasst werden. Vom Fluss selber ist diese Stelle nur durch Kenntnis an einer etwas lichteren Begrünung der steilen Uferböschung am rechten Ufer bzw. an den Resten einer gesprengten Steinbrücke zu erkennen.

Hier am rechten Ufer liegt oberhalb der steilen Hanges ein kleiner Parkplatz, zu dem die Kajaks etwas mühevoll über einen kleinen Trampelpfad mit teilweise kleinen Holzstufen hochgetragen werden können. Der kleine Parkplatz (> N 46° 16' 57.0'', E 13° 33' 17.0'') wird über eine kleine unauffällige Straße erreicht, die im Ort Trnovo von der Hauptstraße zwischen den engstehenden Häusern (Hausnummer 11) hindurch in die Nähe des Flusses führt. Mancher trägt aber sein Kajak auch über dem Uferpfad bis zum Raftparkplatz wieder zurück und befährt den Abschnitt wiederholt..

Alle Bilder dieses Abschnittes wurden bei einem Wasserstand, der zwischen Mittel- und angehendem Hochwasser lag, aufgenommen.

Abschnitt:

Große Schlucht

Ortsende Trnovo - Blaue Lagune

Länge und Schwierigkeit:

2,0 km WW IV-V

DKV-km neu:

km 39 - km 41 (DKV alt: 35 - k. A.)

Befahrbarkeit:

meist ganzjährig

Landschaftsbewertung:

1

Unmittelbar nach dem Ende der eigentlichen Slalomstrecke beginnt ein sehr gefährlicher Abschnitt der Soca. Auf 2 Kilometer folgen schweres bis schwerstes Wildwasser zwischen großen teilweise unterspülten Felsblöcken.

Bei sommerlichen Niedrigwasserständen sind die Schwierigkeiten hier etwas geringer. Aber auch dann sind es nicht so sehr die wildwassertechnischen Schwierigkeiten, die hier das eigentliche Problem darstellen, sondern die vielen sichtbaren und unsichtbaren Syphone! Von einer Befahrung wird daher im Prinzip abgeraten! Wer den Abschnitt dennoch unbedingt befahren möchte, sollte unbedingt bei Wildwasserpaddlern mitfahren, die diesen Abschnitt sehr gut kennen.

Abschnitt:

Abseilstrecke

Blaue Lagune - Kobarid

Länge und Schwierigkeit:

4,2 km WW III-IV

DKV-km neu:

km 41 - km 45,2 (DKV alt: k. A.)

Befahrbarkeit:

meist ganzjährig

Landschaftsbewertung:

1

Auch sehr beliebt ist die unterste Wildwasserstrecke der Soca, die `Abseilstrecke´. Wie der Name aus den 80´er-Jahren schon sagt, konnte hier früher das Boot streckenweise nur mit Hilfe von Seilen zur Einstiegstelle am Fluss heruntergelassen werden. Vor einigen Jahren haben die Slowenen dankenswerterweise durch den Bau von Stufen den Abstieg deutlich erleichtert. Dennoch, es sind 100 schweißtreibende Höhenmeter zu überwinden!

Um zur Einstiegstelle zu gelangen, fährt man von Bovec in Richtung Kobarid. Etwa 1,5 Kilometer hinter dem Dorf Trnovo macht die Straße eine scharfe Kurve nach rechts. Hier kann links auf einem inzwischen breiter angelegten Schotterstreifen bei einem auffälligen Strommast geparkt werden (> N 46° 16' 25.0'', E 13° 34' 14.0''). Dem Weg, der hier hinunterführt, zunächst folgen, dann links auf einen schmaleren und steileren Weg abbiegen.

Am Anfang ist der Weg noch gut ausgebaut, dann unbefestigt, später wird er immer steiler. Doch die Strapazen werden belohnt - sowohl landschaftlich als auch wildwassertechnisch (s. Bild oben; die `Blaue Lagune´ am Einstieg). Um sich abzukühlen, wird mancher zunächst ins eiskalte Wasser springen. Hier auf der Kiesbank sollte ein wenig vor Steinschlag aufgepasst werden.

Direkt nach Fahrtbeginn geht es los, mit starker Verblockung, wuchtiger Strömung und vielen Stufen (s. Bild unten).

Die Schwierigkeiten liegen auf der ersten Hälfte des Abschnittes bei WW III-IV. Ein herrlicher Naturslalom. Die schwierigsten Stellen können notfalls alle etwas mühsam über die Felsen umtragen werden. In der Regel ist dieses jedoch nicht notwendig. Auf einzelne unterspülte Felsen sollte aber immer ein Auge geworfen werden!

Auch auf diesem Teil der Soca gibt es wieder eine Vielzahl von schönen Spielstellen und viele Kehrwasser. Nach 2,5 Kilometern werden die leichteren Abschnitte zwischen den schwereren Stellen immer länger. Alsbald folgt hier am rechten Ufer und einige hundert Meter weiter auch am linken Ufer ein Campingplatz.

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Ein paar hundert Meter nach dem zweiten Campingplatz wird schließlich eine schöne weiße Klamm erreicht (s. Bild rechts). Ab hier sind die Schwierigkeiten nur noch gering. Die Klamm endet mit der sogenannten `Napoleonbrücke´.

Nach dem Unterfahren der `Napoleonbrücke´ öffnet sich die Schlucht zu einem weiten Tal. Von dieser alten steinernen Brücke geht es dann zunächst noch rund 700 m weiter bis zu einem Parkplatz auf einer Wiese am linken Ufer (> N 46° 14' 36.5'', E 13° 35' 28.5''). Den Parkplatz erreicht man mit dem Auto über Kobarid. Direkt am Ortseingang an der Polizeiwache ganz scharf nach links abbiegen, der Straße bis zur `Napoleonbrücke´ folgen und dann immer rechts halten.

Alle Bilder dieses Abschnittes wurden bei einem niedrigen Wasserstand aufgenommen.

Abschnitt:

Kobarid - Str.-Brücke Tolmin

Länge und Schwierigkeit:

12,8 km WW I (III)

DKV-km neu:

km 45,2 - km 58 (DKV alt: k. A. - 58)

Befahrbarkeit:

meist ganzjährig

Landschaftsbewertung:

2

Wer eine gemütliche bis leicht sportliche Wandertour bei schnell fließendem Wasser machen möchte, kann von hier noch rund 13 Kilometer bis zur großen Straßenbrücke von Tolmin paddeln.

Auf einen langen verblockten Schwall (WW III) auf der Hälfte zwischen den Orten Kamno und Tolmin (rund 2,5 Kilometer vor dem Austieg) ist hinzuweisen. Links kann man ein gutes Stück reinfahren, dann anlanden und ansehen und ggf. umtragen.

Auf der kompletten Strecke ist jede Menge Stahl im Fluss und somit in Kehrwassern mit künstlichen Betonblöcken (Brückenreste) absolute Vorsicht geboten!

Text und Fotos von Mathias Dieckmann (Ausnahme: Das Foto vom Felssturzkatarakt: Reinhard Böling)

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