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Rissbach

Tirol / Österreich

Der Rissbach ist einer der beliebtesten Wildflüsse im deutsch-österreichischen Grenzgebiet.

Der Rissbach liegt östlich von Garmisch-Partenkirchen bzw. Mittenwald im schönen bis zu 2600 m hohen Teil des Karwendelgebirge und ist, obwohl das Tal im Wesentlichen in Österreich liegt, nur von Deutschland anfahrbar.

Dabei ist das sogenannte Rißtal von Garmisch bzw. Mittenwald nur über eine 14 km lange gebührenpflichtige Straße zu erreichen (Tagespreis 2003: 2,50 Euro/PKW). Die Fahrt dorthin führt aber durch ein wunderschönes, natürlich belassenes Tal der Isar, das ebenso wie das Tal des Rissbaches unter Naturschutz steht. Von Nordosten kann der Rissbach ohne Maut über Bad Tölz und dem Sylvensteinstausee angefahren werden.

Die wildwassertechnischen Schwierigkeiten variieren stark. Die Schwierigkeiten der Standartstrecke liegen zumeist bei WW II, auf kurzen Abschnitten auch bei WW III. Unterbrochen werden die einfachen Abschnitte durch zwei IVer-Stellen.

Nach der Standartstrecke folgt die extrem schwere Rissbachklamm (WW IV-VI). In den vergangenen Jahren wurde dieser Abschnitt - bei einem optimalen Wasserstand - immer öfters von sehr versierten Paddlern befahren.

Der aktuelle Wasserstand und damit die Möglichkeit einer Befahrung des Rissbaches auf seiner Standartstrecke kann aktuell über das Internet bei http://4-paddlers.com unter Rissbach / Rissbachklamm abgefragt werden. Danach gilt folgendes: 90 cm = Niedrigwasser, 130 cm = Mittelwasser, 160 cm = Hochwasser.

Ein Film über den Standartabschnitt des Rißbaches ist hier und über den nachfolgenden Klammabschnitt hier zu finden.

Als günstig gelegener Standort bietet sich der direkt an der Isar zwischen Krün und Mittenwald gelegene Campingplatz Isarhorn an.

Abschnitt:

1 km oberhalb Hinterriß - Klammbeginn

Länge und Schwierigkeit:

bis 7,3 km WW II-III (2x IV)

DKV-km:

ab km 17 - km 24,3

Befahrbarkeit:

oft ganzjährig

Landschaftsbewertung:

2+

Die übliche Ausstiegstelle liegt unterhalb der Waldböschung eines Parkplatzes (> N 47° 30' 46.0'', E 11° 26' 38.5'') 200 m nachdem die Straße in Fahrtrichtung talaufwärts zum ersten Mal den Rissbach quert. Schon bei der Anfahrt zur Einstiegstelle sollten zumindest bei einer Erstbefahrung die Ausstiegstelle(!) unmittelbar vor der extrem schweren Rißbachklamm und die beiden IVer-Stellen besichtigt werden. Die Straße verläuft hierzu praktischerweise immer in der Nähe des Flusses.

In der Regel werden die Kajaks an einem Parkplatz (> N 47° 28' 07.0'', E 11° 28' 37.0'') einen Kilometer oberhalb des Ortes Hinterriß zu Wasser gelassen (s. Bild unten). Hierbei handelt es sich um den zweiten Parkplatz oberhalb von Hinterriss, direkt unterhalb einer Straßenbrücke über dem Rissbach.

5 Kilometer oberhalb der vorgenannten Brücke quert wieder eine Straßenbrücke, die sogenannte `Neunerbrücke´, den Rissbach (DKV-km 12). Oberhalb dieser Brücke ist eine Befahrung aus Naturschutzgründen nur vom 16. August bis zum 14. April erlaubt. Zwischen den beiden vorgenannten Brücken fließt der Rissbach durch breite Kiesbänke.

Auf dem ersten Kilometer von der üblichen Einstiegstelle bis zum Ort Hinterriß fließt der Rissbach bei nur geringen Schwierigkeiten durch ein teilweise breites Kiesbett (s. Bild unten).

Auf der Höhe des Ortes Hinterriß verengt sich das Flussbett zu einer kurzen Durchbruchstrecke und die Schwierigkeiten nehmen mit etwas wuchtigerem Wasser auf WW III zu (s. Bild unten).

Danach gehen die Schwierigkeiten langsam wieder bis auf WW II zurück. Auch hier verläuft der Rissbach streckenweise wieder zwischen Kiesbänken. Gelegentlich, wenn auch selten, gibt es hier auch noch die eine oder andere interessante Stelle (s. Bild unten).

3,5 Kilometer hinter Hinterriß kündigt sich dann, nachdem sich das Flussbett wieder verengt hat, nach einer langezogenen Linkskurve, die kurz darauf in eine scharfe Rechtskurve übergeht (rechts kleiner markanter Hügel mit Steilufer), die erste IVer-Stelle an, das sogenannte `Straßen-S´. Es handelt sich hierbei um einen schwierig zu fahrenden engen Abfall (s. Bild unten) mit stark verblocktem Ober - und Unterwasser.

Zumeist wird in der scharfen Rechtskurve in der linken Außenkurve links noch ein Kehrwasser angefahren und von hier aus die Anfahrt zu dem Abfall und dessen beste Befahrungslinie festgelegt. Direkt vor dem Abfall befindet sich ein Felsblock, der eine gradlinige Befahrung des Abfalls erschwert.

Auch aufgrund möglicher Bäume gab es hier schon eine Reihe von Unfällen. Dieser Abschnitt sollte daher entweder schon bei der Anfahrt mit dem PKW oder direkt vor der Befahrung besichtigt werden. Die Besichtigung sollte sowohl vor als auch hinter dem kleinen Hügel erfolgen. Wer sich diesen Abschnitt noch nicht zutraut, kann diesen Abschnitt auch rechts Umtragen.

Direkt nach dem Abfall geht es noch 100 m mit schöner Verblockung in die Linkskurve (s. Bild unten).

Rund 500 m weiter, nach einer großen Linkskurve, folgt die nächste IVer-Stelle, die sogenannten `Schrägen Rippen´ (s. Bilder unten; 2. Bild: Blick von unten auf die Rippen).

Hier die optimale Fahrroute zwischen den schräg verlaufenden Rippen zur Rechten und der Prallwand zur Linken zu treffen ist gar nicht so einfach. Hier heißt es früher oder später gut Stützen. In dem verwalzten und luftdurchsetzten Wasser gar nicht so einfach. Bei bis zu mittleren Wasserständen erfolgt die Anfahrt am besten ganz links. Natürlich kann dieser IVer-Abschnitt auch über das rechte Ufer umtragen werden.

Nach weiteren 2 Kilometern Fahrt (um WW II), teilweise durch ein breites Kiesbett (s. Bild oben), verengt sich der Fluss wieder und es taucht eine Holzbrücke auf - die erste mögliche Ausstiegstelle.

Sichere Fahrer, die die übliche Ausstiegstelle 300 m weiter flussabwärts auf der Anfahrt besichtigt haben, können noch die nach der Brücke folgende, sehr schöne Niedrigklamm (WW III) befahren (s. Bild unten).

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Der zweite Ausstieg sollte dann aber auf keinen Fall verpasst werden! Hier kann auf der linken Flussseite entweder direkt nach dem Ende der vorgenannten Niedrigklamm (s. Bild rechts) oder je nach Wasserstand einige Meter weiter zwischen drei schräg zum Ufer verlaufende Felsrippen (`Garagen´) ausgestiegen werden.

Unmittelbar danach folgt dann ganz unvermittelt die extrem schwere ca. 1 Kilometer lange `Rissbach-Klamm´ mit bis zu 7 m hohen Steilabfällen, Unterspülungen und eventuellen Baumhindernissen (s. Bild unten, die Klammeinfahrt).

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Eine der interessantesten Stellen der Klamm (s. Bild rechts) läßt sich von der nachfolgenden Straßenbrücke gut besichtigen.

Hinweis: Alle Infos und die ersten 6 Fotos basieren auf den 13. Mai 2008. Der Fluss hatte an diesem Tag einen mittleren Wasserstand. Am Internet-Pegel Rissbach/Rissbachklamm wurden zum Zeitpunkt der Befahrung 128 cm angezeigt. Die anderen Fotos sind mehrere Jahre alt, stellen aber ebenfalls einen mittleren Wasserstand dar. Alles war durchgehend fahrbar.

Alle Infos und Fotos von Mathias Dieckmann

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