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Cheran

Savoyen / Frankreich

Hervorragend schöner Wildfluss mit drei unterschiedlich schweren Teilabschnitten, teilweise in Schluchten.

Der Cheran liegt ca. 50 Kilometer südlich von Genf, genau in der Mitte zwischen den Städten Annecy und Chambery. Er entspringt in Bergen von bis zu 2200 m Höhe, durchfließt eine hochgelegene Hügellandschaft mit Waldtälern und einige beeindruckende Schluchten. Nach 57 Kilometern mündet der Cheran in die Fier und bald danach diese in die Rhone.

Der Fluss bietet drei Abschnitte mit unterschiedlichen Herausforderungen. Dem Oberen Abschnitt mit WW II-III(IV-) folgt nach einer kaum befahrenen Schlucht mit teilweise unfahrbaren Stellen der Mittlere Abschnitt mit WW II-III-IV und im direkten Anschluss, ab dem Ort Alby, der Untere Abschnitt mit WW I-II.

Landschaftlich besonders lohnenswert sind die Schluchten des mittleren und des unteren Abschnittes (s. Bild oben). Der obere Abschnitt bietet aber auf einige hundert Meter auch eine sehr schöne Klamm.

Ein Pegel kann im Internet unter www.rdbrmc.com/hydroreel2/station.php?codestation=213 abgerufen werden. Die Pegelstation Alleves liegt zwischen dem Oberen und dem Mittleren Cheran. Nach Einschätzung des Verfassers dieser Beschreibung können bei folgenden Pegelangaben (in cbm/sec bzw. m3/s) folgende Wasserstände angenommen werden:

Mindestwasser

Niedrigwasser

Mittelwasser

Oberer Cheran

5,5

7

?

Mittlerer Cheran

5

5,5

?

Unterer Cheran

4

4,5

?

In der Nähe der üblichen Abschnitte des Cheran existieren drei Campingplätze. Von diesen hatte im Jahr 2005 der `Municipal l´lle´ bei Lescheraines bereits ab 22. April geöffnet. Zum Teil noch etwas eher haben einige Plätze am schönen Lac d´Annecy südöstlich von Sevrier geöffnet ( z.B. `Camping au Coeur du Lac´ und `Camping Les Rives du Lac´).

Bezüglich Sehenswürdigkeiten siehe unter Fier.

Abschnitt:

Oberer Cheran

Brücke vor Le Chatelard - Wehr Pont de Banges

Länge u. Schwierigkeit:

12 km WW II-III (IV-)

DKV-km:

km 15 - km 27

Befahrbarkeit:

bis Mai

Landschaftsbewertung:

2- (1)

Der Obere Cheran wird in einem großen Abstand von der Straße D 911 begleitet. Über diese Straße können die Ein- und Austiegstellen erreicht und die Fahrzeuge umgesetzt werden.

Der oberste Einstieg für den Oberen Cheran liegt an der Brücke (> N 45° 40' 00'', E 06° 09' 27'') einer kleinen Straße, die von der D 911 zum Ort Compote führt.

Sollte hier die Wassermenge für eine Befahrung noch nicht ganz ausreichend sein, ist es besser, die Fahrt erst an einer Brücke 1,5 Kilometer weiter flussabwärts zu beginnen (> N 45° 40' 26'', E 06° 08' 36.5''). Hier 1-2 Kilometer oberhalb es Ortes Le Chatelard quert die D 911 den Fluss.

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Die Einstiegstelle an der vorgenannten Brücke befindet sich am linken Ufer direkt unterhalb der Brücke. An einem Hinweisschild für Kajaker führen einige Stufen zum Fluss hinunter (s. Bild rechts).

Zunächst geht es auf einem Kilometer mit rascherer Strömung, mäßig-schwerer Verblockung und einigen Kurven durch ein schönes schmales Waldtal (WW II-III; s. Bild unten). Aber Vorsicht, grade in den Kurven können evtl. Bäume querliegen.

Danach öffnet sich das Waldtal. Auf mehreren Kilometern fließt der Cheran nun in einem weitgehend offenen Flussbett mit bewachsenen Kiesbänken und einigen wenigen Konglomeratwänden durch ein hügeliges Hochtal (WW II, später I-II). Wiesen und kleine Wäldchen begleiten den Fluss. Einige Kurven- und Kiesbankschwälle sorgen für etwas Abwechslung.

Auf diesem Abschnitt befinden sich in Abständen 3 künstliche Blockwürfe aus großen Felsblöcken, die nach Besichtigung und je nach Wasserstand zumeist befahrbar sind (s. nachfolgende drei Bilder). Notfalls können sie auch über die nicht all zu hohen Uferböschungen umtragen werden. Auch wenn Blockwürfe eigentlich nicht bewertet werden, so könnte man die Schwierigkeiten hier mit WW III bewerten.

Der erste Blockwurf (s. Bild oben) ist sehr breit und ist bei niedrigen Wasserständen nur sehr hakelig am äußersten linken Rand zu befahren.

Die beiden nachfolgenden Blockwürfe (s. beide Bilder unten) werden zumeist wegen der besseren Wasserführung in der Mitte befahren. Hier bilden sich einige wuchtige Walzen und Wellen. Soweit möglich, sollte man einigen weniger überspülten Blöcken möglichst ausweichen.

Direkt nach der Straßenbrücke der D 912 im Ort Lescheraines existiert eine in der Regel befahrbare, niedrige künstliche Stufe mit teilweise etwas steckgefährlichem Unterwasser (s. Bild unten). Diese Stelle sollte über die einfach ausgebildete steinernde Bootsrutsche direkt hinter dem in der Mitte des Flusses stehenden Brückenpfeilers befahren werden.

Sollte flussaufwärts der Wasserstand noch nicht ausreichend sein, kann man, auch wenn es dann nur noch 5 Kilometer bis zur Ausstiegstelle sind, zur Befahrung der nachfolgenden Schlucht auch kurz nach der Brücke von Lescheraines die Tour beginnen.

Ab Lescheraines verläuft der Cheran in wieder durch ein schönes Waldtal.

Schon bald folgt der wuchtige Eingangsschwall (WW III) in die `Gorges de Prérouge´.

Nach dem ersten Schwall treten die Felswände zunächst noch einmal kurz etwas zurück (s. Bild oben), dann folgt noch ein zweiter Schwall (WW III; s. Bild unten) und der Fluss verschwindet endgültig in einer etwas düsteren, 300 m langen, teilweise nur bis zu 3 m breiten Klamm.

In der kurvenreichen, sehr schönen Klamm sind die Schwierigkeiten nur gering. Auf einige Unterspülungen ist ein wenig aufzupassen. Bei geringen Wasserständen ist der Wasserdruck in der Klamm aber nur gering.

Die Klamm kann aufgrund der steilen Waldhänge oberhalb der Klamm kaum erkundet werden, z.B. hinsichtlich querliegender Bäume. Den besten Blick auf die Eingangsschwälle und den unmittelbaren Beginn der Klamm hat man noch von der Pegelanlage am Eingang der Klamm. Man findet an der D 911den Zugang zum Pegel 250 Meter flussabwärts einer einsamen und daher auffälligen Gaststätte. In der Außenkurve einer 180-Grad-Kurve der Straße steht hier ein auffälliger Telefonmast (> N 45° 43' 16.5'', E 06° 06' 12'') mit einem Verteilerkasten. Von hier führt ein kleiner Weg zur Pegelanlage hinunter.

Nach den Angaben des DKV-Führers bedeuten hier folgende Pegelstände folgende Wasserstände: 110=NW, 130=MW, ab 150cm=HW.

Nach der Klamm fließt der Cheran bis zur Austiegstelle weiter durch ein schönes Waldtal. 200 m nach dem Klammende taucht im Hintergrund, am linken Ufer einer leichten Rechtskurve, ein einsames Haus auf. Davor wird ein leichtverblockter Schwall so eben sichtbar. Zu Beginn des Schwalls ist dieser noch relativ breit, im weiteren Verlauf der leichten Rechtskurve verengt sich dieser jedoch. Überraschend schnell nehmen das Gefälle und die Wasserwucht zu (s. Bild unten).

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Schließlich verschwindet der Fluss in einer leichten Rechtskurve in einem plötzlich auftauchenden nur 1,5 m breiten Schlitz einer niedrigen Felsbarriere (s. Bild rechts). In dieser natürlichen, nur einige Meter langen Felsgasse strömt das turbulente Wasser zusätzlich um 1 m abwärts.

Eine 1,5 m hohe Stufe, wie im DKV-Führer beschrieben, existiert hier nicht mehr. Wahrscheinlich ist das Unterwasser hier zur Zeit mit Kies aufgefüllt. Direkt nach der niedrigen Felsbarriere folgt zunächst ruhiges Wasser.

Die Felsgasse sollte schon auf der Anfahrt mit dem Auto von der darüber liegenden kleinen Brücke (> N 45° 43' 28'', E 06° 05' 40'') kurz angesehen werden. Die Brücke wird über eine kleine 50 m lange Straße erreicht, die 2,2 Kilometer vor der Ausstiegstelle von der D 911 abgeht. Falls an der Stufe eine Umtragung notwendig wird, sollte eine sichere Ausstiegstelle kurz erkundet werden. Je nach Wasserstand liegen die wildwassertechnischen Schwierigkeiten des Schwalls in Kombination mit der Felsgasse bei WW III bis IV.

Ab hier verläuft die Straße bis zur nachfolgenden Ausstiegstelle immer in der Nähe des Flusses. Auf den verbleibenen 1,5 Kilometer bis zur üblichen Ausstiegstelle vor dem Wehr von Pont de Banges liegen die Schwierigkeiten mit teilweise leichter Verblockung (s. Bild unten) bei WW II.

Auf halber Strecke bis zum Wehr ist jedoch noch ein inzwischen verfallenes Wehr zu überwinden. Dieses am besten halbrechts zu befahren (WW III; s. Bild unten).

Hiernach lassen die Schwierigkeiten bis zum Ausstieg deutlich nach.

100 Meter vor dem unfahrbaren Wehr muß am rechten Ufer auf der Höhe eines kleinen Bachzuflusses die Wildwassertour beendet werden. Hier befinden sich auf der Ecke der Böschung extra für Paddler angelegte Treppenstufen, oberhalb der Böschung ein Parkstreifen (> N 45° 44' 38'', E 06° 05' 46.5'') zwischen dem Fluss und der Straße.

Das nachfolgende Wehr liegt direkt vor der Straßenbrücke der D 911. Rechts zweigt hier die D 5 ab. Beim Wehr und einer unmittelbar danach folgenden Felsstufe stürzt der Cheran 8 m in die Tiefe.

Hinweis: Alle Infos zum Oberen Cheran (ab DKV-Kilometer 15) basieren auf die letzte Befahrung am 19. September 2008. Alles war durchgehend befahrbar. Ab DKV-Kilometer 17 waren die Ufer, wahrscheinlich durch eine unerlaubte Müllentsorgung, auf mehrere hundert Meter mit Müll überseht. Die Fotos zum Oberen Cheran sind teilweise vom 21. April 2006, überwiegend aber vom 19. September 2008. Der Fluss hatte an beiden Tagen einen guten niedrigen Wasserstand. Der o.g. Internetpegel zeigte am 19. September 2008 in Alleves 7,5 cbm/sec an. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

Infos sowie Foto Nr. 2-6 u. 10-13 zu diesem Abschnitt von Mathias Dieckmann. Foto Nr. 1, 7 u. 9 von Reinhard Böling. Foto Nr. 8 von Frank Ziegler.

Abschnitt:

Mittlerer Cheran

Pont de l´Abime - Alby

Länge und Schwierigkeit:

11 km WW II-III-IV

DKV-km:

km 33 - km 44

Befahrbarkeit:

bis Ende Mai

Landschaftsbewertung:

1-2+

Das Umsetzen der Fahrzeuge erfolgt am schnellsten über die D 31 und dem Dorf Gruffy auf der östlichen Seite des Flusses.

Die Einstiegstelle für den mittleren Cheran befindet sich an der hochgelegenen Brücke `Pont de l´Abime´ der Straße D31. Diese liegt östlich des kleinen Ortes Cusy bzw. südlich des Dorfes Gruffy.

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Von der Brücke hat man einen herrlichen Blick auf das Ende der tief unten liegenden, mit vielen Syphonen ausgestatteten sechs Kilometer langen Schlucht zwischen dem Oberen und dem Mittleren Abschnitt des Cheran.

Einen Zugang zum Schluchtende, der Einstiegstelle für den mittelschweren Abschnitt des Mittleren Cheran, hat man am westlichen Ufer der hochgelegenen Brücke. Vom westlichen Ende des hier befindlichen Parkplatzes (> N 45° 45' 51'', E 06° 03' 21'') führt in rund 15 Minuten ein teilweise mit Stufen befestigter, steiler Weg zum Fluss hinunter.

Hier unten kann man noch ein kleines Stück bis zum Ende der Schlucht hineinpaddeln (s. Bild unten).

Auf den ersten Kilometern fließt der Cheran durch ein offenes, aber landschaftlich sehr schönes Waldtal (WW II-III; s. nach folgende Bilder).

Immer wieder unterbrechen kleine Abfälle, mäßig-schwer verblockte Passagen, kurze wuchtige Schwälle die Wildwassertour. Alles bleibt jedoch überschaubar.

Später verengt sich langsam das Tal. Einzelne Felswände weisen auf die nun beginnende Wald- und Felsschlucht hin. Hier sollte nun etwas vorausschauender gefahren werden.

Auch hier werden relativ leichte Strömungsabschnitte immer wieder von mäßig-schweren oder sogar schweren Stelle unterbrochen.

Bei mittleren Wasserständen und insbesondere höheren Wasserständen ist es besonders wichtig, rechtzeitig(!) ein mögliches Kehrwasser vor einer evtl. zu besichtigen und evtl. auch zu umtragenen Stelle anzufahren - insbesondere auch auf der richtigen Seite des Flusses, da manche Stellen aufgrund steiler oder glatter Felsufer nur auf einer Seite umtragen werden können. Einige wenige schwierige Stellen sind auf der Anfahrt nur direkt davor als solche zu erkennen.

Hierzu gehört u.a. an einer kurzen Flussgabelung im linken Arm ein überraschend auftauchender Abfall mit starkem Presswasser von den Seiten im Unterwasser (WW III+; s. Bild unten).

Später folgt dann die interessanteste Stelle auf diesem Abschnitt, ein 3-Meter hoher Abfall (s. Bild unten; WW IV) mit stark luftdurchsetztem, aber auch teilweise rückläufigen Strömungen im Unterwasser. Hier unbedingt rechtzeitig vor dem plötzlich auftauchenden Abfall ein Kehrwasser am linken Ufer anfahren. Nach Besichtigung ist der Abfall evtl. fahrbar (> kleines Video).

Bei Niedrigwasser kann die Stelle etwas mühsam über die großen Felsblöcke und hohen Felsrippen am linken Ufer umtragen werden. Bei höheren Wasserständen soll eine Umtragung auch auf einem Trampelpfad über den Waldhang am linken Ufer möglich sein.

Bald darauf folgt dann ein plötzlich auftauchendes kurzes, aber äußerst wuchtiges Gefällstück, dass am besten am rechten Rand befahren wird (WW IV; s. Bild unten).

Auch danach bleibt immer wieder ausreichend Zeit, die beeindruckende Landschaft und die glatten, oft hohlartig ausgewaschenen Felswände zu bewundern.

Eine weitere schwierigere Stelle, der zwischen auffallend großen Felsblöcken liegende schmale Felskanal `Rue á Bernard´ mit anschließendem engen Abfall und Rücklauf, ist schon seit Jahren mit Bäumen mehr oder weniger verholzt (s. Bild unten).

Momentan kann die Passage (WW IV) bei einem passenden Wasserstand und nach Besichtigung evtl. knapp zwischen und unter den Ästen der Bäume befahren werden. Nach jedem Hochwasser kann sich die Situation aber wieder ändern.

Andernfalls ist diese Passage über die glattgewaschenen Felsen am rechten Ufer zu umtragen. Auch hier muß unbedingt rechtzeitig eines der wenigen und kleinen Kehrwasser vor Beginn des Felskanals am rechten Ufer angefahren werden.

Wer will, kann bei Niedrigwasser direkt nach dem Holz die Fahrt wieder aufnehmen und von der schrägen Felsoberfläche ins Wasser rutschen und direkt danach durch die Engstelle mit Abfall und Walze schießen (s. Bild oben). Bei mittleren und insbesondere bei höheren Wasserständen ist es wegen dem starken Rücklauf der Walze jedoch besser erst direkt danach die Paddeltour wieder aufnehmen.

Auf den verbleibenen 2 Kilometern bis zur Ausstiegstelle nehmen die Schwierigkeiten langsam ab. Die Fahrt geht aber weiterhin durch eine schöne Schlucht.

Da sich kurz nach der alten großen Straßenbrücke im historischen Teil des Ortes Alby ein nur schwierig zu fahrendes und zu umtragendes Blockwurfwehr (s. Bild unten) befindet, sollte die Fahrt schon 200 m vor dem Wehr, d.h. 100 m vor der alten Straßenbrücke an den Kiesbänken am rechten Ufer beendet werden. Hier befindet sich auch die offizielle Ausstiegstelle.

Von hier führt ein kleiner, steiler Weg zu einem oben am Friedhof befindlichen Parkplatz (> N 45° 49' 00'', E 06° 01' 25''). Dieser Parkplatz liegt südöstlich des alten Dorfzentrums von Alby.

Hinweis: Alle Infos zum Mittleren Cheran basieren auf den 18. September 2009. An diesem Tag war alles, auch der Holzverhau so grad, durchgehend fahrbar.

Die Fotos zu diesem Abschnitt sind teilweise vom 11. April 2007, teilweise vom 18. September 2008. Der Fluss hatte an beiden Tagen einen guten niedrigen Wasserstand. Der o.g. Pegel zeigte an beiden Tagen 6 cbm/sec an. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

Infos sowie Foto Nr. 1-3, 5, 8-9 und 11-17 zu diesem Abschnitt von Mathias Dieckmann. Alle anderen Fotos von Reinhard Böling.

Abschnitt:

Unterer Cheran

Alby - Rumilly

Länge und Schwierigkeit:

8 km WW I-II

DKV-km:

km 44 - km 52

Befahrbarkeit:

bis Ende Juni

Landschaftsbewertung:

1

Die Einstiegstelle zu dieser landschaftlich sehr beeindruckenden, aber relativ leichten Wildwassertour liegt in Alby auf der rechten, d.h. nordöstlichen Flussseite, unterhalb eines Parkplatzes. Dieser Parkplatz (> N 45° 49' 06'', E 06° 01' 17'') befindet sich 100 m nördöstlich des sehenswerten kleinen Ortszentrums bzw. 100 nördlich der alten steinernen Straßenbrücke über den Cheran. Vom Parkplatz einfach den extra für Paddler angelegten Stufen hinunter zum Fluss folgen und unterhalb des Blockwurfwehres (s. Bild unten) einsteigen.

Schon der Anfang fängt landschaftlich interessant an. Auch hier verläuft der Fluss schon in einer einsamen Schlucht. Gelegentlich folgt schon der eine oder andere leicht verblockte Kiesbankschwall (WW I-II). Ungewöhnlich beeindruckend wird es aber erst hinter der hochgelegenen Autobahnbrücke, die 700 m nach Fahrtbeginn unterfahren wird.

Das ungewöhnliche dieser Schlucht sind die dunklen von Regen geglätteten Schluchtwände, die aus gehärtetem Ton, Schluff und Sand bestehen. Aufgrund dieser dunklen Substanzen wirkt die Schlucht aber auch zumeist sehr düster.

Die Schlucht öffnet sich erst zum Ende der 8 Kilometer langen Strecke. Hier ist noch ein kleines Schrägwehr zu bewältigen, das in der Regel gut zu befahren ist (s. Bild unten).

Kurz darauf wird am linken Ufer ein Hinweisschild auf die Ausstiegstelle sichtbar. Von der gekennzeichneten Ausstiegstelle sind die Kajaks über einen Weg 100 m bis zum unten beschriebenen Parkplatz zu tragen.

Die Ausstiegstelle liegt am südöstlichen Ortsrand der Kleinstadt Rumilly. Von Alby wird Rumilly am besten über die D 1201 und anschließend über die D 3 angefahren. Kurz vor Rumilly wird rechts, d.h. nordöstlich der D 3, ein großer Badesee (`Base de Loisirs´) neben der Straße sichtbar. Kurz darauf folgt auf der D 3 ein großer Kreisel. Hier rechts abbiegen und der Straße 300 m folgen. Dann nochmal rechts abbiegen und auf dieser Straße 400 m weiter bis zu dem oben erwähnten Parkplatz (> N 45° 50' 50'', E 05° 58' 08'') an einem kleinen Angelsee fahren.

Hinweis: Alle Infos und Fotos zum Unteren Cheran basieren auf den 20. September 2009. Der Fluss hatte an diesem Tag einen guten niedrigen Wasserstand. Der o.g. Pegel bei Alleves zeigte an diesem Tag 5 cbm/sec. Alles wurde durchgehend befahren. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.

Infos sowie Foto Nr. 3-6 und 13 zu diesem Abschnitt von Mathias Dieckmann. Alle anderen Fotos von Reinhard Böling.

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