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Salzach

Salzburger Land / Österreich

Der größte und wasserreichste Fluss im Salzburger Land. Landschaftlich und wildwassertechnisch sehr abwechslungsreich.

Die Salzach wird im Wesentlichen von den vielen Zuflüssen der Hohen Tauern gespeist. Die höchsten Berge dieser zentral in Österreich gelegenen Gebirgsgruppe erreichen fast 3800 m Höhe. Nach 160 Kilometern verläßt die Salzach bei Salzburg die Alpen.

Sehr sehenswert sind die `düsteren´ Salzachöfen (je nach Wasserstand WW IV - unfahrbar) im Unterlauf beim Ort Golling. Neben den schweren Salzachöfen und einigen Wanderstrecken ist es insbesondere die nachfolgende Wildwasserstrecke, die die Salzach interessant macht.

Diese wird von Salzburg erreicht, indem man über Hallein - Golling - Bischofshofen - St.Johann bis zu dem oberen Ende des Stausees kurz vor Schwarzach fährt.

Abschnitt:

Högmoos - vor Schwarzach

Länge und Schwierigkeit:

18 km WW III(+)

DKV-km:

km 155 - km 137

Befahrbarkeit:

ganzjährig

Landschaftsbewertung:

2-3

Dieser Abschnitt ist ganzjährig fahrbar. Der Schwierigkeitsgrad kann hier aber je nach Wasserstand stark variieren. Die Wassermenge wird dabei sowohl von der Intensität der Schneeschmelze und dem Umfang der Regenfälle als auch von der Wasserabgabe der vorgeschalteten Wehre bestimmt.

Bei höheren Wasserständen, insbesondere zur Zeit der Schneeschmelze im Frühjahr und im Frühsommer, nimmt die Wasserwucht und die Wellenbildung deutlich zu. Die Schwierigkeiten können dann an einzelnen Stellen bis an WW IV heranreichen.

Wer sich im Hochsommer auf der Fahrt von Salzburg in Richtung Kärnten oder Slovenien befindet, sollte sich überlegen, diesen Abschnitt der Salzach, noch `mitzunehmen´.

Der übliche Einstieg liegt bei Högmoos, ca. 2 km östlich von Gries oder ca. 8 Kilometer östlich von Bruck (Nähe Zell am See). Hier befindet sich einige hundert Meter unterhalb des großen und von der Straße aus gut sichtbaren Wehres eine riesige asphaltierte Fläche (> N 47° 17' 17'', E 12° 55' 11''), wo geparkt und die Boote zu Wasser gelassen werden können.

Es beginnt als sehr schöne Wildwasserstrecke mit interessanter und langsam zunehmender Verblockung (s. Bild oben).

Nach ungefähr 1,5 Kilometern sollte ein gefällstarker und stark verblockter Katarakt (WW III+) vor der Befahrung vom rechten Ufer aus hinsichtlich der optimalsten Fahrroute besichtigt werden (s. Bild unten). Meist ist dieses Stück am Einfachsten von links nach rechts zu befahren.

Etwas später an der Brücke von Taxenbach folgt eine weitere Einstiegstelle. Insbesondere Raftingunternehmen starten in diesem Bereich ihre Touren. Ab hier ist die Salzach offener und weniger stark verblockt. Die Schwierigkeiten gehen hier bei Mittelwasser nicht über WW III hinaus.

Mit der Einmündung der Rauriser Ache bei Taxenbach und weiteren nachfolgenden Zuflüssen nimmt die Wassermenge und damit auch die Wasserwucht mit größeren Wellen und wuchtigen Schwallstücke spürbar zu.

Zunächst verläuft die Salzach durch eine schöne Schlucht. Hier befindet sich eine Sohlstufe, die aufgrund des starken Rücklaufes großräumig zu umtragen ist. Die Sohlstufe wird rechtzeitig durch mehrere große Schilder angekündigt. Der offizielle Ausstieg am linken Ufer ist durch einen breiten und steilen Weg gekennzeichnet, der hier direkt am Wasser endet. Der Weg führt zur Straße hinauf. Hier dem kleinen Trampelpfad folgen. Der Pfad endet nach ca. 300m an einer Kiesbank direkt unterhalb eines der Sohlstufe direkt folgenden großen Steinwurfwehres.

Übrigens: Aufgrund früherer Unfälle in dieser Sohlstufe kontrolliert die Polizei öfters, ob auch wirklich an dem o.g. Weg ausgestiegen und grossräumig umtragen wird.

Auch kurz darauf folgen in kurzen Abständen drei weitere große Steinwurfwehre, die je nach Wasserstand zumeist fahrbar sind (s. Bild oben).

Die Straße verläuft im gesamten Abschnitt der Salzach weit entfernt vom Fluss. Lediglich die Eisenbahnstrecke begleitet den Fluss auf längeren Teilabschnitten.

Im und nach dem Ort Lend, einige Kilometer vor dem Ende, nochmals interessantes Wildwasser mit wuchtigen Wellen. Hier kann rechts am Zufluss der Gasteiner Ache auch ein Blick auf den imposanten und hohen Wasserfall der Gasteiner Ache geworfen werden.

Der Ausstieg befindet sich kurz vor dem Beginn des Stausees von Schwarzach am linken Ufer. Hier bietet ein kurzer, steiler und breiter Weg, der bis ins Wasser führt, den Kajakfahrern einen bequemen Ausstieg. Auch die Raftingunternehmen beenden hier ihre Touren. Der Weg mündet einige Meter oberhalb auf einen großen Rastplatzes (mit Sitzplatzgarnitur; > N 47° 18' 11'', E 13° 06' 28''), der sich direkt neben der Bundesstraße 311 westlich des langen Straßentunnels von Schwarzach befindet.

Wer in Gries eingestiegen ist, hat immerhin eine Strecke von 18 Kilometern hinter sich. Ab Taxenbach sind es aber auch noch 16 Kilometer.

Ein Pegel ist leider vom zuvor beschriebenen Abschnitt über das Internet nicht abrufbar.

Mehrere Campingplätze bieten sich im Bereich des Zeller Sees und im Bereich von St. Johann zum Übernachten an.

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