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Eifel / Deutschland |
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Die Rur in der Eifel um Monschau ist im Winterhalbjahr für die Kanuten, insbesondere aus der Aachener Grenzregion und dem Kölner Raum, aber auch weit darüber hinaus, der beliebteste Wildwasserfluss im Westen Deutschlands. Landschaftlich sehr schön gelegen, mit flotter Strömung, vielen Kehrwässern und interessanten Spielstellen. Aber auch Wanderpaddler kommen auf dem unteren Abschnitt der Rur, d.h. ab Heimbach, auf ihre Kosten.
Der Ursprung der Rur liegt in ca. 650 m Höhe im Hohen Venn, einem großen Hochmoor in Belgien. Der Abschnitt von der belgisch-deutschen Grenze bis kurz vor Monschau wird als Hohe Rur bezeichnet und ist sowohl landschaftlich als auch wildwassertechnisch der interessanteste Abschnitt der gesamten Rur. |
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Leider ist dieser Abschnitt nur sehr selten, d.h. nur nach sehr starken Regenfällen oder während der Schneeschmelze, fahrbar. Sollte der Pegel jedoch genügend Wasser anzeigen, sollte unbedingt die Chance genutzt, jede Geburtstagsfeier abgesagt und sich schnell auf den Weg zur Hohen Rur gemacht werden! Auch vor Kälte, unter Umständen auch Schneefällen, sollte man nicht zurückschrecken - die Hohe Rur ist auf jeden Fall lohnenswert! Kurz vor Monschau fließt von Süden der Perlbach in die Rur hinzu. Da dieser Kleinfluss von einer kleinen Trinkwassertalsperre reguliert mit Wasser versorgt wird, sind die Chancen, ab der Einmündung des Perlbaches in die Rur einen ausreichenden Wasserstand zu finden, deutlich größer. Da von der Trinkwassertalsperre oft soviel Wasser abgegeben wird, dass auch der Perlbach befahren werden kann, wird die Wildwassertour oft unterhalb des Perlbachstausees begonnen. Sollte auch hier der Wasserstand zu niedrig sein, kann evtl. noch an der Einmündung des Perlbaches in die Rur oder zumindest am unteren Ortsende von Monschau (Rosentahl) die Tour gestartet werden. Von hier kann dann bis zur Rurtalsperre bei Einruhr gefahren werden. Zumeist wird die Fahrt aber schon vorher beendet. Die Schwierigkeiten der Befahrung nehmen kontinuierlich von Gut Reichenstein, der üblichen Einstiegstelle auf der Hohen Rur, bis zur Rurtalsperre ab. Gleichermaßen nimmt die Möglichkeit eines für eine Befahrung ausreichenden Wasserstandes flussabwärts immer weiter zu. Hier ein 24-minüter Film von der Strecke Reichenstein bis Grünental von Paddlern aus den Niederlanden mit Helmkamera aufgenommen. Die Rur oberhalb der Rurtalsperre ist von Köln am Besten über die Autobahn A 1 bis Abfahrt Wißkirchen und dann auf der B 266 weiter, je nach Ziel, entweder über Gemünd oder Monschau-Höfen zu erreichen. Der Wasserstand und damit die Möglichkeit einer Befahrung der Rur oberhalb der Rurtalsperre kann über das Internet beim Landesumweltamt NRW abgefragt werden. Die Pegelangaben werden hier mehrmals am Tag aktualisiert. Übersicht Pegelbezugswerte (massgeblich für die Befahrung der Hohen und der Oberen Rur) Auch der unterhalb der großen Rurtalsperre liegende, wesentlich ruhigere und landschaftlich fast ebenso schöne Abschnitt der Rur zieht viele interessierte Paddler an, insbesondere Wanderpaddler und Anfänger im Paddelsport. Dieser Abschnitt ist aufgrund der geregelten Wasserabgabe der Rurtalsperre im Prinzip fast ganzjährig ab dem Ort Heimbach fahrbar. Aus Naturschutzgründen ist hier eine Befahrung aber erst ab Mitte Juli erlaubt (siehe hierzu unten den Abschnitt zur `Mittleren Rur´). |
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Die oberste Einstiegsmöglichkeit auf der Hohen Rur befindet sich an einem Bahnübergang (> N 50° 31' 16.5'', E 06° 12' 24.0'') an der ehem. Zollstation Kalterherberg an der belgisch-deutschen Grenze. Zur Einstiegsstelle gelangt man, indem man von der Umgehungsstraße von Monschau, der B 258 / B 399, in Richtung Kalterherberg abbiegt und von hier links weiter nach Malmedy / Küchelscheid weiterfährt. Kurz vor dem Bahnübergang können rechts die Kajaks in Richtung alte Eisenbahnbrücke hinunter getragen werden. Es folgt bis Reichenstein auf 2 Kilometer ein enger und kurviger Mittelgebirgsfluss (WW I-II). Dieser kurze Abschnitt könnte eigentlich gut zum Einfahren dienen, da hier aber oft etwas mühsam querliegende Bäume umtragen werden müssen, wird zumeist die Fahrt auf der Hohen Rur immer erst in Reichenstein begonnen. Zum Gut Reichenstein gelangt man, indem man in Kalterherberg rechts nach Mützenich abbiegt und später der steilen Straße zum Fluss hinunter folgt. Unter der folgenden Straßenbrücke befindet sich links unten, an der Innenwand ein kleiner Lattenpegel. Sollte hier mindestens 35 cm angezeigt werden, ist die Rur ab hier bzw. ab Kalterherberg gerade so fahrbar. Auf der linken Flussseite befindet ein großer Parkplatz (> N 50° 32' 08.0'', E 06° 11' 59.0''), auf dem die Fahrzeuge abgestellt werden können. Schräg gegenüber dem Parkplatz, auf der rechten Flussseite, können die Kajaks bequem zu Wasser gelassen werden. Bitte aus Naturschutzgründen unbedingt am rechten(!) Ufer einsteigen. Ab Reichenstein beginnt der landschaftlich und wildwassertechnisch interessanteste Abschnitt der gesamten Rur! Eine 4 km lange Wildwasserstrecke - WW III(+) - mit durchgehend schneller Strömung, starkem Gefälle, mäßiger bis stärkerer Verblockung und gelegentlich kleinen Stufen in einer einsamen Waldschlucht - fast wie in den Alpen!
Die erste schwere Stelle wird nach einigen hundert Metern rechtzeitig durch eine kleine Holzbrücke angekündigt (s. Bild oben). Es handelt sich hierbei um einen kräftigen Abfall mit turbulentem und luftdurchsetztem Unterwasser. Der Abfall liegt unmittelbar vor dieser Holzbrücke. Die Stelle vor der Brücke sollte ganz rechts befahren werden. Weiterhin folgen im steten Wechsel `leichtere´ und schwerere Abschnitte (s. die nachfolgenden vier Bilder). Bei bis zu mittleren Wasserständen ist alles so grade vom Kajak oder Kehrwasser aus zu überblicken. Bei höheren Wasserständen existieren gelegentlich 100-300 m lange Teilstücke auf denen zwischen den ins Wasser reichenden Bäumen nur sehr kleine Kehrwasser zur Verfügung stehen. Dann ist es zumeist besser, diese dann wuchtigen Teilstücke in eins durchzufahren und dabei den tiefsten Löchern auf der Hauptroute möglichst schnell auszuweichen. |
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Der Ausstieg erfolgt später am linken Ufer am Wanderparkplatz Dreistegen (> N 50° 32' 55.0'', E 06° 13' 44.0''), kurz vor einem ca. 8 m hohen steckgefährlichen Schrägwehr. Hier endet die sogenannte Hohe Rur. Von diesem Parkplatz werden die Kajaks 100 m flussabwärts, über die Umgehungsstraße von Monschau und dann noch 50 m weit getragen. Hier gegen über der Mündung des Perlbaches können die Kajaks am linken Ufer über eine steile Böschung wieder eingesetzt werden. Alternativ kann man die Boote auch über die Brücke der Rur, 150 m die Bundesstraße hoch, anschließend noch 150 m über einen kleinen Trampelpfad am linken Ufer des Perlbaches flussaufwärts tragen und direkt oberhalb eines Wehres (s. nachfolgendes Bild unten) wieder einsetzen. So hat man zumindest noch den interessantesten Abschnitt des Perlbaches in die Wildwassertour mit einbezogen. Die Hohe Rur ist leider nur selten fahrbar, d.h. an nur wenigen Tagen im Winterhalbjahr. Dieses ist i.d.R. nach sehr starken Regenfällen oder unmittelbar während der Schneeschmelze der Fall. Die Erstbefahrung der Hohen Rur wurde 1955 von Ernst Kaeufer und seinen Paddelfreunden durchgeführt. |
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Der Einstieg zu dieser Wildwassertour erfolgt direkt unterhalb des Perlbach-Staudammes (> N 50° 32' 26.0'', E 06° 14' 23.0''). Eine kleine Straße führt nördlich von der Kreuzung der Umgehungsstraße B 258 / B 399 (südlich von Monschau) steil hinunter zum Staudammfuss. Hier wird am linken Ufer unterhalb des kleinen Pegelhäuschens eingestiegen. Der Perlbach ist auf zunächst 2 Kilometer, bis zu dem nachfolgenden und schon oben erwähnten Wehr, ein schmaler sportlicher Mittelgebirgsfluss mit leichter Verblockung, engen Kurven, vereinzelt kleinen Stufen und Schwällen sowie evtl. Baum- und Strauchhindernissen (WW I-II+). Das anschließend folgende Schrägwehr (s. Bild unten) wird ganz links gefahren. Wer das Wehr bisher noch nicht gefahren ist, kann direkt vor dem Wehr an den flachen Ufern anlegen und das Wehr zuvor besichtigen. |
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Nach dem Wehr folgt dann auf 300 m bis zur Einmündung in die Rur ein spritziger, mäßig verblockter, sehr technisch zu fahrender Abschnitt (WW II-III). Hier ist bei schneller Strömung möglichst rasch immer die beste Fahrroute zwischen den Steinen und Stufen zu suchen (s. Bilder oben und unten). |
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Zum Ende des Perlbaches geht es dann gradlinig zwischen hohen Mauern durch ein ehemalige alte Fabrik (s. Bild oben) der Mündung entgegen. Nach dem Zusammenfluss mit der Rur nimmt die Wassermenge und damit auch die Wasserwucht, insbesondere bei höheren Wasserständen, deutlich zu. Der nun kommende 2,5 km lange Abschnitt auf der Rur führt mitten durch das wunderschöne, idyllische Fachwerkstädtchen Monschau. Bei mittleren Wasserständen liegen hier die Schwierigkeiten bei eher wuchtigem Wasser und mäßiger Verblockung - insbesondere am Ortsanfang und am Ortsende (!) - bei bis zu WW II-III. Mitten im Zentrum von Monschau bietet der Fluss aber auch einen kurzen Abschnitt mit relativ ruhig dahinströmenden Wasser. Auf dem Abschnitt in Monschau sind drei Wehre zu erwähnen. Das erste, 300 m nach der Perlbachmündung befindliche, schräg abfallende `Brauereiwehr´ (s. Bild unten) kann bei niedrigen Wasserständen halblinks und bei mittleren Wasserständen (s. Bild unten) halbrechts befahren werden. Bei hohen Wasserständen sollte es wegen dem dann entstehenden starken Rücklauf unbedingt rechtsufrig Umtragen werden! Der Rücklauf ist bei höheren Wasserständen nicht zu unterschätzen. Es gab hier schon mehrere Todesfälle.
Die Strömungsgeschwindigkeit vor diesem Wehr ist hier wie auch bei den anderen Wehren bei bis zu mittleren Wasserständen nur gering, sodass man sich allen Wehrkronen langsam nähern kann. Danach beginnt die lange Ufermauer am Ortsanfang von Monschau (s. Bild unten).
Die Hauptströmung verläuft hier zunächst direkt an der Mauer längs und bildet dabei höhere Wellen und einige kräftige Walzen. Im Verlauf der Monschaudurchfahrt befinden sich an einigen wenigen Stellen - zumeist an Brücken - einige Kunstobjekte, die teilweise knapp über dem Wasserspiegel hängen - Vorsicht (Stand: 2007)! Auch in Monschau selbst gibt es unter den interessierten Blicken der vielen Touristen einige schöne Spielmöglichkeiten (s. zum Beispiel Bild unten, direkt nach der ersten Brücke). |
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Danach geht´s immer weiter hinein in das schöne Fachwerkstädtchen (s. beide Bilder oben; erstes Bild bei zu wenig Wasser). Tipp im Dezember: Fahrtunterbrechung und Besuch des Weihnachtsmarktes! Danach klappt´s auch mit der Befahrung des nachfolgenden `Favoritentöters´. |
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Das zum Ortsende unter einer Brücke liegende Schrägwehr `Favoritentöter´ (s. Bilder oben u. rechts) kann i.d.R. über eine schmale Rutsche im linken Brückenjoch befahren werden. Am Besten bei der (ruhigen) Anfahrt den mittleren Brückenpfeiler ansteuern, da die Rutsche von hier leicht nach links verläuft. |
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Die starke Strömung unterhalb der Rutsche zieht hier etwas auf die linke Ufermauer - daher auf der Rutsche die Bootsspitze ganz leicht nach rechts halten und rechts gut Stützen. Wer das Wehr zuvor besichtigen will, muss (bei nur geringer Strömung) rechtzeitig vor dem Wehr an einer der beiden kleinen Ausstiegsmöglichkeiten an den beiden Ufern anlegen. Sollte jemand das Wehr umtragen wollen, kann ein Einstieg wegen den hohen Ufermauern erst wieder 100 m hinter dem Wehr am linken Ufer erfolgen. Einige hundert Meter hinter dem `Favoritentöter´ folgt dann noch das kleinere `Kesselwehr´, das am Ortsende von Monschau den zweiten wuchtigen und stärker verblockten Teil der Ortsdurchfahrt einleitet (WW III). Das Wehr wird ca. 2-3 Meter vom linken Ufer befahren. 100-150 m nach dem `Kesselwehr´ ist noch eine `unangehme´ Stufe zu erwähnen. Diese Stelle ist am Besten am linken Rand zu bewältigen. 300 m nach dem `Kesselwehr´, am Ortsende von Monschau (Rosenthal) bzw. am Ende der linken Ufermauer, dann die erste mögliche Ausstiegstelle zur Beendigung der Wildwassertour. Wegen den wenigen Parkplätzen wird hier aber i.d.R. nicht ausgestiegen, sondern noch die 4 Kilometer bis zur Straßenbrücke in Grünental oder sogar bis zu den nachfolgenden Campingplätzen in Hammer gefahren. |
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Die Einstiegsstelle am Ortsende von Monschau kann erreicht werden, wenn man am nördlichen Ortsrand von Höfen von der Umgehungsstraße B 258 nach Monschau abbiegt und sich am Ortsbeginn von Monschau immer rechts hält, d.h. rechts über die Brücke der Rur fährt und dann am linken Ufer der Rur ca. 800 m flussabwärts bis zum Ende der Bebauung weiterfährt (> N 50° 33' 08.0'', E 06° 14' 56.0''). Leider stehen hier nur 4-5 Parkplätze zu Verfügung. Die Schwierigkeiten auf der Oberen Rur ab Ortsende Monschau, liegen bei mittleren Wasserständen bei zunächst WW II und nehmen von Monschau bis zur letztmöglichen Ausstiegstelle an der Rurtalsperre kontinuierlich ab. Wem die oberhalb liegenden Abschnitte der Rur noch zu heftig sind oder diese nicht ausreichend Wasser aufweisen, kann evtl. auch erst in Rosenthal oder in Grünental die Wildwassertour beginnen. |
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Auch der Abschnitt der Oberen Rur unterhalb von Monschau bietet schöne Schwälle, interessante Kehrwasser, einige kleinere Surfwellen/Walzen und vereinzelt auch leichte Verblockung und kleine Stufen. Eine beliebte Spielstelle bei niedrigeren Wasserständen in einer Linkskurve (s. Bild unten). Bei höheren Wasserständen `säuft´ die kleine Walze leider ab.
Landschaftlich verläuft die Obere Rur bis zur Rurtalsperre in einem schönen Waldtal. Auf dem Abschnitt bis nach Grünental führt nur ein Wanderweg längs des Flusses. Danach begleitet teilweise eine Straße, zumeist in einem größeren Abstand die Rur. Wenn sich irgendwann der Fluss in zwei Arme teilt, wird zumeist der rechte, interessantere Arm gewählt. In der dort befindlichen scharfen, steileren Linkskurve sollte möglichst weit links gefahren werden, da unmittelbar am Ende der Kurve einige Baumstämme auf Kopfhöhe etwas ins Flussbett ragen (s. Bild unten). |
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Eine beliebte Ausstiegstelle folgt ca. 4 Kilometer hinter Monschau in Grünental. Hier kann kurz hinter einem ehemaligen Gasthaus, vor der nachfolgenden Straßenbrücke, am rechten Ufer ausgestiegen werden. Auf der anderen Flussseite befindet sich ein großer Parkplatz (> N 50° 33' 49.0'', E 06° 17' 52.0''). Die nächste, etwas unbekanntere Ausstiegstelle, der `Rasenmäher´, folgt 3,5 km hinter Grünental. Hier besteht die Möglichkeit rechtsufrig an einer längeren Kiesbank kurz vor einer Straßenbrücke, die Grünental mit Hammer verbindet, die Fahrt zu beenden. Leider stehen hier am Straßenrand nur wenige Parkmöglichkeiten (> N 50° 33' 44.0'', E 06° 19' 09.0'') zur Verfügung. Auch ist es im Winter hier recht windig. Hier endet der wildwassertechnisch interessanteste Teil der Oberen Rur. Überwiegend wird jedoch noch ein kleines Stück weitergefahren. Nach einem weiteren Kilometer kann dann an der Brücke (> N 50° 33' 52.5'', E 06° 19' 58.0'') bei den Campingplätzen von Hammer am linken Ufer oder nach nochmals 5 km am rechten Ufer an der kleinen Brücke kurz vor dem Sportplatz von Dedenborn (Unterstand zum Umziehen! > N 50° 35' 18.0'', E 06° 21' 15.0'') ebenfalls die Tour beendet werden. Einige hundert Meter unterhalb des Sportplatzes, gegenüber einem Parkplatz, befindet sich auch die bekannte Pegelanlage von Dedenborn. Sportliche Wanderfahrer setzen aber auch hier die Fahrt noch um fast 4 Kilometern fort und steigen erst am Beginn des Rurtalsperre bei Einruhr linksufrig aus (> N 50° 34' 48.0'', E 06° 22' 39.0'') und kommen dann bei einem Einstieg am Ortsende von Monschau (Rosenthal) auf insgesamt 17 km. Die Ausstiegstelle bei Einruhr am Beginn der Rurtalsperre ist von Gemünd über die B 266 zu erreichen. Hierzu fährt man nach der Querung des Stausees ein Stück am linken Ufer flussaufwärts. Um zu der anderen Ausstiegstelle, nach Dedenborn, zu gelangen, geht es auf der B 266 wieder den Berg hoch und oben in einer scharfen Rechtskurve links ab und den Berg wieder hinunter. Unten in Dedenborn ungefähr auf Niveau des Flusses führt in einer scharfen Linkskurve rechts zwischen Wohnhäusern eine kleine Nebenstraße zum 300 m entfernt liegenden Sportplatz mit der dahinter liegenden Holzhütte zu Umziehen. Ab Dedenborn verläuft die Hauptstraße bis Hammer (hier ggf. links zu der Ausstiegstelle bei den Campingplätzen abbiegen) zunächst immer in der Nähe des Flusses. Am Ortsende von Hammer dann links abbiegen. Von hier bis Grünental führt die Straße dann weiterhin direkt am Fluss längs. In Grünental quert die Straße wieder den Fluss, entfernt sich diesem und führt schließlich zur Umgehungsstraße (B 258) von Monschau. Von Grünental ist es zumeist sinnvoll, auf der Flussseite gegenüber dem Parkplatz, d.h. auf der rechten Flussseite, abzubiegen und hier die steile Straße in Richtung Rohren und dann weiter bis zur B 258 zu fahren.
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Auf diesem Abschnitt ist die Rur einer der landschaftlich schönsten und dementsprechend auch beliebtesten Wanderflüsse in Nordrhein-Westfalen. Wer im nördlichen Rheinland wohnt und zum ersten Mal Kontakt mit dem Kanusport - dieser wunderschönen naturbezogenen Sportart - aufnehmen möchte, sollte zunächst auf diesem Flussabschnitt entweder mit dem Kajak oder dem Canadier die ersten Paddelschläge machen. |
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Der Flussabschnitt der Mittleren Rur liegt am Rand der Nordeifel, nördlich der riesigen Rurtalsperre, ca. 25 Kilometer westlich von Euskirchen. Der Einstieg befindet sich in dem idyllischen Heimbach. Hier über die steinerne Bogenbrücke auf die andere Flusseite fahren und der kleinen Straße hundert Meter flussabwärts folgen. An der kleinen Holzbrücke befindet sich die offizielle Einstiegstelle (> N 50° 38' 00.0'', E 06° 28' 28.0''; siehe auch Befahrungsregeln unten!). Möglichkeiten zur Rast bestehen auf der Paddeltour unterwegs ausschließlich an gekennzeichneten Stellen in Blens, Abenden und Zerkall. Bezüglich der Wahl der Ausstiegstelle gibt es mehrere Möglichkeiten. Wer Ausdauer hat fährt bis zum Ende, d.h. bis zur Staumauer des Stausees von Obermaubach. Hier befindet sich am rechten Ende auch eine Gaststätte zum Einkehren (> N 50° 42' 52.0'', E 06° 26' 53.0''). Da die letzten 3 Kilometer kaum mehr Strömung aufweisen, beenden manche die Paddeltour auch schon bereits in Abenden (> N 50° 40' 15.0'', E 06° 28' 40.5'') oder Zerkall (> N 50° 41' 29.0'', E 06° 27' 16.0''). Da die häufig verkehrende Eisenbahn den Fluss begleitet, ist auch das Umsetzen des PKW´s mit der Bahn überlegenswert. |
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Da sich auf diesem Abschnitt keine gefährliche Stellen oder Wehre befinden, lohnt sich hier eine Paddeltour auch für die ganze Familie. Dennoch sollte man hier, insbesondere wenn es sich hierbei um die erste Paddeltour im Leben handelt, nicht mit einem Leihboot den Fluss alleine herunterfahren, da natürlich jeder überhängende Strauch eine potentielle Gefahrenstelle bedeutet, sondern die Dienste von professionellen Kajaktouren- und Canadiertourenveranstalter in Anspruch nehmen. Für diesen Flussabschnitt werden aus Naturschutzgründen je Tag nur eine bestimmte Anzahl von Booten zugelassen. Auch ist eine Befahrung erst immer ab den 15. Juli eines jeden Jahres erlaubt. Eine Befahrung dieses Flussabschnittes ist in dem Zusammenhang nur nach Anmeldung und Bezahlung einer Gebühr möglich. Diese kann am Wochenende evtl. vor Ort an der Einstiegstelle an einem hier befindlichen Wohnwagen erfolgen. Da aber am Wochenende und bei schönem Wetter die Nachfrage zumeist sehr groß ist, sollte die Anmeldung schon einige Tage zuvor telefonisch erfolgen (s. unten unter Anmeldeverfahren). Wird die Paddeltour von Veranstaltern durchgeführt, kümmert sich der Veranstalter um die Anmeldung. Persönliche Anmerkung: Eigentlich ist dieser Flussabschnitt weniger ein Wildwasserfluss als ein Wanderfluss und daher nicht typisch für diese Wildwasserwebsite. Aufgrund des großen Interesses an diesem Flussabschnitt und vielen Nachfragen wurde dieser Abschnitt aber dennoch, teilweise mit Verweisen, aufgenommen. In den Sommerwochen werden vom Rurstausee zumeist nur die notwendigen 7 cbm/sec Wasser abgegeben. Dann ist an vielen Stellen immer die Hauptströmung mit dem meisten Wasser zu wählen, um nicht auf den flachen Stücken mit dem Boot hängen zu bleiben. Das Erkennen dieser Hauptströmungen wird unerfahrene Paddler etwas Schwierigkeiten bereiten. Gelegentlich befinden sich auf diesem Abschnitt kleine leichte Schwälle, die man aber in der Hauptströmung und gradliniger Befahrung in der Regel gut bewältigen kann. Bei offenen Booten kann hier auch schon einmal ein wenig Wasser ins Boot schwappen. Kurven und vor allem danach auftauchende im Wasser liegende Bäume in der Außenkurve sind da für Anfänger evtl. schon ein größeres Problem. Auch da sich in den Außenkurven in der Regel immer die Hauptströmung befindet. In Begleitung von Kanulehrern oder zumindest erfahrenen Mitpaddlern und deren Tipps werden aber auch diese Bäume unproblematisch bewältigt. Zumindest sollte man immer weit vorausschauend paddeln und schon frühzeitig(!) die Fahrroute korrigieren. Ein Schwimmer ist aber auch auf diesem im Prinzip relativ leichten Abschnitt der Rur nie auszuschließen. Daher bei schlechtem Wetter evtl. Kleidung zum Wechseln wasserdicht verpackt mitnehmen - falls man nicht sogar im Neopren fährt. Bei Abgabe von mehr Wasser aus dem Rurstausee, z.B. 15 cbm/sec, nehmen die Schwierigkeiten auf diesem Abschnitt natürlich etwas zu: Die Strömungsgeschwindigkeit steigt, die Wellen in den Schwällen werden höher, ins Wasser hineinreichende Bäume `nähern´ sich noch schneller dem Paddler, der Stromzug der Kehrwasser an den Ufern wird stärker. Falls an dem Paddeltag die Sonne scheint und es angenehm warm ist, verspricht die Paddeltour ein unvergessliches Erlebnis zu werden. Zumeist wird es dann nicht die letzte Paddeltour im Leben gewesen sein. Allgemeine Hinweise, Befahrungsregeln, Anmeldeverfahren, Gebühren bei www.rureifel-kanu.de unter `Befahrungsregeln´. Pegelstand der Rur für die Strecke ab Heimbach bei www.kanu-nrw.de unter Pegeldienst-Kanu-NRW (siehe hier Nr. 26 - Staub. Heimbach, Mindestwasserstand = 7 cbm). Die Pegelangaben werden hier aber nur Dienstag- und Freitagmittag (12 Uhr) sowie vor Feiertagen aktualisiert. |
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