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Furkareuss

Uri-Gotthard / Schweiz

Abschnitt:

Realp - Andermatt

Länge und Schwierigkeit:

9 km WW I-II-III (III-IV-)

DKV-km:

km 6,5 - km 15,5

Befahrbarkeit:

manchmal bis August

Landschaftsbewertung:

2

Hochgelegener Wildfluss direkt über dem Gotthard-Tunnel.

Die kleine relativ unbekannte Furkareuss, dem Oberlauf der späteren Reuss, fließt in einem breiten Hochtal (1500 Höhenmeter) direkt über dem nördlichen Teil des sechzehn Kilometer langen Gotthard-Tunnels.

Von allen vier Himmelsrichtungen ist dieser Fluss nur über kurvenreiche Passstraßen zu erreichen. Die übliche Anfahrt erfolgt vom Vierwaldstättersee über die Autobahn N2 bis Abfahrt Göschenen und dann weiter bis kurz hinter Andermatt (spätere Austiegstelle). Aus den anderen drei Himmelsrichtungen (Rhone-, Vorderrhein- und Ticino-Tal) ist eine Anfahrt erst ab 1. Juni möglich, da dann in der Regel hier erst die Pässe geöffnet werden.

Bei dem beschriebenen Abschnitt der Furkareuss reichen die Schwierigkeiten von überwiegend leichtem Wildwasser bis zu einem kurzen Stück schweres Wildwasser. Der Charakter des Flusses bleibt aber immer offen, sodass auch der schwerste kurze Abschnitt rechtzeitig erkannt und ggf. umtragen werden kann.

Die Furkareuss ist von Bergen von etwas über 3000 m Höhe umgeben. Bei guter Wasserführung, d.h. bei ausreichender Schneeschmelze, ist ein Einstieg bis zu 1,5 Kilometer oberhalb von Realp möglich. Die Verblockung, das Gefälle, die Fließgeschwindigkeit und damit die Schwierigkeiten liegen oberhalb von Realp noch deutlich höher (bis WW IV).

Wegen dem besseren Wasserstand - und auch wegen den besseren Parkmöglichkeiten - kann zumeist erst in Realp die Wildwassertour begonnen werden. Hierzu fährt man auf der Höhe des Bahnhofes von Realp durch ein kleines Wohngebiet zu einer Brücke (> N 46° 35' 52.0'', E 08° 30' 17.0'') am Fluss. Die Schwierigkeiten liegen hier zunächst bei WW II (III).

Ungefähr einen Kilometer nach Realp nimmt die Verblockung dann deutlich zu. Vor der alten Bogenbrücke aus Stein (s. übernächstes Bild) ist man dann bereits mittendrin in dem ca. 300 m langen und schwersten Abschnitt der Furkareuss (WW III-IV-).

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Bei Niedrigwasser liegt die schwerste Stelle auf diesem Abschnitt einige Meter vor der Brücke. Ein Abfall, in dessen idealer Fahrlinie sich rechts ein scharfkantiger Stein und links ein steckgefährlicher Schlitz befinden.

Ein Umtragen am linken Ufer ist etwas mühsam, aber möglich. Da die Straße Nr. 19 hier direkt neben dem Fluss verläuft, lässt sich dieser Abschnitt auch schon bereits beim Umsetzen ansehen.

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Unterhalb der Brücke geht es zunächst noch mit mäßig-schwerer Verblockung weiter (WW II-III, s. Bild rechts).

Später gehen dann die Schwierigkeiten auf WW II (III-) zurück.

3 Kilometer nach der o.g. Brücke taucht dann noch eine kleine reizvolle Schlucht auf (s. Bild unten, im Hintergrund). Die Schwierigkeiten sind aber auch nicht größer als zuvor.

Nach der Bogenbrücke von Hospental nehmen die Schwierigkeiten nochmals weiter auf WW I-II- ab. Später kurz vor dem Ort Andermatt wurden die Ufer vor einiger Zeit mit großen Felsblöcken neu befestigt.

An einer kleinen Brücke (> N 46° 37' 47.0'', E 08° 35' 04.5'') einige hundert Meter vor dem Beginn von Andermatt sollte die Fahrt beendet werden, da hiernach die Zufahrtsmöglichkeiten zum Fluss immer schlechter werden. Übrigens direkt hinter Andermatt folgt die sehenswerte Schöllenenschlucht, eine Extremstrecke mit mehreren unfahrbaren Stellen und Stufen von bis zu 20 m Höhe.

Der aktuelle Wasserstand und damit die Möglichkeit einer Befahrung der Furkareuss kann aktuell über das Internet bei www.swisscanoe.ch unter `Wasserstände´ abgefragt werden. Dabei scheint der Internetpegel wohl immer einige Kubikmeter Wasser mehr anzuzeigen, als tatsächlich vor Ort vorhanden sind.

Einen schön gelegenen, einfachen Campingplatz gibt es zwischen Hospental und Realp direkt am Fluss (> N 46° 36' 19.0'', E 08° 31' 15.0'').

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