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Orb


Südliches Zentralmassiv / Frankreich


Überwiegend leichter Wildfluss in einem grünem Waldtal nahe des Mittelmeeres. Aufgrund einer Wasserzuleitung einer der wenigen bis in den Sommer hinein fahrbaren Flüsse im Süden Frankreichs.

Die hier beschriebenen Flussabschnitte des Orb liegen am äußersten Rand der südlichen Ausläufer des Zentralmassivs, ca. 30 Kilometer nordwestlich der Stadt Bezier. Der Fluss entspringt in ca. 900 m Höhe, verläuft weitgehend durch eine bergige Hügellandschaft mit langsam abfallenden Höhen.

Trotz der im Vergleich zu anderen Wildwasserflüssen niedrigen Berghöhen bietet die Flusslandschaft teilweise herrliche Waldtäler. Die wildwassertechnischen Schwierigkeiten sind insgesamt eher gering. Das typische des Orb sind die unterschiedlich langen leicht strömenden Strecken, vereinzelnd auch Zahmwasserstrecken, die gelegentlich von Kiesbankschwällen unterbrochen werden. Diese Schwälle sind zumeist einfach zu befahren, können aber in wenigen Fällen, insbesondere auf dem hier beschriebenen oberen Abschnitt und hier wiederum bei der Hängebrücke von Tarassac, bei mittleren Wasserständen auch WW III erreichen.

Zwei kurze, hier nicht beschriebene Abschnitte bieten aber auch dem erfahrenen Wildwasserpaddler bis in den Sommer etwas Abwechslung. Bei dem einen Abschnitt handelt es sich um eine 2 Kilometer lange natürliche Slalomstrecke im Unterlauf des Orb (WW III-IV), bei dem anderen Abschnitt um die letzten 4,5 Kilometer des unteren Jaur (WW III). Siehe hierzu den DKV-Führer.

Die Wassermenge und auch der Wasserstand nehmen von der Einstiegstelle des oberen Abschnittes bis zum Bereich unterhalb des Jaur-Zuflusses deutlich zu. Der informative Pegel Vieussan kann im Internet unter www.rdbrmc.com/hydroreel2/station.php?codestation=749 aufgerufen werden. Die Pegelanlage liegt in der Mitte des zweiten, dem unteren Abschnitt und beinhaltet auch das Zuschusswasser der Jaur. Nach verschiedenen Angaben dürften 10 cbm/sec die Mindestwassermenge für den unteren Abschnitt darstellen. Ab 18 cbm/sec dürfte dieser Abschnitt Spaß machen, obwohl es für diesen Abschnitt nur einen guten Niedrigwasserstand bedeutet.

Als günstig gelegendes Standquartier am Orb bietet sich der Camping `Municipal de Tarassac´ beim gleichnamigen Ort an. Dieser liegt direkt am Fluss am linken Ufer und hatte im Jahr 2007 ganzjährig geöffnet. Da einige hundert Meter unterhalb des Campingplatzes der Jaur in die Orb mündet und dieser einiges an kraftwerksregulierten Zuschusswasser bringt, ist der Orb üblicherweise ab hier bis in den Sommer hinein immer gut fahrbar. Da auch der Jaur auf den letzten Kilometern bis in den Sommer hinein fahrbar ist, bietet sich der vorgenannte Campingplatz auch ideal als Ausstiegstelle am Ende einer Befahrung der Jaur an.


Abschnitt:

Le Poujol - Tarassac

Länge und Schwierigkeit:

9,6 km WW I-II-III

DKV-km:

km 74,7 - km 65,1 (bzw. 64,2)

Befahrbarkeit:

bis Mai, evtl. noch Anfang Juni

Landschaftsbewertung:

2 (3)


Auf dem oberen, hier beschriebenen Abschnitt bietet der Orb einige interessante sportliche Schwälle. Dieser Abschnitt ist aber leider zumeist nur bis spätestens Frühsommer fahrbar.

Landschaftlich durchfließt hier der Orb zunächst ein breites, teilweise bebautes sowie landwirtschaftlich genutztes Tal. Später wird das Tal enger. Die im Tal verlaufende Straße und Eisenbahn liegen weitgehend unsichtbar vom Fluss. Waldhänge begleiten zunächst nur auf der Südseite später auf beiden Seiten den dann weitgehend einsamen Fluss. Trotz der Nähe des Mittelmeeres und dem trockenen Wetter Südeuropas ist die grüne Vegetation dieser Flusslandschaft beeindruckend.

Ein möglicher Einstieg zur Befahrung dieses Abschnittes liegt auf der linken Flussseite auf der Höhe des Ortes Le Poujol-s-Orb. Dieser Ort liegt 2 Kilometer südwestlich von Lamalou. Hierzu mitten in Poujol von der D 908 zur Brücke abbiegen, diese überqueren und auf der südlichen Flussseite dann auf der D 160 noch 200 m flussaufwärts fahren. Gegenüber dem Campingplatz `Le Gatine´ befindet sich oberhalb der Böschung des Flusses ein Parkplatz (>
N 43° 34' 35.0'', E 03° 04' 06.0'') und ein Trampelpfad zum Fluss.

3,5 Kilometer nach Fahrtbeginn ist ein 6 m hohes Wehr zu überwinden (s. Bild unten). In der Mitte ist eine Bootsrutsche gut fahrbar. Gegebenfalls kann das Wehr auch rechtsufrig umtragen oder von hier auch die Rutsche zunächst begutachtet werden. 200 m nach dem Wehr ist je nach Wasserstand gegebenfalls noch eine niedrige Brücke linksufrig zu umtragen.

4 Kilometer nach dem Wehr folgt die hochgelegene Hängebrücke von Tarassac. Davor (s. Bild unten) und danach (s. übernächstes Bild) befinden sich die schwersten Stellen (WW III) der beiden hier beschriebenen Abschnitte des Orb, verblockte Schwälle, die bei guten Wasserständen durchaus wuchtig werden und dann auch hohe Wellen und vereinzelnd kräftige Walzen bilden können. Die Stellen können von der Hängebrücke, wenn auch nur von Weitem, überwiegend eingesehen werden.

Je nach dem zu welcher Jahreszeit man am Orb ist und auf welchem Campingplatz man übernachtet, bietet sich entweder eine Fortsetzung der Fahrt an oder man beendet die Fahrt an dem einige hundert Meter danach folgenden Campingplatz `Municipal de Tarassac´ (DKV-km 65,1) am linken Ufer oder einige hundert Meter danach auf der Höhe der Jaur-Mündung (DKV-km 64,2) am linken Ufer. Diese Ausstiegstelle gegenüber der Jaurmündung wird erreicht, in dem man zunächst von der D 14 zum vorgenannten Campingplatz abbiegt, dann aber nach 50 m direkt nach links auf einen kleinen Fahrweg zum Fluss abbiegt (> N 43° 33' 30.0'', E 02° 58' 31.0'').


Abschnitt:

Tarassac - Cessenon

Länge und Schwierigkeit:

10,7 km WW 0-I-II (III)

DKV-km:

km 65,1 (bzw. 64,2) - km 54,4

Befahrbarkeit:

bis Juli

Landschaftsbewertung:

2


Auch unterhalb von Tarassac setzt sich der landschaftliche Charakter des weitgehend einsamen Waldtales fort. Auf den nachfolgenden Kilometern nehmen jedoch die Schwierigkeiten der Schwälle ab und die Abstände zwischen diesen zu.

Im weiteren Verlauf tauchen zwei niedrige Brücken auf. Die erste Brücke kann bei niedrigen Wasserständen evtl. unterfahren, andernfalls muss linksufrig umtragen werden (s. Bild unten). Die 1,5 Kilometer später folgende Brücke ist noch niedriger und muss immer umtragen werden (s. übernächstes Bild).

Beim Dorf Ceps kann die Fahrt am linken Ufer vor der Straßenbrücke beendet werden (> N 43° 30' 56.0'', E 02° 59' 32.0'').

Hiernach öffnet sich das Waldtal, die Berge werden niedriger. Eine Weiterfahrt auf dem nun nur noch sportlichen Wanderfluss ist aber auch noch auf weiteren 15 Kilometern möglich. So ergeben sich auch im Frühsommer, vielleicht sogar im Hochsommer, immerhin noch Paddelmöglichkeiten von insgesamt 35 Kilometern auf dem Orb. Im Verlauf dieses unteren Abschnittes sind jedoch einige Wehre zu bewältigen (s. DKV-Führer).




Hinweis: Alle Fotos und Infos basieren auf den 22. April 2008. Beide Abschnitte hatten - nach intensiven Regenfällen am Vortag - Wasserstände, die deutlich über den eines mittleren Wasserstandes lagen. Der o.g. Internetpegel Vieussan (7 km unterhalb von Tarassac bzw. unterhalb des Jaur-Zuflusses) zeigte 1,10 m bzw. 40 cbm/sec an. Bis auf die beiden niedrigen Brücken auf dem unteren Abschnitt war alles durchgehend fahrbar.




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