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Möll

Kärnten / Österreich

Ein bei Kajakschulen und Anfängern im Wildwassersport beliebter Fluss in einem breiten Tal.

Die Möll liegt südlich des österreichischen Alpenkamms, nordöstlich von Lienz und westlich von Spittal. Die Anfahrt aus den Nordalpen zur Standartstrecke der Möll kann je nach Anreise- und Zielort entweder über den Felberntauerntunnel, über die landschaftlich beeindruckende aber langwierige Großglocknerhochstraße, mit der Autoverladung (tagsüber halbstündlich) von Badgastein oder über den Tauerntunnel erfolgen.

Die Quelle liegt in ca. 2400 m Höhe im Bereich des sehenswerten 10 km langen Pasterzegletschers unterhalb des Großglockners (3798 m). Im Frühsommmer, bei entsprechend ausreichenden Wasserständen, bietet sich schon der Oberlauf der Möll von Putschall bis Winklern für eine Befahrung an. Im Hochsommer wird wegen der regulierten Wasserabgabe ab dem Kraftwerk von Außerfragant meistens nur der Unterlauf der Möll, die beliebte Standartstrecke ab Außerfragant bei Flattach, befahren.

Die Untere Möll verläuft in einem weiten, schönen Tal mit immer währenden Blicken auf die umliegenden Berge, teilweise auch auf die hoch oben verlaufene Eisenbahnstrecke. Sie bietet auf dem beschriebenen Flussabschnitt vor allem leichtes Wildwasser. Das Gefälle und die Fließgeschwindigkeit sind weitgehend gleichmäßig. Gefährliche Stellen oder Verbauungen existieren hier nicht. Ein idealer Fluss für Anfänger im Wildwasserkanusport!

Die Standartstrecke der Möll, vom Kraftwerk Außerfragant bis zum Stausee bei Kolbnitz, ist meist ganzjährig fahrbar. In trockenen Sommern erfolgt eine für die Befahrung ausreichende Wasserabgabe aber oft nur Vormittags an den Werktagen. Auch an den übrigen Tagen schwankt die Wassermenge durch die regulierte Abgabe des Kraftwerkes. Zumeist findet der Paddler aber zu den üblichen Paddelzeiten einen ausreichenden oder sogar einen guten Wasserstand vor.

Der aktuelle Wasserstand und damit die Möglichkeit einer Befahrung der unteren Möll kann aktuell über das Internet bei www.kajak.at unter `pegelstände´ abgefragt werden.

Bei einem Standort auf dem auf halber Strecke und direkt am Wasser gelegenen Campingplatz bei Obervellach (> N 46° 55' 35'', E 13° 12' 06'') lässt sich die insgesamt 20 km lange Strecke gut in zwei gleich lange Abschnitte unterteilen.

Abschnitt:

Untere Möll - 1. Abschnitt

Außerfragant - Camping Obervellach

Länge und Schwierigkeit:

10 km WW I-II (II+)

DKV-km:

km 55 - km 65

Befahrbarkeit:

beinahe ganzjährig

Landschaftsbewertung:

2-3

Der oberste Einstieg kann direkt unterhalb des Wasserauslasses des Kraftwerkes von Außerfragant erfolgen. Von der Südseite des Kraftwerkgebäudes und der hier befindlichen kleinen Parkmöglichkeit (GPS-Daten nicht vorhanden) können die Boote über eine Wiese zum Wasser hinunter getragen werden (s. Bild unten).

Zunächst verläuft die Fahrt durch einen begradigten aber baumbestandenen Kanal bis nach einigen hundert Metern das eigentliche Flussbett der zumeist nur wenig Wasser führenden Möll erreicht wird. Ein weiterer beliebter Einstieg befindet sich zwei Kilometer weiter am linken Ufer der Brücke von Flattach.

Bei dem 10 km langen Abschnitt von Außerfragant bis zum Campingplatz in Obervellach handelt es sich ausschließlich um leichtes Wildwasser (WW I-II). Unterbrochen wird diese sportliche Wanderstrecke kurz hinter Flattach lediglich von einem schneller strömenden Stück, mit einigen schönen Wellen (bis WW II+ / s. Bild oben) sowie einem kurzen, leicht verblockten Stück direkt am Campingplatz bei Obervellach.

Zwei kräftige Zuflüsse bzw. Wasserzulässe auf den ersten Kilometern mit wuchtigen Wellen laden evtl. zum kurzen Spielen ein, können aber auch gut Umfahren werden.

Auf den verbleibenden Kilometern bis nach Obervellach steht dann wieder der Landschaftsgenuss im Vordergrund (s. Bild oben).

Der Campingplatz von Obervellach wird einige hundert Meter nach der Straßenbrücke, die von Obervellach zum rechts gelegenen Campingplatz führt, erreicht. Wer am gleichen Tag noch bis zum Stausee paddeln will, kann hier eine Pause machen und einen kleinen Imbiss im Lokal des Campingplatzes einnehmen.

Abschnitt:

Untere Möll - 2. Abschnitt

Camping Obervellach - Stausee

Länge und Schwierigkeit:

10 km WW I-II u. II-III-

DKV-km:

km 65 - km 75

Befahrbarkeit:

beinahe ganzjährig

Landschaftsbewertung:

2

Direkt am Campingplatz laden je nach Wasserstand einige Felsblöcke und kleine Stufen zum Spielen oder Üben in den Wellen ein (s. Bild unten).

Auf der Höhe des Campingplatzes wurde die Möll im Frühjahr 2005 teilweise neugestaltet. Nun sind hier einige neue interessante Spiel- und Übungsstellen entstanden (s. Bild oben; die neue Surfwelle).

Hinter dem Campingplatz setzt sich dann das leichte Wildwasser (WW I-II / s. Bild unten) auf zunächst 5 km Länge bis zur Brücke der Bundesstraße 106 fort. Insgesamt sind die Schwierigkeiten auf diesem Teil der Möll noch etwas geringer als auf den Kilometern vor dem Campingplatz.

Ab der Straßenbrücke der Bundesstraße 106 wird es dann auf den verbleibenden 5 km bis zum Stausee bei Kolbnitz, gerade bei höheren Wasserständen recht wuchtig. Längere Abschnitte mit höheren Wellen, wobei die höchsten aber auch gut umfahren werden können, und schnelle Strömung kennzeichnen diesen wildwassertechnisch anspruchsvollsten Teil der Unteren Möll (WW II-III-).

Der Ausstieg wird dann am linken Ufer unmittelbar am Beginn der Aufweitung des großen Stausees (Mole links umfahren!) erreicht. Hier bestehen Parkmöglichkeiten (> N 46° 52' 14'', E 13° 19' 18'') auf einer kleinen Zufahrtsstraße zwischen der Bundesstraße und einem Zeltplatz.

Bild Nr. 5 von Familie Pristavec

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