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kajaktour.de . |
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Tirol / Österreich |
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Bekannt ist der Lech aber insbesondere als leichter Wildwasserfluss und als sportlicher Wanderfluss. Zwischen Steeg und Weißenbach verläuft er weitgehend unverbaut in einem breiten Trogtal und bietet während einer Befahrung immer eine herrliche Aussicht auf das umgebene Gebirgspanorama. |
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Da hier einige Syphone lauern, einige Stellen zu Umtragen sind und ein Fahrtabbruch zwischendurch faktisch nicht möglich ist, werden die Lechschluchten nur von sehr erfahrenen Paddlern in Verbindung mit Kennern der Schluchten befahren. |
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Einen interessanten und lohnenden Blick auf das, was oben in den Schluchten die Paddler erwartet, hat man von einer Brücke 3 Kilometer oberhalb von Steeg (siehe Bild oben). Ab Steeg weitet sich dann das Tal und die Schwierigkeiten gehen deutlich zurück. Ab hier pendelt der Lech in einem breiten Tal zwischen den Hängen der Allgäuer und der Lechtaler Alpen hin und her. Die umgebenen Berge erreichen hier Höhen von bis zu 2600 m Höhe. Ab Steeg haben auch Normalpaddler, aber auch fortgeschrittene Anfänger im Wildwassersport, auf über 40 Kilometern Gelegenheit zu einer schönen Paddeltour. Zumeist werden hier zwei Abschnitte gefahren. Idealerweise liegt genau zwischen diesen Abschnitten ein Campingplatz, der `Campingplatz Rudi´ (> N 47° 18' 55'', E 10° 29' 53''), sodass an einem Tag der obere und am nächsten Tag der untere Abschnitt - oder umgekerrt - gepaddelt werden kann. Der vorgenannte Platz liegt ca. 700 Meter nordöstlich der Straßenbrücke von Häselgehr direkt am linken Ufer des Lechs und wird bevorzugt von Paddlern besucht. Spätestens am Wehr zwischen Weißenbach und Reutte, bei DKV-km Flusskilometer 179, rund 47 Kilometer unterhalb von Steeg, muß dann die Paddeltour beendet werden. Auf den nachfolgende rund 180 Kilometern bis zur Mündung in die Donau ist der Lech dann leider total verbaut. Bis auf wenige Tage im Hochsommer, z. B. nach einer längeren Trockenperiode, ist der hier beschriebene Teil des Lechs das ganze Jahr fahrbar. Bis Anfang Juni, zur Zeit der Schneeschmelze, sind die Wasserstände zumeist noch höher, danach beginnt in der Regel die beste Zeit für eine Befahrung. Der aktuelle Wasserstand und damit die Möglichkeit einer Befahrung kann am besten über die Website https://rivermap.org oder über die installierte App https://www.riverapp.net/de abgefragt werden. Hinweis: Da die Kiesbänke
Brutplätze für seltene Vogelarten sind, bitte in der Brut- und
Aufzuchtzeit vom 1. April bis 31. Juli die Kiesbänke nicht betreten!
Ausgenommen hiervon sind natürlich die offiziellen Ein- und
Ausstiegstellen. |
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Mai 2026: In Steeg befindet sich die übliche Einstiegstelle am westlichen Ortsende am rechten Ufer. An der zweiten/oberen
Straßenbrücke im Ort, wechselt man von der Talstraße (Nr. 198) auf die
rechte Flussseite. Hier fährt man dann noch 500 m weiter flussaufwärts
bis zu einer schrägen Rampe (DKV-km 225,4 >
N 47° 14' 27'', E 10° 16' 58''),
die ins Wasser führt und über die die Kajaks bequem ins Wasser gebracht
werden können (s. Bild unten). Oberhalb dieser Einstiegstelle besteht
aufgrund eines Fischschongebietes ein ganzjähriges Befahrungsverbot.
Anfangs in Steeg noch etwas verbaut wird das Flussbett schon bald
natürlich. |
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Gleichmäßig schnelle Strömung, längere Strömungsabschnitte, einige Schwälle mit teilweise einigen höheren Wellen bietet dieser Abschnitt. Vom Boot aus ist alles gut erkennbar. Bei höheren, aber auch schon bei mittleren Wasserständen bilden sich in den Schwällen vereinzelnd sogar sehr wuchtige Wellen, an den Rändern kräftige Verschneidungen sowie auch einige, wenn auch wenige Löcher. Die schwersten Stellen können zumeist immer ein wenig umfahren werden. Natürlich muß wie auf jedem Wildfluss immer mit Unvorhersehbarem gerechnet werden. |
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700 m nordöstlich/flussabwärts der Straßenbrücke von Häselgehr
wird die Paddeltour dann zumeist am linken Ufer an dem dort befindlichen `Campingplatz Rudi´
(DKV-km 204,9 > N 47° 18' 55'', E 10° 29' 53'') beendet. Wer hier nicht seinen
Standort hat, kann bis zur Ortschaft Elmen weiterpaddeln. Hier befindet
sich die nächste offizielle Ein- und Austiegstelle ca. 500 m
oberhalb/südwestlich von Elmen an einer überdachten Fußgängerbrücke mit großem
Parkplatz am rechten Ufer (DKV km 201,2 > N 47° 20' 07'', E 10° 32' 09'').
Hierzu oberhalb von Elmen von der Talstraße auf eine schmale Fahrstraße
zum Fluss abbiegen. Bitte die Prallwand (s. Beschreibung unten) 1,5 km
nach dem Camping beachten. Da sich damit der Abschnitt auf immerhin 24,2 Kilometer verlängert,kann man sich auch überlegen, diesen langen Abschnitt in zwei Abschnitte aufzuteilen, zunächst nur die 10,2 km bis Bach zu paddeln und am nächten Tag die 14,1 km bis Elmen. Die in Bach befindliche
offizielle Ein- und Austiegstelle befindet sich 400 m oberhalb der
Straßenbrücke von Bach am rechten Ufer. Hierhin gegenüber der Feuerwehr auf einen
schmalen Fahrweg zum Fluss abbiegen (DKV-km 215,3 > N 47° 16´ 08", E 10 23' 58"). Hinweis: Die Infos zu diesem Abschnitt basieren
auf die letzte Befahrung am 24. Mai 2026. Die Fotos sind aus verschiedenen Jahren und stellen den Flussabschnitt bei mittleren Wasserständen dar. Alle Infos und Fotos von Mathias Dieckmann. |
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Eine weitere, insbesondere auch bei Canadierfahrern beliebte Strecke ist der Abschnitt unterhalb dem Campingplatz von Häselgehr. Zunächst geht es wie oberhalb von Häselgehr weiter. Im Gegensatz zu der oberen Strecke verläuft hier der Fluss dann aber auf der zweiten Hälfte der Strecke in einem breiten Kiesbett. Öfters teilt sich hier der Lech in mehrere Flussarme. Man könnte denken, das man irgendwo in Kanada und nicht mitten in Europa ist. Insgesamt ist dieser Abschnitt etwas leichter als der obere Abschnitt. Dieses resultiert insbesondere aus den größeren Abständen zwischen den etwas `schwereren´ Stellen und Passagen. Aber auch hier gibt es den einen oder anderen kräftigen Kies- oder Geröllbankschwall. Auch wenn im Prinzip die Schwierigkeiten hier gering sind, sollte der Fluss nicht unterschätzt werden. Insbesondere nach einem stärkeren Hochwasser oder nach evtl. Baumaßnahmen am Ufer kann aus einer harmlosen Stelle plötzlich auch eine etwas schwierigere oder sogar gefährliche Stelle werden. So taucht 1,5 Kilometer unterhalb des Campingplatzes von Häselgehr am rechten Ufer unvermittelt eine Prallwand auf, vor der mehrere senkrechte Eisenträger hervorragen und sich manchmal auch gerne angeschwemmte Bäume versammeln. Bei schneller Strömung daher möglichst großen Abstand von dieser Wand halten und ggf. lieber noch einmal eine Ehrenrunde im gegenüberliegenden Kehrwasser machen. Notfalls kann man aber auch die Stelle am linken Ufer umtragen. Der kräftigste Schwall und die zugleich schwerste Stelle (WW III-) auf dem unteren Abschnitt des Lechs befindet sich kurz unterhalb der Brücke von Stanzach, d.h. 9,6 Kilometer unterhalb des Campingplatzes von Häselgehr. Hier wartet auf der rechten Hälfte des Flusses, bedingt durch eine Felsrippe, eine mächtige Walze auf den ahnungslosen Paddler. Links gibt es aber eine leichte Durchfahrt. Bei Niedrigwasser sieht die Situation hier etwas anders aus. Dann wird hier das ganze Wasser auf nur 2-3 Meter am rechten Rand zusammengepresst und es entsteht hier ein wuchtiger aber fahrbarer Schwall mit hohen Wellen. |
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Danach wechselt der Charakter der Flusses und der Lech mäandriert durch eine herrlich wilde Kiesbanklandschaft mit vielen, teilweise auch unfahrbaren Seitenarmen und Inseln (siehe Bild oben). Auch hier gibt es noch gelegentlich die eine oder andere Übungsstelle, wie Kehrwässer, Schwälle und kleinere Surfwellen. Die Tour auf dem unteren Lech kann je nach Ausdauer und Lust irgendwo an einer geeigneten Stelle beendet werden. Die den Fluss begleitende Straße B 198 verläuft in größeren Abständen immer wieder in der Nähe des Flusses. Oft wird in Weißenbach am rechten Ufer (DKV-km 184,6 > N 47° 26' 25'', E 10° 38' 47'') unter der Riedener Brücke die Paddeltour beendet. Weiter als bis nach Weißenbach wird aber nur selten gepaddelt. |
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