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Kössener Ache


Tirol / Österreich




Leichter Wildfluss mit sehr schöner Schlucht an der Grenze von Österreich zu Deutschland.

Die Kössener Ache, oft auch Großache oder Tiroler Ache genannt, liegt südlich des Chiemsees. Drei Quellflüsse, die teilweise aus den bis zu 2400 m hohen Kitzbühler Alpen entspringen, bilden ab St. Johann die Kössener Ache. Ab hier ist die Ache oft ganzjährig, 20 Kilometer unterhalb, d.h. ab Kössen, sogar ganzjährig fahrbar.

Besonders die nur 2,5 Kilometer lange und landschaftlich hervorragend schöne Entenlochklamm (s. Bild unten), dem Durchbruch durch die Chiemgauer Berge direkt unterhalb von Kössen, zieht die Kanufahrer zu diesem sportlichen Wanderfluss. Neben Kajaks, Canadier finden sich auch Rafts auf dem beliebten Unterlauf der Ache.




Der aktuelle Wasserstand und damit die Möglichkeit einer Befahrung der Kössener Ache kann aktuell über das Internet bei http://4-paddlers.com unter Kössener Ache / Kössen abgefragt werden.

Neben einem guten Campingplatz ca. 2 Kilometer südöstlich von Kössen gibt es in der weiteren Umgebung von Kössen etliche weitere Campingplätze.




Abschnitt:

Straßenbrücke nördl. Erpfendorf - Bauhof Kössen

Länge u. Schwierigkeit:

7 km WW 0-I+(II-) u. 4 km WW I+(II-)

DKV-km:

km 43 - km 54

Befahrbarkeit:

oft ganzjährig

Landschaftsbewertung:

2- u. 3+


Der nachfolgend beschriebene Abschnitt der Kössener Ache liegt südlich des Ortes Kössen. Dieser Abschnitt wird zumeist nicht gesondert, sondern nur im Zusammenhang mit dem nachfolgenden Abschnitt, der `Entenlochklamm´, befahren.

Da am Ende dieses Abschnittes, d.h. bei Kössen zwischen Kilometer 52 und 53, in der Zeit vom 15.09. bis 31.05. ein Befahrungsverbot aus Naturschutzgründen besteht, wird sich die Befahrung dieses Abschnittes sowieso nur auf die Monate Juni bis Mitte September beschränken, vorausgesetzt, dass die Wasserstände ausreichend sind. Aber auch in dieser Zeit darf auf diesem Kilometer nicht angelandet und der Fluss nur in Hauptstromrichtung befahren werden.

Die übliche Einstiegstelle für diesen Abschnitt wird von Kössen erreicht, indem man der Kössener Ache flussaufwärts in Richtung St.Johann/Lofer folgt. Nach 8 Kilometern quert die Fernverkehrsstraße die Ache vom Ostufer zum Westufer. Hier befindet sich an der Straßenbrücke ein Parkplatz (> N 47° 37' 17'', E 12° 27' 52''), wo die Kajaks an einer Steinböschung zu Wasser gelassen werden können.

Auf den ersten 11 Kilometern bis zum Beginn der Entenlochklamm bietet die Kössener Ache weitgehend eine eher geruhsame Fahrt. Lediglich einige wenige Schwälle, einige Kehrwasser, je nach Wasserstand auch einige im Flussbett liegende Steine, sorgen dabei für etwas Unterhaltung (s. die drei nachfolgenden Bilder). Ein idealer Fluss für Wanderfahrer und Anfänger im Wildwassersport.




Landschaftlich unterscheiden sich die ersten 7 Kilometern deutlich von den nachfolgenden 4 Kilometern bei Kössen. Nach Fahrtbeginn bei Zahmwasser begleiten zunächst noch regulierte Ufer den Fluss. Aber schon bald beginnt der renaturierte weitgehend einsame Bereich mit einzelnen Flussaufweitungen. Bis nach Kössen ein sehr schöner Paddelabschnitt mit einigen wenige ganz leichten Übungsstellen (WW I bis I+). Eine Stelle kann evtl. WW II- erreichen, kann aber auch umfahren werden.

Im Bereich von Kössen wurden auf 4 Kilometern vor Kurzem ebenfalls umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt. Das Flussbett wurde deutlich verbreitert. An den Uferböschungen hat sich leider noch kein Grün entwickelt (s. Bild unten). Dieses wird noch einige Jahren dauern.

Zum Ortsende befinden sich einige flachgeneigte Sohlschwellen, die gut befahren werden können. Eine Stelle kann auch hier evtl. WW II- erreichen (s. Bild unten).

Bald danach wird dann auch schon am rechten Ufer die übliche Einstiegstelle für die nachfolgende ´Entenlochklamm´ erreicht.


Abschnitt:

`Entenlochklamm´


Bauhof Kössen - Straßenbrücke B 307

Länge und Schwierigkeit:

4 km WW I-II

DKV-km:

km 54 - km 58

Befahrbarkeit:

ganzjährig

Landschaftsbewertung:

1-2


Die übliche Einstiegstelle (> N 47° 40' 19'', E 12° 23' 55'') für die `Entenlochklamm´ befindet sich beim städtischen Bauhof am nördlichen Ortsrand von Kössen. Wer nur den landschaftlichen Höhepunkt der Kössener Ache, die `Entenlochklamm´, paddeln will, wird in der Regel erst hier Einsteigen. Beim Abstellen der Fahrzeuge ist zu beachten, dass auf der schmalen Zufahrtsstraße keine möglichen LKW´s (und deren Schleppkurven) des Bauhofes und der benachbarten Firma behindert werden.

Ein Einstieg an dieser Stelle bietet sich auch im Frühjahr und im Herbst an, da die Kössener Ache flussaufwärts auf einem kurzen Abschnitt in der Zeit vom 15.09. bis 31.05. für eine Befahrung gesperrt ist.

Bald nach Fahrtbeginn rücken die Felswände näher an den Fluss und die landschaftlich beeindruckende `Entenlochklamm´ beginnt (s. nachfolgende Bilder). Der einzige Weg durch die Schlucht ist nun nur noch das Boot.


Zu den wassertechnischen Schwierigkeiten in dieser Schlucht gehören insbesondere die aufgrund der vielen Kurven an einzelnen Stellen in der Schlucht auftretenden und nur schwer einschätzbaren Strömungsverschneidungen und `Pilze´ (bis WW II).

Mit Pilzen sind die Stellen gemeint, in denen das von einzelnen Felswänden heruntergedrückte Wasser wieder pilzförmig auftaucht und es hierbei in diesen Bereichen zu etwas schwer kalkulierbaren Strömungen kommt. Insbesondere bei höheren Wasserständen sind diese Schwierigkeiten nicht zu unterschätzen. Bei bis zu mittleren Wasserständen und gewissen Grundkenntnissen im Umgang mit dem Kajak oder Canadier kann diesen vereinzelt nur an den Felswänden auftretenen Stellen zumeist ausgewichen oder diese auch ohne größere Probleme überfahren werden.


Zum Genießen der Landschaft verbleibt auf jeden Fall genügend Zeit. Wer will, kann inmitten der Schlucht unmittelbar an einer Hängebrücke (s. Bild oben) am rechten Ufer an der Kiesbank aussteigen, die Boote hier liegen lassen, den kleinen Weg zu einem kleinen Gasthaus ca. 100 m oberhalb des Flusses hinaufgehen und hier eine schöne Brotzeit machen.

100 m nach der Weiterfahrt folgt, abgesehen von den bisherigen Pilzen, vermutlich die schwerste Stelle (s. Bild unten; WW II). Ein kräftiger Schwall.
Danach lassen die Schwierigkeiten langsam nach. Es bleibt jedoch weiterhin wunderschön.


Nachdem die Felswände wieder zurücktreten und vereinzelnd Kiesbänke auftauchen wird bald die übliche Ausstiegsstelle der Kössener Ache erreicht. Diese befindet sich unmittelbar an der folgenden großen Straßenbrücke am rechten Ufer. Hier kurz hinter der Grenze von Österreich nach Deutschland quert die Bundesstraße 307 die Kössener Ache. Direkt nordöstlich der Brücke wurde ein großer Parkplatz (> N 47° 42' 29'', E 12° 23' 37'') für die Kanufahrer und Rafts angelegt.

Vereinzelnd wird die Fahrt noch um 8,6 Kilometer bei WW I bis direkt rechts vor dem unfahrbaren Wehr vor Marquartstein fortgesetzt.

Hinweis: Alle Infos und Fotos sind von der letzten Befahrung am 05.06.2015 und von Mathias Dieckmann. Der Fluss hatte auf beiden Abschnitten etwas mehr als Mittelwasser. Der o.g. Internetpegel zeigte 119 cm an. Alles war durchgehend befahrbar. Die wildwassertechnischen Bewertungen beziehen sich auf mittlere Wasserstände.


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