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Inn

Tirol / Österreich

Abschnitt:

Imster Schlucht

Imst - Haiming

Länge und Schwierigkeit:

14 km WW III

DKV-km:

km 358 - km 344

Befahrbarkeit:

ganzjährig

Landschaftsbewertung:

2

Ein Klassiker der großen Wildflüsse in den Alpen ist die Imster Schlucht des Inns.

Die oft befahrene Imster Schlucht, liegt in Tirol genau in der Mitte zwischen den Städten Landeck und Innsbruck.

Der Inn unterhalb der Stadt Imst stellt sich als breiter, sehr wasserreicher Fluss (fast) ohne jegliche Verblockung dar. Das besondere auf dem Abschnitt zwischen Imst und Haiming sind die vereinzelnd auftretenden wuchtigen, langen Schwälle mit hohen Wellen. Manche Wellen sind so hoch, dass man seine Mitpaddler nicht mehr sieht. Auch finden sich hier einige kräftige Walzen und große `Löcher´, die von Normalpaddlern besser in einem sicheren Abstand umfahren werden. Das durchschnittliche Gefälle dieser 14 Kilometer liegt bei lediglich 4 ‰. Dennoch sind die Schwallstrecken nicht zu unterschätzen.

Der Wasserstand und damit der Schwierigkeitsgrad kann in der Imster Schlucht erheblich variieren. Im Frühjahr, vor dem Beginn der eigentlichen Schneeschmelze, und im Herbst, nach der Schneeschmelze, sind die Wasserstände zumeist deutlich niedriger als im Hochsommer. Aber auch im Hochsommer können die Wasserstände je nach Temperatur, Sonnenschein/Bewölkung, Tageszeit, zusätzlichem Regen, Wasserabgabe sich spürbar unterscheiden.

Zum Ende der Imster Schlucht mündet von rechts die Ötztaler Ache in den Inn. Insbesondere an heißen Sommertagen und am Nachmittag bringt der Gletscherfluss umfangreiche zusätzliche Wassermengen.

Je nach Wasserstand liegen die Schwierigkeiten der Imster Schlucht daher zwischen WW II-III oder WW III-IV.

Wer von Landeck nach Imst zur Einstiegstelle fährt, darf sich nicht über den dort vorgefundenen Wasserstand täuschen lassen. Ein Großteil des Wassers des Inns wird vor Landeck ab- und erst in Imst wieder dem Fluss zugeleitet.

Bei bis zu mittleren Wasserständen kann alles vom Kajak aus gerade so überschaut werden, sodass man rechtzeitig auf die jeweils leichtere Flussseite wechseln kann. Vereinzelnd ist dieses aber auch mitten in einem Schwall notwendig. Aufgrund der enormen Breite des Flusses und der streckenweise hohen Fließgeschwindigkeit ist das Beherrschen der Rolle von erheblichem Vorteil. Wer schwimmt, der schwimmt lange!

Der übliche Einstieg zur Befahrung der Imster Schlucht befindet sich am linken Ufer auf der Höhe von Imst, ca. 200 m vor der hohen, auffälligen Straßenbrücke über den Inn. 100 m vor dem Ufer bietet ein großer Sandparkplatz ausreichende Parkmöglichkeiten (> N 47° 13' 06.0'', E 10° 45' 11.5''). Auf einem kleinen Weg - der zeitweise auch fahrbar ist und an einem Bach längsführt - können die Kajaks von hier zum nahen liegenden Fluss getragen werden. An dieser Einstiegstelle beginnen auch die Raft-Unternehmen ihre Wildwassertour. Die Anfahrt von Imst zum Parkplatz ist etwas kompliziert zu beschreiben. Am besten von Imst nach Süden fahren und immer westlich der Bundestraße bleiben.

Die bisher schon 200 m nach Fahrtbeginn unter der oben genannten Brücke auftauchende erste Herausforderung - ein wuchtiger Blockwurf existiert nicht mehr. Die Stelle ist nun links ganz einfach zu fahren.

Danach verengt sich schnell das Tal und der landschaftlich schönste Teil der Imster Schlucht, die eigentliche Schluchtstrecke, folgt (s. Bild unten).

Bis auf einen ersten wuchtigen Schwall mit hohen Wellen (s. Bild unten) sind die Schwierigkeiten in der eigentlichen Schlucht nur gering.

Danach öffnet sich die Schlucht wieder zu einem breiten Tal und es folgen in Abständen mehrere der für die Imster Schlucht typischen Schwälle mit hohen Wellen und erheblicher Wasserwucht (s. Bilder unten). Irgendwann strömt von rechts die Ötztaler Ache hinzu und ein letzter typischer Schwall erfordert noch einmal alles vom Paddler.

Danach, d.h. im letzten Drittel der Gesamtstrecke, lassen die Schwierigkeiten wieder etwas nach, aber auch hier folgen in größeren Abständen immer noch der eine oder andere langgezogene Schwall (s. Bild unten).

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Die übliche Ausstiegstelle befindet sich zwischen zwei Steinbuhnen am linken Ufer kurz vor der Straßenbrücke des kleine Ortes Haiming. Oberhalb der Buhnen, zwischen denen auch die Rafter ihre Tour beenden, befindet sich ein großer Parkplatz (> N 47° 15' 25.0'', E 10° 52' 14.0''). Von Haiming wird diese Stelle erreicht, indem man einfach der Hauptstraße durch Haiming folgt, über den Inn auf die linke Flussseite und anschließend 300 m flussaufwärts bis zu dem vorgenannten Parkplatz fährt.

An der Straßenbrücke von Haiming befindet sich auf der linken Flussseite auch ein Pegel. Dieser Pegel bei Haiming kann über das Internet bei http://4-paddlers.com unter Inn / Magerbach abgerufen werden. Danach bedeuten 200 cm Niedrigwasser, 300 cm Mittelwasser und 400 cm Hochwasser.

Die Imster Schlucht des Inns wird zumeist mit einem Aufenthalt auf dem Campingplatz in Landeck und einer Befahrung von Sanna, Trisanna, Rosanna und Ötztaler Ache verbunden. Wer einen etwas näher gelegenden Campingplatz sucht, hat im Inntal und im Unteren Ötztal eine Reihe von Alternativen.

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