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Hinterwildalpenbach

Steiermark / Österreich

Abschnitt:

Hinterwildalpen - Mündung

Länge und Schwierigkeit:

6 km WW II-IV

DKV-km:

km 4 - km 10

Befahrbarkeit:

Unmittelbar nach Regenfällen

Landschaftsbewertung:

2-3

Ein in weiten Teilen total verbauter Bach. 70 (!) Kunststufen von 0,2 bis 3 Meter Höhe. Senkrechte Wände im Verlauf der Stufen. Fast keine Kehrwasser. Selten ein optimaler Wasserstand. Dennoch lohnenswert! Zumindest für die, die sich an der bei Kajakfahrern beliebten Salza zum Wildwasserfahren aufhalten und Glück haben, für einige Stunden einen optimalen Wasserstand vorzufinden.

Der Hinterwildalpenbach ist einer der kleinen linken Zuflüsse der im Osten von Österreich liegenden steierischen Salza. Der Bach kann über eine Straße, die am südöstlichen Ortsende des kleinen Ortes Wildalpen zum kleinen Dorf Hinterwildalpen abzweigt, erreicht werden.

Am unteren Ortsende von Hinterwildalpen befindet sich eine Brücke, auf der die Fahrt bei einem ausreichenden Wasserstand in einem sehr schmalen Bachbett und vereinzelten Strauchhindernissen begonnen werden kann. Einige hundert Meter weiter, am Ende des Hochtales von Hinterwildalpen, kommt von rechts ein weiterer Bach hinzu, sodass zumindest ab hier etwas mehr Wasser vorzufinden ist.

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Direkt hiernach beginnt die erste Kette der hohen und höheren Stufen (s. Bild rechts).

Die Stufen können sehr gut von der parallel verlaufenden steilen Straße besichtigt werden.

Wer sich diese Folge von Stufen zutraut, wird i.d.R. auch bei der weiter bachabwärts befindlichen Kette von Stufen keine Probleme haben, da das Gefälle des Baches (Höhe der Stufen im Zusammenhang mit dem Abstand der Stufen) auf dem unterhalb liegenden Abschnitt etwas geringer ist.

Sollte im Bereich der ersten Abschnittes das Wasser für eine Befahrung der Stufe und für das Eintauchen in die nachfolgenden Gumpen immer noch nicht ausreichend sein oder einem der erste Teil des Hinterwildalpenbaches noch zu steil sein, kann auch direkt unterhalb dieser Stufenkette die Fahrt begonnen werden (s. Bild unten).

So verbleibt auch noch ein wenig Zeit zum Einfahren, bevor nach 4 Kilometern die zweite große Kette von Stufen beginnt. Aber auch auf diesem mittleren Abschnitt tauchen immer wieder einzelne, zum Ende auch eine Vielzahl von Stufen auf.

Auch wenn auf diesem mittleren Abschnitt der Bach überwiegend ein nicht so starkes Gefälle aufweist und teilweise auch frei durch die schöne Landschaft mäandriert, so sind hier, neben einzelnen Stufen, immer wieder stark verblockte Gefällstücke mit engen Kurven zu meistern (s. Bild oben - WW III).

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Später nimmt die Anzahl der Stufen wieder zu (s. Bild oben). Der Bach bleibt aber zunächst noch übersichtlich.

Ungefähr 1 Kilometer vor der Mündung in die Salza befindet sich dann eine enge und etwas unübersichtliche Waldschlucht mit starker Verblockung (s. Bild unten - bis WW IV).

Leider läßt sich dieser Abschnitt nur zum kleinen Teil zuvor besichtigen. So ist hier zum Beispiel auch nicht ein zur Zeit (2002) quer liegender Baum zu entdecken. Dieser befindet sich mitten auf einem Gefällstück und ist rechts zu umtragen. Bei nicht zu hohen Wasserständen kann er einige Meter zuvor entdeckt und rechtzeitig eine Lücke zwischen den Felsblöcken angefahren werden. Bei höheren Wasserständen könnte er gefährlich werden.

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Unmittelbar danach folgt dann die zweite Kette von vielen hohen und höheren Stufen (s. Bild rechts).

Irgendwann hört man auf, die Stufen zu zählen und konzentriert sich nur noch auf den sich immer wiederholenden Rythmus: Ausrichten des Kajaks, Befahren der Stufe, Eintauchen, Auftauchen, Orientieren, Ausrichten des Kajaks .... usw. - eine `Achterbahnfahrt´.

Auf diesem Teil befindet sich auch mit 3 Meter Höhe ein Steilwehr, die höchste Stufe im Verlauf des Baches. Dieses taucht mitten im Wald ganz überraschend zwischen den vielen anderen Stufen auf.

Aktueller Hinweis von August 2006: H. Carmen weist in Kajak.at auf einen neuen Siphon 1km vor Mündung in die Salza hin. Dieser soll sich nach der "Schlucht", jedoch vor dem "Wehr", direkt nach der Beton-Fussgängerbrücke, befinden. Hier fließt das komplette Wasser unter statt über einer Stufe durch. Umtragen rechts oder Einstieg direkt an der Stufe nach Überqueren der (abgesperrten) Bruecke.

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Bald darauf werden die beiden Straßenbrücken von Wildalpen erreicht (s. Bild rechts).

Zumeist wird hier die Fahrt noch bis zu einen der beiden nachfolgenden Campingplätzen an der Salza fortgesetzt.

Soweit wie möglich, sollten die Stufen sowie die Waldschlucht schon bei der Anfahrt zur Einstiegstelle besichtigt werden.

Ein ausreichender Wasserstand ist gegeben, wenn die Stufenkanten gut befahren werden konnen. Aber auch dann läßt es sich zumeist nicht vermeiden, dass das Heck der Kajaks auf die Kante der Stufe knallt. Wer das seinem Kajak nicht zumuten möchte, sollte lieber von einer Befahrung Abstand nehmen.

Unterhalb der Stufen sind die Gumpen für das Eintauchen im Wesentlichen , d.h. bis gutem Niedrigwasser, immer ausreichend tief. Zumeist werden die Stufen in der Mitte befahren. Vereinzelnd ist aber auch eine Befahrung halblinks oder halbrechts notwendig. Für Korrekturen an der Fahrroute bleibt nach dem Auftauchen fast immer gerade so ausreichend Zeit bis es an der nächsten Stufe wieder runtergeht.

Bei zu hohen Wasserständen sollte der Hinterwildalpenbach nicht gefahren werden, da sich dann unterhalb der Stufen zum Teil kräftige Rücklaufe bilden. Ein optimaler Wasserstand kann nach Regenfällen das ganze Jahr über auftreten. Meistens hält dieser Wasserstand dann aber nur wenige Stunden. Am besten ab und zu kurz einmal am Hinterwildalpenbach vorbeischauen.

Hinweis: Durch Erdrutsche und Baumstürze kann sich die Situation auf dem Hinterwildalpenbach jederzeit ändern. Die o.g. Beschreibung stellt die Situation von August 2002 bei gutem Niedrigwasser dar.

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