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Arachtus

Südl. Pindosgebirge / Griechenland

Die imposante Große Arachtusschlucht liegt 15-20 Kilometer südöstlich der lebendigen und sehenswerten Stadt Ioannina und ist im Frühjahr einer der wasserreichsten Flüsse Griechenlands. Da dieser Flussabschnitt öfters bis in den Frühsommer hinein fahrbar ist, führen hier auch Raftveranstalter Touren durch.

Der schnellfließende Arachtus bietet in der Großen Schlucht immer wieder kräftige Schwälle mit hohen Wellen. Teilweise verengt sich die Schlucht klammartig. Aufgrund der Schluchtwände treten an den Felswänden zusätzlich Presswasser, Pilze und Wirbel auf.

Der Arachtos bekommt sein Wasser im Wesentlichen von einem linken Zufluss im Oberlauf, dem Metsovitikos. Dieser Fluss erhält sein Wasser teilweise von Bergen mit Höhen von bis zu 2300 Meter und teilweise von einem regulierten Wasserablass des Aoos-Staudamms. 15 Kilometer nach dem Zufluss des (nur auf einem kurzen und sehr schweren Abschnitt lohnenswerten) Metsovitikos, 5 Kilometer nach der Brücke von Krapsi, beginnt die obere Schlucht. Nach weiteren 16 Kilometern folgt dann der landschaftliche Höhepunkt des Arachtos, die 9 Kilometer lange Große Arachtusschlucht.

Öfters wird der Arachtus auch schon ab der Brücke bei Krapsi befahren. Nach Angaben des Buches `Greco´ von Bettinger liegen die Schwierigkeiten bei mittleren Wasserständen auf den nachfolgenden 12 Kilometern, bis zur nächsten Brücke bei Kedros bzw. Kordoloia, bei WW II und III.

Direkt nach der Brücke (> N 39° 34' 34'', E 20° 58' 36'') bei Kedros bzw. Kordoloia folgt die sogenannte `Milchstraße´ (s. Bild unten), ein schwierig zu befahrender, stark verblockter 150 m langer Katarakt (WW IV). Diesen sollte man sich insbesondere bei höheren Wasserständen vor einer Befahrung von einem Pfad am linken Ufer ansehen. Ggf. kann hier auch umtragen werden.

Kurz danach soll sich noch eine weitere, fast gleichschwere, 50 m lange Stromschnelle befinden. Diese ist über den Pfad des vorgenannten Kataraktes leider fußläufig nicht erreichbar. Laut `Kajak-Magazin´ Nr. 01/2010 soll auch diese Passage umtragbar sein. Auf dem nachfolgenden 8 Kilometer langen Flussabschnitt bis zur üblichen Einstiegstelle für die Große Arachtusschlucht sollen die Schwierigkeiten dann wieder bei WW II und III liegen.

Abschnitt:

Große Arachtusschlucht

Brücke westl. Ambelochori - Plaka

Länge und Schwierigkeit:

9 km WW II-III-(+)

DKV-km:

km ? - km 70,5

Befahrbarkeit:

bis Juni

Landschaftsbewertung:

1-2

Der Einstieg zu dem hier beschriebenen Abschnitt der Großen Arachtusschlucht liegt an der Brücke (> N 39° 30' 42'', E 21° 00' 24'') westlich des Dorfes Ambelochori. Bei diesem Abschnitt handelt es sich um den landschaftlich interessantesten Abschnitt auf dem Arachtus.

200 m südlich der Brücke kann oberhalb der linken Uferböschung auf einer großen Wiese, mit herrlicher Aussicht, auch die Nacht verbracht werden. Diese Wiese ist als Standort für die verschiedenen Abschnitte auf dem Arachtos sowie auf dem Kallaritikos ideal.

Zwei Kilometer oberhalb der Brücke fließt von links der interessante Kallaritikos zum Arachtos hinzu. Die Einstiegstelle an der Brücke westlich von Ambelochori kann daher auch als Ausstiegstelle für den Kallaritikos genutzt werden.

Die Ausstiegstelle für die Große Arachtosschlucht befindet sich in Plaka, ungefähr 300 Meter oberhalb der Straßenbrücke (> N 39° 27' 17'', E 21° 01' 60'') am linken Ufer, oberhalb eines kleinen Zuflusses. Zum Dorf Plaka gelangt man über die `Gelbe Straße´ und dem Ort Kalentzi. In der Nähe der Brücke, oberhalb des westlichen Ufers, befindet sich auch ein kleiner, aber gut ausgestatteter Lebensmittelladen, bei dem man seine Vorräte wieder auffüllen kann.

Schon an der Einstiegstelle für die Große Arachtusschlucht beeindrucken die steilen und hohen Schluchtwände. Ein erster wuchtiger Schwall gegenüber dem Einstieg deutet schon die nachfolgenden zumeist in größeren Abständen folgenden Schwälle an (WW III-). Vorübergehend treten die Schluchtwände auch wieder ein wenig vom Fluss zurück (s. nachfolgendes Bild). Später rücken sie wieder näher an den Fluss heran.

Nach 5 Kilometern wird dann durch einen 80 Meter hohen, allein stehenden, auffälligen Felsturm die Einfahrt in die 2,5 Kilometer lange, imponierende Klamm angekündigt.

Kurz nach dem Felsturm folgt die schwerste Stelle in der großen Schlucht, der sogenannten `Room of Doom´ (s. Bild unten), ein wuchtiger und leicht verwalzter Schwall (WW III+).

Hinsichtlich der Schwierigkeiten dominieren nun Presswasser, Wirbel und Pilze. Wer hier schwimmt, muß hier wegen den senkrechten Felswänden in manchen Teilabschnitten evtl. einen längeren Weg zurücklegen.

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Im Verlauf der Klamm lassen die Schwierigkeiten dann etwas nach (s. Bild rechts).

Teilweise beträgt die Breite des Flusses hier nur 8 Meter.

Aus vielen Quellen sprudelt es. Wunderschöne kleine Wasserfälle rieseln oder strömen vereinzelnd von den Felswänden (s. Bild unten). Auskolkungen und Höhlen bieten zusätzlich etwas dem Auge. Dieses ist der eindrucksvollste Abschnitt des Arachtos.

Nach einiger Zeit öffnet sich plötzlich die Schlucht. Der Fluss fließt nun noch auf 1,5 Kilometer mit schneller Strömung durch ein breites Tal. Kurz hinter der alten Türkenbrücke, direkt vor einem linken Zufluss und 300 Meter vor der Straßenbrücke von Plaka folgt dann die Ausstiegstelle am linken Ufer. Hier auf der großen Schotter- und Grasfläche (> N 39° 27' 28'', E 21° 01' 57'') beenden auch die Rafter ihre Touren.

Auch hiernach ist der Arachtos noch sehr lohnenswert. Laut einem Gerald auf www.soulboater.com am 23.05.2011 soll sich die nachfolgende Strecke zu einem sehr interessanten WW IIIer-Flussabschnitt gewandelt haben.

Siehe auch allgemeine Infos zu Griechenland.

Hinweis: Alle Fotos und Infos basieren auf den 01. Mai 2004. Der Fluss hatte an diesem Tag einen leicht erhöhten mittleren Wasserstand. Alles war fahrbar.

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